<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Grammatik Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
	<atom:link href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/tag/grammatik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/tag/grammatik/</link>
	<description>Der Schreiber</description>
	<lastBuildDate>Mon, 22 Jul 2024 05:55:07 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.6.2</generator>

<image>
	<url>https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2024/06/cropped-header50-scaled-1-32x32.jpg</url>
	<title>Grammatik Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
	<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/tag/grammatik/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Bla-Bla-Detektor testet Texte auf Bullshit</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2011/08/14/bla-bla-detektor-testet-texte-auf-bullshit/</link>
					<comments>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2011/08/14/bla-bla-detektor-testet-texte-auf-bullshit/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 21:24:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Füllwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfswörter]]></category>
		<category><![CDATA[kleine Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Techniken]]></category>
		<category><![CDATA[Umgangssprache]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.dastapfereschreiberlein.de/?p=726</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manchmal bringt das Internet echt witzige Ideen hervor. Wie zum Beispiel den Bla-Bla-Meter, der beliebige Texte auf ihren Anteil unverdaulichen Bullshits untersucht. Die Verwendung ist einfach: www.blablameter.de aufrufen, einen beliebigen Text, der bis zu fünfzehntausend Zeichen lang sein kann (Rest wird abgeschnitten), in das Eingabefeld eintippen oder reinkopieren, abschicken, fertig. Das Ergebnis wird als Dezimalwert [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2011/08/14/bla-bla-detektor-testet-texte-auf-bullshit/">Bla-Bla-Detektor testet Texte auf Bullshit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal bringt das Internet echt witzige Ideen hervor. Wie zum Beispiel den Bla-Bla-Meter, der beliebige Texte auf ihren Anteil unverdaulichen Bullshits untersucht. Die Verwendung ist einfach: <a title="externer Link: Startseite des Bla-Bla-Meters" href="http://www.blablameter.de/index.php" target="_blank" rel="noopener">www.blablameter.de</a> aufrufen, einen beliebigen Text, der bis zu fünfzehntausend Zeichen lang sein kann (Rest wird abgeschnitten), in das Eingabefeld eintippen oder reinkopieren, abschicken, fertig. Das Ergebnis wird als Dezimalwert ausgegeben und mit einem Bewertungskommentar versehen. Nach welchen Algorithmen das dahintersteckende Programm den Text auswertet, bleibt im Dunkeln, die <a title="externer Link: Die FAQs des Bla-Bla-Meters" href="http://www.blablameter.de/fragen_und_antworten.html" target="_blank" rel="noopener">FAQs</a> geben nur ein paar allgemeine Hinweise dazu, aber ich finde die Bewertungen zu den Ergebnissen mitunter sehr treffend.</p>
<p>Testweise habe ich mal ein paar Texte analysiert, die mutmaßlich hohes Bullshit-Potenzial haben. Wo findet man sowas? Klar, auf <a title="externer Link: Startseite der Internetpräsenz der Bundesregierung" href="http://www.bundesregierung.de" target="_blank" rel="noopener">www.bundesregierung.de</a>.</p>
<p><strong>Erster Versuch:</strong> Regierungserklärung von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner zur EHEC-Krise. <strong>Bullshit-Index:</strong> 0,32. <strong>Bewertung:<span id="more-726"></span></strong> &#8222;Ihr Text zeigt schon erste Anzeichen heißer Luft. Für Werbe oder PR-Sprache ist das noch ein guter Wert, bei höheren Ansprüchen sollten Sie vielleicht noch ein wenig daran feilen.&#8220;</p>
<p><strong>Zweiter Versuch:</strong> Regierungserklärung von Ex-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle zum Jahreswirtschaftsbericht 2011. <strong>Bullshit-Index:</strong> 0,34. <strong>Bewertung:</strong> Dieselbe wie oben.</p>
<p>Der wahre Schenkelklopfer war dann aber der <strong>dritte Versuch:</strong> <a title="PDF-Download von der Seite der Bundesregierung: Flyer zum Energiekonzept (847 KB)" href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/__Anlagen/2011/06/2011-06-28-flyer-energiekonzept,property=publicationFile.pdf" target="_blank" rel="noopener">Der Flyer zum Energiewendekonzept der Bundesregierung</a>. <strong>Bullshit-Index:</strong> 0,4. Und dann die <strong>Bewertung:</strong></p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Ihr Text riecht deutlich nach heißer Luft. Sie wollen hier wohl offensichtlich etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken.&#8220;</strong></p></blockquote>
