Tag Archives: Notizen

zum guten Schluss

Zu welcher Art Ende-Mensch gehören Sie? Nein, nein, ich meine damit keine bevorzugte Suizidmethode und auch nicht, ob Sie sich ein Totenhemd mit oder ohne Rüschen wünschen oder auf was für einer Art Papier Ihr Testament gedruckt werden soll. Ich meine das mehr im Sinne von Ausklang: Verlängerung bis zum Abpfiff oder sudden death? Umdrehen und einschlafen oder Nachspiel?

Wie so oft, lassen sich Menschen bei solchen Fragen in zwei Kategorien einteilen. Während die einen nach der Kinovorstellung, noch bevor das Licht angeht, aus den Sitzen springen und U-Bahn oder Taxistand zustreben, bleiben die anderen bis zur letzten Zeile des Abspanns hocken und diskutieren anschließend an der Bar beim gemeinsamen Bier die Leistungen der einzelnen Darsteller und die Qualität der Special Effects … Während die einen nach Abgabe ihrer Klausurarbeiten bis zur Rückgabe nichts mehr davon hören wollen, sprechen die anderen nach der Stunde gerne Punkt für Punkt die Aufgaben nochmal durch und vergleichen ihre Lösungen (so, wie es auch Hermine tun würde :D ).

Genauso unterschiedlich sind die Gepflogenheiten oder Wünsche der Leute am Schluss einer Geschichte, egal, ob Buch oder Film.

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Warum man immer in Verdacht gerät, die Ideen wären geklaut, oder “Den Spruch hast du doch von mir!”

Wenn Sie Freunden oder Verwandten schon mal einen Text von sich zum Lesen gegeben haben (oder sogar schon mal was veröffentlicht haben), werden Sie das kennen: Der Freund/Bekannte/Verwandte/Kollege liest… liest nochmal… und ruft erfreut/überrascht/empört aus: “He, das ist doch mein Spruch” oder “Diese Figur hast du aber mir nachempfunden, oder?”.

Mir persönlich steht diese Erfahrung noch bevor, was einfach daran liegt, dass noch niemand etwas von mir gelesen hat. Aber dann wird es kommen. Mit Sicherheit.

Inwiefern bestünden solche Vermutungen zurecht? Das ist nicht so einfach zu beantworten. Was mich und meine Arbeit angeht würde ich mal ganz und gar verbindlich sagen: Je nachdem.

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Erste Überarbeitung

Zwanzig Tage hat es gedauert, dann war die Rohfassung fertig. Ein tolles Gefühl! Ich meine damit: Wirklich toll! Und dann? Überarbeitung ist angesagt. Und eine solche Überarbeitung kann einen ganz schön auf den Boden zurückholen.

Beim Probelesen laufend Notizen machen hat mich nicht weit gebracht. Schon vor der Hälfte des Textes bin ich auf derart große logische Lücken gestoßen, dass man hätte mit einem Sternenzerstörer durchfliegen können. Schnell war klar: Hier musste in großem Stil umgetextet und neu geschrieben werden. :(
Genau so lief die erste Überarbeitung dann auch ab: Lesen, Notizen machen, Lücken isolieren, umschreiben. Natürlich riss ich dabei wieder neue Lücken in die Handlung. Also wieder: Lesen, Notizen machen, Lücken isolieren, umschreiben und so weiter. Aber insgesamt hatte ich nach der ersten Überarbeitung die wesentlichsten Handlungssträge rund und schlüssig.

Am Ende hat die Überarbeitung länger gedauert, als die Erstellung der Rohfassung, nämlich geschlagene sieben Wochen! Dafür hat sich auch der Umfang des Textes auf 369 Seiten fast verdoppelt.

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Ein erstes Konzept entsteht

Das Konzept zum ersten Heinrich Töpfer Band entstand mehr oder weniger aus der Luft. Zunächst war mir die Tatsache, dass ich gerade ein Konzept erstellte, gar nicht klar. Der grundsätzliche Handlungsablauf war in meinem Kopf entstanden. Ebenso wie einige Ankerpunkte, die Wendungen in der Geschichte beinhalteten.

Ich hatte mir ein Flipchart gekauft, um auf großen Papierbogen übersichtlich einige Abläufe skizzieren zu können und Ideen festzuhalten. An der Wand hingen einige weitere Papierbogen, auf denen ich mit Pappkarten eine Art Storyline entwarf. Das Wohnzimmer wurde mit einer Unmenge Notizzetteln geflutet.

Schon bald erkannte ich die Notwendigkeit, die vielen Notizen, Entwürfe und Ideen zentral zu sammeln und – voilà, das Grundgerüst eines Konzeptes entstand. In einem Worddokument fasste ich alles bisher Entstandene zusammen.

Dann machte ich mir Gedanken über die Charaktere. Wer, abgesehen von Heinrich Töpfer, sollte in der Geschichte eine Rolle spielen? Was für Figuren würde ich brauchen, um meinem Hauptcharakter bei seinen Erlebnissen zur Seite zu stehen? Und, fast noch wichtiger: Welche Figuren würde ich brauchen, um ihm bei der Lösung seiner Probleme hinderlich zu sein? Welche Figuren der Vorlage (“Harry Potter und der Stein der Weisen”) waren in parodierter Form geeignet, meine Anforderungen zu erfüllen und welche waren entbehrlich?

In einer Art Thesaurus erstellte ich parodierte Entsprechungen zu allen möglichen Personen, Orten, Begebenheiten und Eigennamen aus der Original-Vorlage. Auch eine gründliche Analyse und Zusammenfassung der Handlungsschwerpunkte des Originals war fällig.

Schließlich entstand aus der groben Storyline ein erster Handlungsentwurf, der bereits eine Kapitelgliederung, eine Zeitschiene, Angaben über Spannungselemente und den Verlauf des zentralen Konflikts enthielt. Die Vorstufe zur Rohfassung!

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