Category Archives: nachdenken

Krieg den Piraten

Logo der Piratenpartei durchkreuzt

Gegen die Piratenpartei

Ich kann es wahrlich nicht mehr hören, wie die offiziellen Vertreter und die Sympathisanten der Piratenpartei nicht müde werden, uns, den Kreativen, und auch den Konsumenten weismachen zu wollen, sie seien auf unserer Seite, und die Verwertungsgesellschaften seien per se die Bösen und unsere Feinde. Dazu sage ich, sie mögen es doch bitte uns überlassen, ob wir unser Glück bei einem Verlag, bei einer Agentur oder auf eigene Faust per viralem Marketing, mit Liveauftritten oder per Crowdfunding versuchen.

So sehr ich viele Positionen der Piraten auch schätze, sei es ihr Kampf gegen jede Art von Zensur oder ihr Eintreten gegen jeden Versuch der Überwachung und Bespitzelung durch staatliche Stellen, so sehr verurteile ich ihre Positionen zum Urheberrecht, zum Geistigen Eigentum und zu den Nutzungsrechten an kreativen Leistungen. Denn diese Positionen kommen dem Berufszweig derer, der der Partei den Namen gaben, am Nächsten: Piraten.

Die Piratenpartei mag gute Absichten verfolgen, aber sie redet denen das Wort, die glauben das Recht zu besitzen, sich überall kostenlos an dem bedienen zu dürfen, was andere geschaffen haben. Wenn sie das bestreiten, so mögen sie bitte öffentlich und mittels ihres Wahlprogramms erklären, dass der Erschaffer eines Werkes das selbstverständliche Recht hat, darüber zu entscheiden, ob, wo, an wen, wie lange und zu welchem Preis er das Gut oder die Rechte daran veräußert. So lange das nicht geschieht, bin ich gegen die Piratenpartei. Und ich werde sie mit allen Mitteln bekämpfen, wo ich nur kann.

1 Comment

Filed under einfach alles, Kolumne, nachdenken

Danke, Dagmar Schönleber

Ich glaube, ich bin endlich dahinter gekommen, warum mir die Arbeit am Heinrich Töpfer vergleichsweise vergnüglich von der Hand ging, während es bei Zerfall, meinem aktuellen Projekt, immer wieder stockt: Es ist die Abwesenheit von Komik. Nun ist Zerfall natürlich auch ein viel ernsterer Stoff, schließlich geht es um ein endzeitliches Inferno, und wie bei jedem anständigen Inferno wird auch ordentlich gestorben, aber ein Schuss Spaß hat schließlich auch weder dem Terminator noch Independence Day geschadet, oder? Mit zu den größten Fehlern, die man bei einem Thriller machen kann, ist, sich selbst und die Geschichte zu ernst zu nehmen, egal, wie viel Tote es dabei gibt. Schließlich soll ein Buch unterhalten und nicht deprimieren.

Abwesenheit von Komik ist allerdings auch nicht ganz der richtige Ausdruck, denn klar gibt es auch schon jetzt eine Menge Gags und Wortwitz in Zerfall, wer mich kennt, den wird das nicht groß überraschen. Was, glaube ich, fehlt, ist der Touch des Schrägen bei den Figuren, ihr lustvoller Umgang mit der Situation, so ausweglos sie auch zu sein scheint. Ich werde damit mal ein bisschen experimentieren, das dürfte helfen, mich wieder auf Trab zu bringen. Insbesondere meiner Hauptfigur steht ein gewisser Hang zu morbiden Gedankengängen und schwarzem Humor bestimmt ganz gut zu Gesicht.

Dagmar Schönleber

Dieses Licht ist mir übrigens beim Besuch der Lesebühnenshow Rock ‘n’ read im Theater Klüngelpütz am vergangenen Freitag aufgegangen. Es war eine launige Kurzgeschichte von Dagmar Schönleber, die mir, denke ich, nun den richtigen Weg weist. Naja, wobei die Erleuchtung nicht direkt am Freitag kam, als ich die Geschichte hörte, sondern erst heute, während ich darüber nachdenke. Hat ja niemand behauptet, Schriftstellerei habe irgendwas mit Spontanität zu tun. Danke, Dagmar Schönleber!

Ich glaube, ich mach mich dann mal wieder ans Werk.

Leave a Comment

Filed under einfach alles, nachdenken, schreiben

Heia, Walpurgisnacht!

Seit ich vor ein paar Jahren in der Walpurgisnacht das Schlusskapitel meiner Harry-Potter-Parodie »Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater« schrieb, das ebenfalls ausgerechnet in der Walpurgisnacht spielt, hat die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai für mich eine seltsam sentimentale Bedeutung. Gern vergrab ich mich in dann bei Kerzenschein hinter Bildschirm und Tastatur zwischen viel Papier an meinem Schreibtisch und versuche, den Geist der damaligen Nacht wieder heraufzubeschwören.

So feiert denn allerorten die Walpurgisnacht, liebe Bücherschwärmer und Lesebegeisterte, tanzt in den Mai, trinkt und feiert  wie es euch behagt, ich schwelge derweil ein wenig im Erfinden neuer Geschichten und lausche dem leisen Murmeln der Büchertrolle in den Regalen.

Heia, Walpurgisnacht!

(Schlachtruf von Otfried Preußlers “Die Kleine Hexe”)

Leave a Comment

Filed under einfach alles, nachdenken

Dieses Jahr

Hallo, ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit und seid gut ins neue Jahr gekommen, der Spekulatius- und Lebkuchenpegel ist wieder auf das normale Maß zurückgegangen, und das lange Warten auf die Biergartenzeit beginnt. :mrgreen:

Während “Heinrich Töpfer – Bitte nicht rütteln” durch die Lande tourt, mache ich mir in diesen Tagen ein paar Gedanken, was ich in diesem Jahr so vorhabe. Natürlich ist ein neues Buch in Planung. Es soll ein Thriller werden und um staatliche Überwachung gehen. Außerdem würde ich gerne mit ein paar Kurzgeschichten an dem ein oder anderen Literaturwettbewerb teilnehmen. Die Geschichten müssten dazu jedoch erst einmal verfasst werden. :sad: Beginnen möchte ich mit dem Wettbewerb “Am Ende der Leitung”, der von dem österreichischen Verein quintessenz ausgeschrieben wurde. Verlangt wird eine Science-Fiction-Geschichte, in der es ebenfalls um Überwachung und Datenschutz geht. Ihr seht schon, das ist zur Zeit eines meiner Steckenpferde. Und wie ihr seht, habe ich viel vor, dieses Jahr. Mal sehen, was am Ende des Jahres davon übriggeblieben ist. Ach, ein zweites Heinrich-Töpfer-Buch ist damit natürlich nicht gestorben. Vieles hängt davon ab, wie es mit dem ersten Heinrich Töpfer weitergeht.

Auch diese Website wird weiterleben, sei es, dass sie in einer neuen Autorenhomepage aufgeht, oder dass sie als separate Projektseite, speziell für Heinrich Töpfer, weiterlebt.

In den nächsten Tagen werde ich zunächst die drei Helden aus Heinrich Töpfer noch einmal vorstellen, da noch nicht jeder die Eastereggs gefunden zu haben scheint, und in der Umfrage (geschlossen) immer wieder einmal die Frage angeklickt wird, ob denn Ron und Hermine in meiner Geschichte auftauchen.

Bis die Tage

Dave

Leave a Comment

Filed under einfach alles, nachdenken