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	<title>Füllwörter Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
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	<description>Der Schreiber</description>
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	<title>Füllwörter Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
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	<item>
		<title>Bla-Bla-Detektor testet Texte auf Bullshit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 21:24:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Füllwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfswörter]]></category>
		<category><![CDATA[kleine Helfer]]></category>
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		<category><![CDATA[Techniken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal bringt das Internet echt witzige Ideen hervor. Wie zum Beispiel den Bla-Bla-Meter, der beliebige Texte auf ihren Anteil unverdaulichen Bullshits untersucht. Die Verwendung ist einfach: www.blablameter.de aufrufen, einen beliebigen Text, der bis zu fünfzehntausend Zeichen lang sein kann (Rest wird abgeschnitten), in das Eingabefeld eintippen oder reinkopieren, abschicken, fertig. Das Ergebnis wird als Dezimalwert [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal bringt das Internet echt witzige Ideen hervor. Wie zum Beispiel den Bla-Bla-Meter, der beliebige Texte auf ihren Anteil unverdaulichen Bullshits untersucht. Die Verwendung ist einfach: <a title="externer Link: Startseite des Bla-Bla-Meters" href="http://www.blablameter.de/index.php" target="_blank" rel="noopener">www.blablameter.de</a> aufrufen, einen beliebigen Text, der bis zu fünfzehntausend Zeichen lang sein kann (Rest wird abgeschnitten), in das Eingabefeld eintippen oder reinkopieren, abschicken, fertig. Das Ergebnis wird als Dezimalwert ausgegeben und mit einem Bewertungskommentar versehen. Nach welchen Algorithmen das dahintersteckende Programm den Text auswertet, bleibt im Dunkeln, die <a title="externer Link: Die FAQs des Bla-Bla-Meters" href="http://www.blablameter.de/fragen_und_antworten.html" target="_blank" rel="noopener">FAQs</a> geben nur ein paar allgemeine Hinweise dazu, aber ich finde die Bewertungen zu den Ergebnissen mitunter sehr treffend.</p>
<p>Testweise habe ich mal ein paar Texte analysiert, die mutmaßlich hohes Bullshit-Potenzial haben. Wo findet man sowas? Klar, auf <a title="externer Link: Startseite der Internetpräsenz der Bundesregierung" href="http://www.bundesregierung.de" target="_blank" rel="noopener">www.bundesregierung.de</a>.</p>
<p><strong>Erster Versuch:</strong> Regierungserklärung von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner zur EHEC-Krise. <strong>Bullshit-Index:</strong> 0,32. <strong>Bewertung:<span id="more-726"></span></strong> &#8222;Ihr Text zeigt schon erste Anzeichen heißer Luft. Für Werbe oder PR-Sprache ist das noch ein guter Wert, bei höheren Ansprüchen sollten Sie vielleicht noch ein wenig daran feilen.&#8220;</p>
<p><strong>Zweiter Versuch:</strong> Regierungserklärung von Ex-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle zum Jahreswirtschaftsbericht 2011. <strong>Bullshit-Index:</strong> 0,34. <strong>Bewertung:</strong> Dieselbe wie oben.</p>
<p>Der wahre Schenkelklopfer war dann aber der <strong>dritte Versuch:</strong> <a title="PDF-Download von der Seite der Bundesregierung: Flyer zum Energiekonzept (847 KB)" href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/__Anlagen/2011/06/2011-06-28-flyer-energiekonzept,property=publicationFile.pdf" target="_blank" rel="noopener">Der Flyer zum Energiewendekonzept der Bundesregierung</a>. <strong>Bullshit-Index:</strong> 0,4. Und dann die <strong>Bewertung:</strong></p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Ihr Text riecht deutlich nach heißer Luft. Sie wollen hier wohl offensichtlich etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken.&#8220;</strong></p></blockquote>