<p>Oh, wie treffend! Schon erstaunlich, wie solche Tools die Wahrheit ans Licht bringen. <em>Har har har!</em></p>
<p>Tja, wer bietet mehr? Laut Bla-Bla-Meter soll es Texte mit Indexwerten bis 1,0 und manchmal sogar darüber geben. Findet jemand einen? Her damit!</p>
<p>Ach ja: Die Kapitel der <a title="Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater – Die wahre Harry-Potter-Parodie" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/die-wahre-harry-potter-parodie/">Leseprobe meiner Harry-Potter-Parodie</a> bringen es auf einen Indexwert von 0,12, die ersten Kapitel meines neuen Projekts &#8222;Zerfall&#8220; auf 0,11. Bewertung: &#8222;Ihr Text zeigt nur geringe Hinweise auf Bullshit-Deutsch&#8220;. Laut den FAQs des Tools liegen gute Werte des Bla-Bla-Meters, den zum Beispiel hochwertige jounalistische Texte erzielen, zwischen 0,1 und 0,3. Na, das ist doch was.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-731" title="Bla-Bla-Meter" src="http://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2011/08/bla-bla-meter1.jpg" alt="Indexwert des Bla-Bla-Meters zu Schreiberleins Romanprojekt &quot;Zerfall&quot;" width="407" height="212" srcset="https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2011/08/bla-bla-meter1.jpg 407w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2011/08/bla-bla-meter1-300x156.jpg 300w" sizes="(max-width: 407px) 100vw, 407px" /></p>
<p>&nbsp; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2011/08/14/bla-bla-detektor-testet-texte-auf-bullshit/">Bla-Bla-Detektor testet Texte auf Bullshit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2011/08/14/bla-bla-detektor-testet-texte-auf-bullshit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Duden-Korrektor</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/12/19/duden-korrektor/</link>
					<comments>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/12/19/duden-korrektor/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2006 20:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Software- und Literaturtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Autorentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Duden]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Textverarbeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.heinrich-toepfer.de/2006/12/19/duden-korrektor/</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Rubrik &#8222;Literatur- und Softwaretipps&#8220; werde ich künftig einige Softwareprodukte und Bücher vorstellen, die ich bei der schriftstellerischen Arbeit kennengelernt habe. Den Anfang macht der Duden-Korrektor, über den ich heute zunächst einmal eine Kurzvorstellung bringen möchte. Später folgen vielleicht einmal ein paar ausführlichere Beschreibungen zu speziellen Einzelheiten der Software. Der Duden-Korrektor ist eine Rechtschreib- [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/12/19/duden-korrektor/">Duden-Korrektor</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Rubrik &#8222;Literatur- und Softwaretipps&#8220; werde ich künftig einige Softwareprodukte und Bücher vorstellen, die ich bei der schriftstellerischen Arbeit kennengelernt habe. Den Anfang macht der Duden-Korrektor, über den ich heute zunächst einmal eine Kurzvorstellung bringen möchte. Später folgen vielleicht einmal ein paar ausführlichere Beschreibungen zu speziellen Einzelheiten der Software.</p>
<p>Der Duden-Korrektor ist eine Rechtschreib- und Grammatiksoftware der <a href="http://www.duden.de/" title="Homepage der Duden-Redaktion" target="_blank" rel="noopener">Duden-Redaktion</a>. Gekauft und getestet habe ich den <a href="http://www.duden.de/produkte/detail.php?nid=2&amp;isbn=3-411-06558-3" title="Duden-Korrektor im Duden-Onlineshop" target="_blank" rel="noopener">Duden-Korrektor Plus</a> in der Version 3.51. Es gibt ihn für die Office-Pakete von Microsoft und OpenOffice. Das Paket für Microsoft-Office bringt zusätzlich die elektronischen Versionen der Dudenwerke »Das Fremdwörterbuch«, »Richtiges und gutes Deutsch« und »Das Synonymwörterbuch« mit und rechtfertig darüber eigentlich schon den Preis von 49,95 €. Der Duden-Korrektor ist kein &#8222;eigenständiges&#8220; Programm, sondern wird als Erweiterung bzw. Plugin in die vorhandene Textverarbeitung eingebaut, die er lediglich ergänzt und erweitert. Benutzt wird das Programm dann wie gewohnt über die Rechtschreibfunktionen der Textverarbeitung. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und setzen bereits einiges an Wissen über Grammatik und Rechtschreibung voraus. Die Hilfefunktion bietet dabei recht gute Unterstützung.</p>
