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Auf ein Neues

Wie sagten schon die alten Dakota-Indianer? “Wenn du feststellst, dass du einen toten Gaul reitest, steig ab.” Zwar hat die Abstimmung der letzten Tage (danke fürs Mitmachen!) nochmal ein schönes Lebenszeichen produziert, aber aufgrund der insgesamt doch leider viel zu geringen Resonanz wird das Thema Harry-Potter-Parodie und mit ihm Heinrich Töpfer und seine Freunde mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres auf Eis gelegt. Dass mir das nicht leicht fällt, muss ich sicher nicht extra betonen, schließlich hänge ich sehr an der Geschichte und an den Figuren. Leid tut es mir aber auch für diejenigen, die sich für Heinrich und seine Freunde wirklich ins Zeug gelegt, mich mit Feedback unterstützt und bei Tätigkeiten rund um Inhalt, Titelgebung, Covergestaltung, Verlagsgründung, Promotion etc. mitgeholfen haben.

Ich danke euch allen ganz ganz herzlich!

Weitere Arbeit und womöglich viel Geld zu investieren, ist angesichts der Größenordnung der zu erwartenden Käuferschaft aber wirklich nicht länger vertretbar. Vielleicht wird es ja den gedruckten Heinrich Töpfer eines Tages doch noch geben, wenn ich erst mal zehn Millionen Exemplare von anderen Büchern verkauft habe und mir die Verlage dann auch meine Frühwerke ungesehen aus den Händen reißen.

Und damit leite ich nahtlos über zu meinem neuen Roman, dem ich mich ab jetzt vollständig widmen werde, und der hoffentlich eure Aufmerksamkeit erlangen wird. Es handelt sich um einen Thriller in einem Endzeitszenario, der bisherige Arbeitstitel ist “Zerfall” und die ersten 310 Seiten der Rohfassung sind fertig. Mehr dazu laufend hier an dieser Stelle.

Euer

Schreiberlein

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Rohfassung

Neulich von einer Bekannten auf die Frage angesprochen, wie weit denn meine Kurzgeschichte sei, antwortete ich ihr, die Rohfassung sei soweit fertig, aber ob ich die ganze Überarbeiterei bis zum Einsendeschluss schaffe, wisse ich noch nicht. Daraufhin fragte sie mich, ob ich denn dann wenigstens die Rohfassung zum Wettbewerb einschicken würde. Schaudernd wich ich zurück. Versenden? Eine Rohfassung? Niemals! Sie schaute mich ein wenig unverständlich an, nicht wissend, was denn so schlimm daran sei, eine nicht hundertprozentig feingearbeitete Geschichte zu verschicken. Es ginge doch in erster Linie um die Idee. Dafür hätte ein Verlag, eine Agentur, der Ausrichter eines Wettbewerbs doch bestimmt Verständnis.Tja, das ist leider ein fundamentaler Irrtum. Ein Verlag, eine Agentur oder der Ausrichter eines Wettbewerbs hat weder die Zeit noch die Lust, sich um unfertige Projekte zu kümmern. Auf ihren Internetseiten flehen die Anbieter die Autoren geradezu an, ihre Manuskripte bzw. Leseproben doch bitte erst dann einzuschicken, wenn man wirklich überzeugt sei, einen Text so gut ausgearbeitet zu haben, dass man kein Verbesserungspotenzial mehr sehe. Mit bloßen Ideen oder Rohfassungen anzukommen kann man sich leisten, wenn man als Autor fest im Sattel sitzt und quasi zusammen mit dem Lektor eines Verlages oder seinem Agenten ein Buch von der Idee an entwirft.

Und zweitens: Eine Rohfassung hat nichts mit “nicht hundertprozentig feingearbeitet” zu tun, denn eine Rohfassung ist meilenweit davon entfernt, auch nur halbfertig zu sein. Aber, um ein wenig mehr Licht ins Dunkel zu bringen, wenden wir uns doch mal der Frage zu: Was ist das eigentlich, eine Rohfassung? Continue reading

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Erste Überarbeitung

Zwanzig Tage hat es gedauert, dann war die Rohfassung fertig. Ein tolles Gefühl! Ich meine damit: Wirklich toll! Und dann? Überarbeitung ist angesagt. Und eine solche Überarbeitung kann einen ganz schön auf den Boden zurückholen.

Beim Probelesen laufend Notizen machen hat mich nicht weit gebracht. Schon vor der Hälfte des Textes bin ich auf derart große logische Lücken gestoßen, dass man hätte mit einem Sternenzerstörer durchfliegen können. Schnell war klar: Hier musste in großem Stil umgetextet und neu geschrieben werden. :(
Genau so lief die erste Überarbeitung dann auch ab: Lesen, Notizen machen, Lücken isolieren, umschreiben. Natürlich riss ich dabei wieder neue Lücken in die Handlung. Also wieder: Lesen, Notizen machen, Lücken isolieren, umschreiben und so weiter. Aber insgesamt hatte ich nach der ersten Überarbeitung die wesentlichsten Handlungssträge rund und schlüssig.

Am Ende hat die Überarbeitung länger gedauert, als die Erstellung der Rohfassung, nämlich geschlagene sieben Wochen! Dafür hat sich auch der Umfang des Textes auf 369 Seiten fast verdoppelt.

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Überirdisch

Es ist schwer zu beschreiben, was am 20. März, dem letzten Tag meines Vier-Wochen-Urlaubs, passiert ist. Plötzlich war es vollbracht! Die Rohfassung der Geschichte war fertiggestellt. Nach 20 Tagen! Auf einem Umfang von 204 Normseiten erstreckte sich das erste Abenteuer von Heinrich Töpfer und seinen Freunden. Noch ist es ein weiter Weg, bis das Skript wirklich den Status fertig erreicht, aber es ist ein ganz unglaubliches Gefühl, wenn man den letzten von vielen hundert Absätzen mit einem Punkt beschließt und das letzte Wort unter einen Text schreibt, der einen über Wochen die Außenwelt völlig vergessen ließ.

Ich versuche nicht weiter, es in Worte zu fassen, es kann nur misslingen…

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