<p>Oh, wie treffend! Schon erstaunlich, wie solche Tools die Wahrheit ans Licht bringen. <em>Har har har!</em></p>
<p>Tja, wer bietet mehr? Laut Bla-Bla-Meter soll es Texte mit Indexwerten bis 1,0 und manchmal sogar darüber geben. Findet jemand einen? Her damit!</p>
<p>Ach ja: Die Kapitel der <a title="Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater – Die wahre Harry-Potter-Parodie" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/die-wahre-harry-potter-parodie/">Leseprobe meiner Harry-Potter-Parodie</a> bringen es auf einen Indexwert von 0,12, die ersten Kapitel meines neuen Projekts &#8222;Zerfall&#8220; auf 0,11. Bewertung: &#8222;Ihr Text zeigt nur geringe Hinweise auf Bullshit-Deutsch&#8220;. Laut den FAQs des Tools liegen gute Werte des Bla-Bla-Meters, den zum Beispiel hochwertige jounalistische Texte erzielen, zwischen 0,1 und 0,3. Na, das ist doch was.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-731" title="Bla-Bla-Meter" src="http://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2011/08/bla-bla-meter1.jpg" alt="Indexwert des Bla-Bla-Meters zu Schreiberleins Romanprojekt &quot;Zerfall&quot;" width="407" height="212" srcset="https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2011/08/bla-bla-meter1.jpg 407w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2011/08/bla-bla-meter1-300x156.jpg 300w" sizes="(max-width: 407px) 100vw, 407px" /></p>
<p>&nbsp; </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Feb 2007 08:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Flickwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Füllwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfswörter]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Umgangssprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Kampf den Füll- und Flickwörtern&#8220;, zu diesem Thema hatte ich Ihnen vor ein paar Monaten ein paar konkrete Beispiele aus meinem Manuskript versprochen, erinnern Sie sich noch? Nicht? Egal. Ich greife das Thema trotzdem nochmal auf. Viel besser, als die Krux bei der Füll- und Flickwörterei anhand ein paar mühsam zusammengeklaubter Textstellen aus meinem Manuskript [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/">Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="interner Link: Kampf den Füll- und Flickwörtern" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/">&#8222;Kampf den Füll- und Flickwörtern&#8220;</a>, zu diesem Thema hatte ich Ihnen vor ein paar Monaten ein paar konkrete Beispiele aus meinem Manuskript versprochen, erinnern Sie sich noch? Nicht? Egal. Ich greife das Thema trotzdem nochmal auf.</p>
<p>Viel besser, als die Krux bei der Füll- und Flickwörterei anhand ein paar mühsam zusammengeklaubter Textstellen aus meinem Manuskript deutlich zu machen, eignet sich allerdings eine Begebenheit aus dem wirklichen Leben, deren Zeuge ich kürzlich wurde. Das folgende Gespräch bekam ich zufällig mit, als ich nach einem abendlichen Einkaufsbummel an der Theke eines Bistros in der Innenstadt saß und einen Kaffee schlürfte. Der Wirt führte es mit einem anderen Gast, der zwei Barhocker weiter beim Bier saß. Ich habe keine Ahnung, woran sich die Diskussion der beiden konkret entzündet hatte. Ich wurde erst hellhörig, als das Wort &#8222;Flickwörterei&#8220; an mein Ohr drang. Doch lesen Sie selbst &#8230;<span id="more-52"></span></p>
<blockquote>
