Tag Archives: Geschlossenheit

zum guten Schluss

Zu welcher Art Ende-Mensch gehören Sie? Nein, nein, ich meine damit keine bevorzugte Suizidmethode und auch nicht, ob Sie sich ein Totenhemd mit oder ohne Rüschen wünschen oder auf was für einer Art Papier Ihr Testament gedruckt werden soll. Ich meine das mehr im Sinne von Ausklang: Verlängerung bis zum Abpfiff oder sudden death? Umdrehen und einschlafen oder Nachspiel?

Wie so oft, lassen sich Menschen bei solchen Fragen in zwei Kategorien einteilen. Während die einen nach der Kinovorstellung, noch bevor das Licht angeht, aus den Sitzen springen und U-Bahn oder Taxistand zustreben, bleiben die anderen bis zur letzten Zeile des Abspanns hocken und diskutieren anschließend an der Bar beim gemeinsamen Bier die Leistungen der einzelnen Darsteller und die Qualität der Special Effects … Während die einen nach Abgabe ihrer Klausurarbeiten bis zur Rückgabe nichts mehr davon hören wollen, sprechen die anderen nach der Stunde gerne Punkt für Punkt die Aufgaben nochmal durch und vergleichen ihre Lösungen (so, wie es auch Hermine tun würde :D ).

Genauso unterschiedlich sind die Gepflogenheiten oder Wünsche der Leute am Schluss einer Geschichte, egal, ob Buch oder Film.

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Geduld

Einst war ich in dem Irrtum befangen, ich könne ein Manuskript in dem Umfang, wie es jetzt vor mir liegt, in einem Zeitraum von sechs bis neun Monaten fertigstellen (fertig natürlich versehen mit allen möglichen Konjunktiven). Leichtsinnigerweise erzählte ich daraufhin einigen Leuten, naja, zu früh davon und versprach außerdem, den Text zu gegebener Zeit zum Probelesen rauszurücken. Was ich nicht bedacht hatte, war zum Einen, wie lange ich tatsächlich noch brauchen würde und zum anderen, mit welcher Ungeduld und Hartnäckigkeit mir die Leute in Ohren liegen würden, ich möge doch bitte endlich in die Kontakte kommen. ;)

Ja, einer meiner lieben Freunde muss sogar einen guten Draht zum ›Guess What‹, dem Sprachorgan der Magier haben, denn gestern stattete mir ein Journalist des ›Guess‹ einen Besuch ab.

Lesen Sie, was dabei herauskam…

Dave: “Oh, hallo Alex. Was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?”
Alex: (verblüfft) “Sie kennen mich?”
Dave: “Na klar, Alex. Ich habe neulich mit großem Interesse Ihr Interview mit Puffie gelesen.” (siehe Die Evolution eines Namens, Anm. d. Red.)
Alex: “Oh, freut mich. Ich hoffe, es ist nichts Falsches rübergekommen…”
Dave: “Nein nein, war alles in Ordnung so weit. Also: Was gibt’s heute?”
Alex: “Tja, Herr K…”
Dave: “Dave.”
Alex: “Gut, denn, Dave… Ich bin von ein paar Leuten angesprochen worden, die sich fragen… und die mich fragen, wie lange es denn noch so dauert, bis Sie… und bis sie…”
Dave: (lacht) “Ist nicht Ihr Ernst, oder? Sie lassen sich auch für alles vor den Karren spannen, was? Ich hol uns erstmal was zu trinken. Könnte ja länger dauern. Kaffee, Scotch, Bier?”
Alex: “Ich, äh, Kaffee wäre nett.”
Dave: “Schließe mich an. Augenblick, bin gleich wieder da…”

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Erledigung offener Punkte

Einmal muss Schluss sein. Wenn man einer Geschichte immer wieder neue Aspekte hinzufügt, kommt man ja nie zum Ende.

Nur, um es zu verdeutlichen: Es existiert. Das Ende, meine ich. Es ist geschrieben. Schon mehrfach. Seit der Erstellung der Rohfassung ist die Geschichte insoweit komplett, als dass sie einen Beginn, einen linearen Handlungsverlauf mit Spannungskurve, einen Höhepunkt mit Auflösung der Handlungsfäden und ein Ende hat. Es war nur immer wieder notwendig, der Geschichte zusätzliche Aspekte hinzuzufügen, um sie inhaltlich abzurunden. Das sollte nunmehr mit der Beendigung der dritten Überarbeitung geschafft sein.

Bei der ganzen Überarbeiterei bleiben aber immer ein paar Sachen übrig, die man vor sich herschiebt und die sich in einer fetten Offene-Punkte-Liste ansammeln. Diese abzuarbeiten ist Thema der vierten Überarbeitung.

So fehlen mir zum Beispiel immer noch ein paar Namen. Unter anderem für Fred und George, Mrs. Norris und Parvati Patil verwende ich im Manuskript immer noch die Originalnamen, weil mir noch nichts Vernünftiges eingefallen ist. Solche Lücken müssen irgendwann mal geschlossen werden. Dass das mit den Namen nicht immer so einfach ist, hatte ich ja bei Die Evolution eines Namens schon mal beschrieben. Speziell bei Fred und George tue ich mich schwer. Da vergehen schon mal Tage über diversen Recherchen, Erarbeiten von Entwürfen und dem Verwerfen derselben.

Außerdem habe ich noch eine lange Liste mit Bezeichnungen einiger Schulfächer, den Namen zweier der vier Häuser, Namen einiger magischer Tiere und Pflanzen und manches mehr, was im Manuskript nicht immer durchgängig konsistent ist. Dazu befinden sich am Rand des Textes ungefähr 130 Kommentare (aus der Überarbeitungsfunktion der Textverarbeitung), die abzuarbeiten sind.

All das wird mich für einige Wochen beschäftigen. Allerdings sollte sich der Gesamtumfang des Textes dabei nicht mehr wesentlich verändern. Und wieder rückt der Zeitpunkt ein wenig näher, da ich irgendwann das Manuskript zum Probelesen rausrücken werde. Dazu, liebe ungeduldige Testleser, werde ich in den nächsten Tagen mal was unter dem Titel Geduld schreiben.

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es dauert…

Na, geht doch. Nachdem die zweite Überarbeitung etwas holprig begann, geht’s mittlerweile recht flüssig von der Hand. In der ersten Woche habe ich tatsächlich jeden Morgen ein Kapitel geschafft. Allerdings finden die komplizierteren Verwicklungen auch erst in der zweiten Buchhälfte statt. Ist ja klar: Je mehr Charaktere und Schauplätze im Lauf der Geschichte eine Rolle spielen, um so schwieriger und aufwändiger wird es, alle Handlungsfäden konsistent zu halten.

Zumindest macht mir die zeitliche Stimmigkeit keine Probleme mehr. In der Rohfassung war es mir tatsächlich mal passiert, dass ich eine Lücke von zwei Monaten produziert hatte, in der nichts passierte und trotzdem die Handlung so weiterlief, als wäre nur eine Nacht vergangen. Das Führen eines Kalenders ist da echt hilfreich. Ich denke, ich werde über das Thema zeitliche Konsitenz irgendwann mal gesondert was schreiben.

Zeitlicher Ausblick für die zweite Überarbeitung? Ich schätze, bis Ende nächster Woche werde ich bestimmt noch brauchen. Und dann? Davor graut’s mir schon, denn dann geht es an die qualitativen Überarbeitungen. Und das heißt, Satz für Satz und Szene für Szene auseinandernehmen und so lange daran herumschleifen, bis es passt. Aber dazu später mehr…

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