Tag Archives: Begeisterung

Harry-Potter-Mitternachtspremiere

Der Potter-Virus hat mich verhältnismäßig spät erwischt. Das war 2000 oder so. Der vierte Band war schon auf dem Markt. Dafür war der Krankheitsverlauf umso schwerer. Ich war bei den Buch-Neuerscheinungen ab Band fünf immerhin vier oder fünf Mal tief in der Nacht beim Verkaufsstart dabei (sowohl englische wie auch deutsche Premierenverkäufe, daher die hohe Zahl). Aber irgendwie bin ich nie auf die Idee gekommen, mal zur Mitternachtspremiere eines Potter-Films ins Kino zu gehen. Heute frage ich mich, wieso eigentlich.

Denn Harry Potter ist seit langem ein Teil meines Lebens geworden. Und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Hätte ich sonst damit angefangen, ein dickes fettes Buch in Form einer liebevollen Harry-Potter-Parodie darüber zu schreiben und nicht eher damit aufzuhören, bis nicht wenigstens sechshundertfünfzig (Norm)Seiten vollgeschrieben waren? Wohl nicht.

Und so finde ich es umso passender, dass ich gerade heute Nacht dabeisein werde. Beim letzten Vorhang, bei “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2″. Ich freu mich drauf (okay, auf den unsäglichen Epilog nicht, aber dabei kann ich ja an irgendwas Schönes denken), auch wenn ich hinterher bestimmt ein bisschen wehmütig sein werde.

Euer erwartungsfrohes Schreiberlein

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Heia, Walpurgisnacht!

Seit ich vor ein paar Jahren in der Walpurgisnacht das Schlusskapitel meiner Harry-Potter-Parodie »Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater« schrieb, das ebenfalls ausgerechnet in der Walpurgisnacht spielt, hat die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai für mich eine seltsam sentimentale Bedeutung. Gern vergrab ich mich in dann bei Kerzenschein hinter Bildschirm und Tastatur zwischen viel Papier an meinem Schreibtisch und versuche, den Geist der damaligen Nacht wieder heraufzubeschwören.

So feiert denn allerorten die Walpurgisnacht, liebe Bücherschwärmer und Lesebegeisterte, tanzt in den Mai, trinkt und feiert  wie es euch behagt, ich schwelge derweil ein wenig im Erfinden neuer Geschichten und lausche dem leisen Murmeln der Büchertrolle in den Regalen.

Heia, Walpurgisnacht!

(Schlachtruf von Otfried Preußlers “Die Kleine Hexe”)

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Rückläufe aus der ersten Leserunde

Fünf Ausdrucke habe ich erstellt und verteilt. Verwertbares Feedback habe ich bisher von zweien meiner Leser, die das Manuskript bereits komplett durchgearbeitet haben.

Das (für mich) wichtigste Ergebnis ist, dass ich es (das Manuskript) nicht einstampfen werde. Es geht weiter!

Es gab (natürlich) kein Lob über den grünen Klee. Wenn dem so wäre, müsste ich auch argwöhnen, mir zu unkritische Testleser gesucht zu haben. Ich würde jedoch beide als durchaus gnadenlose Kritiker einstufen. Insofern hat ihr Feedback viel Gewicht. Es sind schon einige sehr wesentliche Punkte angemerkt worden. Bei Fragen inhaltlicher Art werde ich erstmal den Rücklauf aller fünf Statements abwarten und dann Punkt für Punkt entscheiden, ob und wo ich ändere. Allerdings gibt es auch ein paar grundsätzliche Mängel, die festgestellt wurden. Manches davon hatte ich selber schon immer in Verdacht, noch nicht koscher zu sein. Das wurde mir jetzt bestätigt. Auf der einen Seite ist das natürlich ganz okay, weil es mir zeigt, dass mein eigener Eindruck von bestimmten Dingen noch in Ordnung ist und dass die Selbstreflektion funktioniert. Andererseits handelt es sich um Punkte, die zum Teil recht weitreichend sind und die größere Änderungen zur Folge haben werden.

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Überirdisch

Es ist schwer zu beschreiben, was am 20. März, dem letzten Tag meines Vier-Wochen-Urlaubs, passiert ist. Plötzlich war es vollbracht! Die Rohfassung der Geschichte war fertiggestellt. Nach 20 Tagen! Auf einem Umfang von 204 Normseiten erstreckte sich das erste Abenteuer von Heinrich Töpfer und seinen Freunden. Noch ist es ein weiter Weg, bis das Skript wirklich den Status fertig erreicht, aber es ist ein ganz unglaubliches Gefühl, wenn man den letzten von vielen hundert Absätzen mit einem Punkt beschließt und das letzte Wort unter einen Text schreibt, der einen über Wochen die Außenwelt völlig vergessen ließ.

Ich versuche nicht weiter, es in Worte zu fassen, es kann nur misslingen…

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