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»&#8230; was passt dir an ›irgendwas‹ nicht?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Das es ein belangloses Flickwort ist. Wörter mit ›irgend‹ sind leere Floskeln. ›Irgendwas‹, ›irgendwie‹, ›irgendwer‹ &#8230; Unkonkreter geht&#8217;s doch kaum noch. Wörter mit ›irgend‹ setzt man nur ein, wenn einem gerade nichts besseres einfällt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Hm, ist irgendwie schon was dran.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»›Schon‹ gehört übrigens auch dazu. Und ›übrigens‹ und besonders ›auch‹ auch. Und ›besonders‹ eigentlich auch. Und ganz besonders ›eigentlich‹.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Was ist an ›eigentlich‹ so besonders?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Eigentlich gar nichts.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Jetzt hast du es selbst gesagt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Was gesagt?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»›Eigentlich‹.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Oh, äh, naja &#8230; aus der normalen Umgangssprache ist es ja auch eigentlich nur schwer herauszubekommen. Es geht mehr um Beschreibungen und um die geschriebene Sprache, weißt du? Diese ganzen Hilfs- und Füllwörter sind häufig Krücken, die eingesetzt werden, um Aussagen zu verstärken, abzuschwächen, über etwas zu spekulieren, es aufzublasen, künstlich zu verlängern, oder auch, um eigene Unsicherheiten beim Gesagten zu kaschieren oder weil einem der speziellere Ausdruck fehlt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Sag mal ein Beispiel.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Was würdest du zum Beispiel denken, wenn du in der Zeitung folgende Aussage eines Sprechers des Gesundheitsministeriums liest: ›Wir gehen ja eigentlich davon aus, dass die Gesundheitsreform die Kassenbeiträge natürlich schon irgendwie senken wird.‹«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ich würde denken, dass das eine ziemliche Herumeierei ist.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. ›Eigentlich‹ ist ein Wort, dass eher eine schale Behauptung als eine echte Aussage begleitet. Und es unterstreicht, dass dem Sprecher das Behauptete alles andere als klar ist. ›Natürlich‹ oder ›selbstverständlich‹ kann man sich schenken, wenn es tatsächlich selbstverständlich ist. ›Irgendwie‹ besagt, dass der Sprecher entweder nicht weiß, was er sagen will, oder zu faul war, es sich zu überlegen. ›Ja‹ soll eine Art von Familiarität des Gesagten erzeugen und es beiläufig und selbsterklärend klingen lassen, in der Art von ›hab ich ja gleich gesagt‹, wirkt aber eher windig. Und ›schon‹ ist völlig überflüssig, so lange die Aussage, wie bei diesem Beispiel, auch ohne das ›Schon‹ klar ist.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Klingt einleuchtend. Ohne das ganze Beiwerk bliebe demnach übrig: ›Wir gehen davon aus, dass die Gesundheitsreform die Kassenbeiträge senken wird.‹«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. Ist zwar aus dem Munde eines Politikers immer noch genauso windig, aber wenigstens ohne unnützen sprachlichen Ballast.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Wenn ich das richtig verstehe, ersetzt man den Müll also entweder durch speziellere Ausdrücke oder lässt ihn gleich ganz weg, ja?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. Es sei denn, es handelt sich um ein umgangssprachliches Gespräch.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Wieso das?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Weil es da der Natürlichkeit der Sprache dient. Wie würde das denn klingen, wenn zwei Typen wie wir plötzlich nur noch in druckreifen Sätzen sprechen würden, ohne dauernd ›jetzt‹, ›mal‹, ›man‹, ›noch‹, ›fast‹ oder ›auch‹ zu sagen?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Irgendwie unnatürlich.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Eben. Noch was zu trinken?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ich glaube, ich könnte eigentlich schon noch ein Bier vertragen.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Und jetzt versuch mal, diesen Satz ohne den ganzen Beimüll zu sagen.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Welchen Satz?