Category Archives: Software- und Literaturtipps

Textanalysetool von zweifelhafter Qualität: Ich schreibe wie … Joanne K. Rowling?

Ich schreibe wie
Joanne K. Rowling

Das Forschungsprojekt von AnwaltMap – anwälte. Ich schreibe wie…

“Finde heraus, welchem berühmten Schriftsteller dein Schreibstil am meisten ähnelt. Einfach Text einfügen und auf Analysieren klicken, um die Anaylse zu beginnen”. So schalmeit es von der Seite “Ich-schreibe-wie.de” herunter. Hinter dem Versprechen verbirgt sich ein kleines Onlinetool, auf das ich vor einiger Zeit im Feuilleton der FAZ-Online gestoßen bin. Und wie viele andere, die es seit dem in Blogs und Schriftstellerforen diskutiert, besprochen, beschrieben und nach Selbstversuchen bestaunt, bespöttelt, bejubelt und beleidigt haben, habe ich es natürlich auch selbst ausprobiert. Schließlich möchte ich ja wissen, welcher weltbekannte Schriftsteller meinen Stil kopiert. Continue reading

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Da hört der Spaß auf

Während »Heinrich Töpfer – Bitte nicht rütteln« weiterhin nach einem Verlag sucht, beschäftige ich mich mit neuen Projekten. “Am Ende der Leitung”, das ist das Motto eines Literaturwettbewerbs, den der österreichische Bürgerrechtsverein quintessenz ausgeschrieben hat, und an dem ich mich mit einer eigenen Geschichte beteiligen möchte. Die Rohfassung steht, aber schon bald ist Einsendeschluss, und folglich stecke ich mal wieder mitten im Überarbeitungsstress. Den meisten Kummer bereitet mir dabei die Vorgabe für die maximale Länge des Beitrags: Dreißigtausend Zeichen inklusive Leerzeichen. Schon mit der Rohfassung reiße ich diese Latte. Für mich bedeutet das die Mutter aller Qualen: Kürzen.

Genau passend zum Thema flatterte mir vor ein paar Tagen der Newsletter des Autorenhaus-Verlages ins Postfach. Dort schrieb Gerhild Tieger, Autorin und Newsletter-Redakteurin:

Da hört der Spaß auf, beim Ersetzen, Streichen, Kürzen, beim Überarbeiten nämlich. Da ringt der Autor mit seinem Zweifel, ob hier eine Szene zu lang geraten ist, dort ein anderes Wort treffender wäre oder womöglich eine Figur nicht glaubwürdig.

Ein paar Zeilen später zitiert Gerhild Tieger die Schriftstellerin Barbara Delinsky mit den Worten

Von zwei Sätzen, die ich schreibe, streiche ich einen. Einen Roman zu überarbeiten, ist wie einen Edelstein zu polieren bis hin zu seiner Substanz. Man muss alles, was davon ablenkt, fortreiben. Dann erst hat man etwas, das leuchtet und glüht.

Tja, dem ist inhaltlich nichts hinzuzufügen. Ich fasse mich dann auch mal kurz und geh wieder Überarbeiten und Kürzen.

Ach ja: Wer gerne schreibt und die Website und die Ratgeber des Autorenhaus-Verlages noch nicht kennt, sollte das ändern. Die Seite ist immer einen Blick wert, viele der Bücher auch einen Blick mehr. Vielleicht werde ich in den nächsten Wochen auf das ein oder andere Werk etwas ausführlicher in der Rubrik “Literaturtipps” eingehen.

Bis die Tage

Euer

David Kramer

(Abdruck der Newsletters-Auszüge mit freundlicher Genehmigung des Autorenhaus-Verlages)

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Duden-Korrektor

In der Rubrik “Literatur- und Softwaretipps” werde ich künftig einige Softwareprodukte und Bücher vorstellen, die ich bei der schriftstellerischen Arbeit kennengelernt habe. Den Anfang macht der Duden-Korrektor, über den ich heute zunächst einmal eine Kurzvorstellung bringen möchte. Später folgen vielleicht einmal ein paar ausführlichere Beschreibungen zu speziellen Einzelheiten der Software.

Der Duden-Korrektor ist eine Rechtschreib- und Grammatiksoftware der Duden-Redaktion. Gekauft und getestet habe ich den Duden-Korrektor Plus in der Version 3.51. Es gibt ihn für die Office-Pakete von Microsoft und OpenOffice. Das Paket für Microsoft-Office bringt zusätzlich die elektronischen Versionen der Dudenwerke »Das Fremdwörterbuch«, »Richtiges und gutes Deutsch« und »Das Synonymwörterbuch« mit und rechtfertig darüber eigentlich schon den Preis von 49,95 €. Der Duden-Korrektor ist kein “eigenständiges” Programm, sondern wird als Erweiterung bzw. Plugin in die vorhandene Textverarbeitung eingebaut, die er lediglich ergänzt und erweitert. Benutzt wird das Programm dann wie gewohnt über die Rechtschreibfunktionen der Textverarbeitung. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und setzen bereits einiges an Wissen über Grammatik und Rechtschreibung voraus. Die Hilfefunktion bietet dabei recht gute Unterstützung.

Das Programm beschränkt sich nicht nur auf die Prüfung der korrekten Schreibweise von Wörtern, sondern bietet auch die umfassende Prüfung von Grammatik und Interpunktion. Die Ergebnisse, die es liefert, sind weitaus besser, als die der Standardrechtschreibfunktionen, jedoch in vielen Fällen auch mit Vorsicht zu genießen. Wie jede Software besitzt das Programm weder Intelligenz, noch eigene Logik. Es folgt stur den starren Regeln, die ihm von Menschenhand einprogrammiert wurden. Dementsprechend anfällig ist es für Irrtümer und Fehlinterpretationen, insbesondere, wenn es sich, wie in meinem Fall, nicht nur mit standardsprachlichen Wörtern und Wendungen, sondern auch mit recht eigenwilligen Eigenkreationen an Namen und Begriffen herumschlagen muss.

Insgesamt ist der Duden-Korrektor eine sinnvolle Ergänzung der vorhandenen Rechtschreibfunktionen von Word bzw. Writer. Setzt man ihn mit Bedacht ein und hinterfragt kritisch die Ergebnisse, kann man damit zufrieden sein. Das Programm ersetzt jedoch keinesfalls eigene Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse, es setzt sie vielmehr voraus. Verlässt man sich blind auf die Vorschläge der Software, sieht der Text nach der Vollprüfung unter Umständen schlimmer aus als vorher.

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