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Die Konkurrenz war wieder schneller: Marc Elsbergs “Blackout”

Ich hasse es, wenn das passiert. Und es sieht so aus, als passierte mir das andauernd. Jedesmal, wenn ich ernsthaft an einem Buch arbeite, erscheint eins auf dem Markt, das meinem thematisch ausgesprochen ähnlich ist. So geschehen natürlich auch diesmal. Marc Elsbergs “Blackout” dürfte meinem “Zerfall” ziemlich nahe kommen. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, noch steht es nur auf meinem Wunschzettel, aber nachdem, was man so darüber liest … Eine schöne Rezension zum Konkurrenzwerk gibt es übrigens hier im Leseblog von NieOhneBuch: Rezension zu Marc Elsbergs “Blackout”. Wenn ihr das gelesen habt, wisst ihr auch, worum es in “Zerfall” so gehen sollte.

Und jetzt? Schreibe ich noch weiter, oder fange ich gleich was neues an? Wahrscheinlich bin ich einfach zu langsam. Angefangen habe ich vor drei Jahren, und ich hätt längst fertig sein können.

Tief betrübt

Schreiberlein

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Spontane Meinung gefragt

Darf ich euch, liebe Leser, um einen kleinen Gefallen bitten? Ich brauche dringend eure Hilfe! Überfliegt doch bitte kurz die folgenden drei Seiten Text. Sie sind ein möglicher Einstieg zu meinem Roman “Zerfall” (Arbeitstitel).

Ich meine wirklich nur überfliegen, denn ich möchte keine forensische Analyse des Textes, sondern eure möglichst spontane Meinung! Stellt euch einfach vor, ihr stündet in einer Buchhandlung, würdet ein Buch namens “Zerfall” aus dem Regal nehmen und die ersten drei Seiten lesen. Rührt dieser kurze Anreißer etwas bei euch an? Reizt er dazu, weiterzulesen?

Danke für eure Meinung!

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Danke, Dagmar Schönleber

Ich glaube, ich bin endlich dahinter gekommen, warum mir die Arbeit am Heinrich Töpfer vergleichsweise vergnüglich von der Hand ging, während es bei Zerfall, meinem aktuellen Projekt, immer wieder stockt: Es ist die Abwesenheit von Komik. Nun ist Zerfall natürlich auch ein viel ernsterer Stoff, schließlich geht es um ein endzeitliches Inferno, und wie bei jedem anständigen Inferno wird auch ordentlich gestorben, aber ein Schuss Spaß hat schließlich auch weder dem Terminator noch Independence Day geschadet, oder? Mit zu den größten Fehlern, die man bei einem Thriller machen kann, ist, sich selbst und die Geschichte zu ernst zu nehmen, egal, wie viel Tote es dabei gibt. Schließlich soll ein Buch unterhalten und nicht deprimieren.

Abwesenheit von Komik ist allerdings auch nicht ganz der richtige Ausdruck, denn klar gibt es auch schon jetzt eine Menge Gags und Wortwitz in Zerfall, wer mich kennt, den wird das nicht groß überraschen. Was, glaube ich, fehlt, ist der Touch des Schrägen bei den Figuren, ihr lustvoller Umgang mit der Situation, so ausweglos sie auch zu sein scheint. Ich werde damit mal ein bisschen experimentieren, das dürfte helfen, mich wieder auf Trab zu bringen. Insbesondere meiner Hauptfigur steht ein gewisser Hang zu morbiden Gedankengängen und schwarzem Humor bestimmt ganz gut zu Gesicht.

Dagmar Schönleber

Dieses Licht ist mir übrigens beim Besuch der Lesebühnenshow Rock ‘n’ read im Theater Klüngelpütz am vergangenen Freitag aufgegangen. Es war eine launige Kurzgeschichte von Dagmar Schönleber, die mir, denke ich, nun den richtigen Weg weist. Naja, wobei die Erleuchtung nicht direkt am Freitag kam, als ich die Geschichte hörte, sondern erst heute, während ich darüber nachdenke. Hat ja niemand behauptet, Schriftstellerei habe irgendwas mit Spontanität zu tun. Danke, Dagmar Schönleber!

Ich glaube, ich mach mich dann mal wieder ans Werk.

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Drei Dinge

Drei Dinge werde ich zur Zeit ab und zu von interessierten Lesern gefragt:

1. Wann gibt es mal etwas über, von oder aus deinem neuen Buch “Zerfall” zu lesen?

Antwort: Im Moment stockt der Fortschritt am Manuskript. Ich hoffe, es geht in den nächsten Tagen endlich wieder vorwärts. Sollte mich aber nicht davon abhalten, wenigstens mal ein bisschen über das Projekt zu erzählen, und darüber, worum es bei “Zerfall” überhaupt geht. Ein kleiner Artikel dazu ist in Arbeit (was aufwändiger ist, als es klingt). Bis zu einer Leseprobe wird es aber noch etwas dauern.

2. Wann gibt es den versprochenen “Heinrich Töpfer”?

Antwort: Auch wenn das Projekt Harry-Potter-Parodie vor kurzem eingestellt wurde, steht dennoch meine Zusage, dass jeder der ganz hartgesottenen Fans die Gelegenheit bekommen soll, das Manuskript zu lesen. Und zwar in gedruckter Form! Ich bin derzeit dabei, die Druckvorlagen in eine lesbare Form zu bringen (was aufwändiger ist, als es klingt) und einen Entwurf für einen Umschlag zu machen. Sobald das erledigt ist, wird eine Kleinserie des Manuskripts aufgelegt und die Exemplare gegen Schutzgebühr abgegeben. Eins vorab: Das wird nicht billig. Kleinserien oder Print-on-demand-Produktionen sind bei so umfangreichen Manuskripten ein teurer Spaß. Eine Verbreitung elektronischer Ausgaben (PDF, E-Book etc.) ist nicht vorgesehen.

3. Was ist eigentlich aus dem Sockenpuppenvideo geworden?

Antwort: Geplant als Promotionaktion zu Heinrich Töpfer ist aus dem Dreh letztendlich ein Musikvideo als Fanbeitrag zu einer befreundeten Kölner Band geworden. Allen Freunden etwas härteren Rocks mit deutschen Texten sei bei dieser Gelegenheit ein Ausflug ins Geisterreich empfohlen: http://www.geistreich.org/. Ich schneide an dem Video gerade ein wenig herum und bastele Titel und so weiter (was aufwändiger ist, als es klingt). Ich hoffe, dass es in den nächsten Tagen bei Youtube und natürlich hier auf der Seite zu sehen sein wird.

Bis dahin sage ich erst mal: Habt ein paar schöne und erholsame Feiertage, feiert, was immer ihr feiern wollt, und lasst es euch gut gehen.

Euer Schreiberlein

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