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Deine Bestellung. Ich habe gefragt: ›Noch was zu trinken?‹ Und du sagst &#8230;«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Und ich sage: ›ich glaube‹ &#8230; ›eigentlich‹ &#8230; ›schon noch‹ &#8230; Hm, ein Bier, bitte!«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Siehst du, zwar kürzer, aber weniger natürlich und weniger unterhaltsam.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ein Teufelskreis.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Du sagst es. Und was bleibt am Ende? Was ich natürlich irgendwie schon immer gesagt habe: Wenn man will, kann man eine Häufung von Füllwörtern fast immer vermeiden.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Eigentlich schon.«</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/">Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kampf den Füll- und Flickwörtern</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/</link>
					<comments>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2006 19:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Dialoge]]></category>
		<category><![CDATA[Flickwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Füllwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Töpfer]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfswörter]]></category>
		<category><![CDATA[kürzen]]></category>
		<category><![CDATA[Quellen]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Techniken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein bisschen Kultur hat noch keinem geschadet Getreu dieses Mottos besuchte ich Mittwoch Abend mit Freunden eine recht inspirierende literarische Veranstaltung in der Kulturkirche in Köln-Nippes. Frank Schätzing, in erster Linie bekannt geworden durch den Thriller &#8222;Der Schwarm&#8220;, stellte das Hörspiel zu seinem Mittelalterkrimi &#8222;Tod und Teufel&#8220; vor. Während Frank Schätzing über die Tücken bei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/">Kampf den Füll- und Flickwörtern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ein bisschen Kultur hat noch keinem geschadet</p></blockquote>
<p>Getreu dieses Mottos besuchte ich Mittwoch Abend mit Freunden eine recht inspirierende literarische Veranstaltung in der <a title="Kulturkirche Köln-Nippes" href="http://www.kulturkirche-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener">Kulturkirche in Köln-Nippes</a>. <a title="Homepage von Frank Schätzig (zur Zeit im Umbau)" href="http://www.frank-schaetzing.com/main.html" target="_blank" rel="noopener">Frank Schätzing</a>, in erster Linie bekannt geworden durch den Thriller &#8222;Der Schwarm&#8220;, stellte das Hörspiel zu seinem Mittelalterkrimi &#8222;Tod und Teufel&#8220; vor. Während Frank Schätzing über die Tücken bei der Herstellung eines Hörspiels sprach, kam er auf ein Dilemma zu sprechen, dem man unweigerlich bei der Vertonung solch umfangreicher Texte, wie es &#8222;Tod und Teufel&#8220; nun einmal ist, gegenüber steht: Wie bringt man den Text auf einer überschaubaren Menge Tonträger unter? Jeder, der schon mal einen längeren Text laut vorgelesen hat, sei es zu Hause am Bett der Kinder oder auch bei der Produktion eines Podcasts, wird die Erfahrung bereits gemacht haben: Es dauert erheblich länger, eine Buchseite vorzutragen, als sie nur für sich im Stillen zu lesen. Folglich nehmen Hörbuchproduktionen schnell biblische Ausmaße an: &#8222;Harry Potter und der Stein der Weisen&#8220;: 9 CDs; &#8222;Der Schwarm&#8220;: 10 CDs; &#8222;Der Herr der Ringe &#8211; Die Gefährten&#8220;: 16 CDs; &#8222;Harry Potter und der Orden des Phönix&#8220;: 26 CDs. So hoch diese Zahlen auch klingen, sie wären weit höher, würde mit den Texten nicht etwas getan, wovor es den Autor graust und was Frank Schätzing bei seiner Hörspielvorstellung &#8222;das böse K-Wort&#8220; nannte: Kürzen!</p>
<p>Schätzing machte in dem Zusammenhang eine interessante Rechnung auf: Wenn man sämtliche Inquit-Formeln wegkürzt (Inquit-Fromeln = sog. Redezusätze, also solche Dinge wie &#8222;er sagte&#8220;, &#8222;sie sagte&#8220;, &#8222;antwortete er&#8220;, &#8222;rief sie&#8220; usw.), kommt man bei einem 500-Seiten-Manuskript schnell auf eine Ersparnis von zwölf Seiten. Klingt wenig, läppert sich aber zusammen. Nun ist es bei einem Buchmanuskript etwas problematisch, einfach auf die Inquit-Formeln zu verzichten. Spätesten bei längeren Dialogen oder Dialogen mit mehr als zwei Beteiligten verlöre man als Leser sehr schnell den Überblick, wenn man nicht ab und zu erinnert wird, wer was zu wem sagt; zumal viele dieser Formeln beim geschriebenen Wort dazu dienen, zu schildern <em>wie </em>etwas gesagt wird: resigniert, schrill, hysterisch, leise, heiser, provokant, ruhig, nervös, gehaucht, lasziv, barsch, schroff usw.</p>
<p>Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja: Kürzen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><span id="more-48"></span><br />
Also: Anders als bei Hörspielproduktionen sind die Inquit-Formeln bei Buchmanuskripten natürlich unverzichtbar, aber es gibt andere Löschkandidaten, nach denen es zu fahnden lohnt. Gemeint sind Hilfs-, Füll- und Flickwörter. Ein Beispiel? Gerne: sehr, natürlich, offenbar, wohl, irgendwo, etwas, ja, doch, eigentlich, fast, hier, jetzt, wieder, vielleicht &#8230; Die Liste der Kandidaten ist lang. In meiner persönlichen Füllwörterliste tummeln sich etwa 50 Begriffe; Abwandlungen nicht mitgezählt. Was ist einzuwenden, gegen diese Wörter, für die es so klangvolle Namen gibt wie Adverb, Konjunktion oder Pronomen? Im Prinzip gar nichts. Es kommt immer darauf an, in welchem Kontext sie verwendet werden. Und in einer Erzählung gibt es manch eine Stelle, an der sie schlicht gar nichts verloren haben.</p>
<p>Die Häufigkeit dieser Wörter ist erstaunlich. In der Hitliste der zwanzig verbreitetsten Hilfs- und Füllwörter im Manuskript zu &#8222;Heinrich Töpfer &#8211; Bitte nicht rütteln&#8220; , bin ich auf die erstaunliche Anzahl von 6733 gekommen (dank IT-Unterstützung kann man so etwas recht fix feststellen). Nach der Durchforstung waren es noch 4575. Das ist eine Verringerung um fast 2200 Wörter bzw. knapp ein Drittel und entspricht einem Volumen von etwa neun Seiten.</p>
<p>Aber vorsicht: Nicht über das Ziel hinausschießen. Daran, dass bei meinen zwanzig &#8222;beliebtesten&#8220; Kanidaten 4575 Ausprägungen übrig geblieben sind, kann man ermessen, dass es natürlich verfehlt wäre, die vermeintlich bösen Wörter einfach zu streichen. Viele Dialogsätze klängen völlig unnatürlich, ohne die vielen Füll- und Hilfswörter, mit denen wir auch im täglichen Leben um uns werfen. Ebenso verhält es sich, wenn man jemandem etwas erzählt, so wie ich hier gerade in diesem Blog, in dem es von Hilfs-, Füll- und Flickwörtern nur so wimmelt. Es kommt halt immer auf den Einzelfall an, und was in der Stimme des Erzählers Fehl am Platz sein kann, hat in einem Dialog möglicherweise durchaus seine Berechtigung.</p>
<p>In einem der nächsten Beiträge werde ich mal ein paar konkrete Beispiele aus meinem eigenen Manuskript vorstellen, sonst heißt es wieder &#8222;Der Kramer, der spinnt wieder total rum mit seiner Korinthenkackerei&#8220;.</p>
<p>Ach, übrigens: Bereits Goethe benutzte eine solche Liste, die man sich unter <a title="Goethes Liste verbotener Redewendungen in literarischen Manuskripten" href="http://www.autoren-magazin.de/goethes-verbote.phtml" target="_blank" rel="noopener">http://www.autoren-magazin.de/goethes-verbote.phtml</a> ansehen kann. Leider habe ich die erst entdeckt, nachdem ich meine eigene fertig hatte. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/">Kampf den Füll- und Flickwörtern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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