<p>Das Programm beschränkt sich nicht nur auf die Prüfung der korrekten Schreibweise von Wörtern, sondern bietet auch die umfassende Prüfung von Grammatik und Interpunktion. Die Ergebnisse, die es liefert, sind weitaus besser, als die der Standardrechtschreibfunktionen, jedoch in vielen Fällen auch mit Vorsicht zu genießen. Wie jede Software besitzt das Programm weder Intelligenz, noch eigene Logik. Es folgt stur den starren Regeln, die ihm von Menschenhand einprogrammiert wurden. Dementsprechend anfällig ist es für Irrtümer und Fehlinterpretationen, insbesondere, wenn es sich, wie in meinem Fall, nicht nur mit standardsprachlichen Wörtern und Wendungen, sondern auch mit recht eigenwilligen Eigenkreationen an Namen und Begriffen herumschlagen muss.</p>
<p>Insgesamt ist der Duden-Korrektor eine sinnvolle Ergänzung der vorhandenen Rechtschreibfunktionen von Word bzw. Writer. Setzt man ihn mit Bedacht ein und hinterfragt kritisch die Ergebnisse, kann man damit zufrieden sein. Das Programm ersetzt jedoch keinesfalls eigene Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse, es setzt sie vielmehr voraus. Verlässt man sich blind auf die Vorschläge der Software, sieht der Text nach der Vollprüfung unter Umständen schlimmer aus als vorher. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/12/19/duden-korrektor/">Duden-Korrektor</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/12/19/duden-korrektor/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kampf den Füll- und Flickwörtern</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/</link>
					<comments>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2006 19:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Dialoge]]></category>
		<category><![CDATA[Flickwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Füllwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Töpfer]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfswörter]]></category>
		<category><![CDATA[kürzen]]></category>
		<category><![CDATA[Quellen]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Techniken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.heinrich-toepfer.de/2006/09/22/kampf-den-full-und-flickwortern/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein bisschen Kultur hat noch keinem geschadet Getreu dieses Mottos besuchte ich Mittwoch Abend mit Freunden eine recht inspirierende literarische Veranstaltung in der Kulturkirche in Köln-Nippes. Frank Schätzing, in erster Linie bekannt geworden durch den Thriller &#8222;Der Schwarm&#8220;, stellte das Hörspiel zu seinem Mittelalterkrimi &#8222;Tod und Teufel&#8220; vor. Während Frank Schätzing über die Tücken bei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/">Kampf den Füll- und Flickwörtern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ein bisschen Kultur hat noch keinem geschadet</p></blockquote>
<p>Getreu dieses Mottos besuchte ich Mittwoch Abend mit Freunden eine recht inspirierende literarische Veranstaltung in der <a title="Kulturkirche Köln-Nippes" href="http://www.kulturkirche-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener">Kulturkirche in Köln-Nippes</a>. <a title="Homepage von Frank Schätzig (zur Zeit im Umbau)" href="http://www.frank-schaetzing.com/main.html" target="_blank" rel="noopener">Frank Schätzing</a>, in erster Linie bekannt geworden durch den Thriller &#8222;Der Schwarm&#8220;, stellte das Hörspiel zu seinem Mittelalterkrimi &#8222;Tod und Teufel&#8220; vor. Während Frank Schätzing über die Tücken bei der Herstellung eines Hörspiels sprach, kam er auf ein Dilemma zu sprechen, dem man unweigerlich bei der Vertonung solch umfangreicher Texte, wie es &#8222;Tod und Teufel&#8220; nun einmal ist, gegenüber steht: Wie bringt man den Text auf einer überschaubaren Menge Tonträger unter? Jeder, der schon mal einen längeren Text laut vorgelesen hat, sei es zu Hause am Bett der Kinder oder auch bei der Produktion eines Podcasts, wird die Erfahrung bereits gemacht haben: Es dauert erheblich länger, eine Buchseite vorzutragen, als sie nur für sich im Stillen zu lesen. Folglich nehmen Hörbuchproduktionen schnell biblische Ausmaße an: &#8222;Harry Potter und der Stein der Weisen&#8220;: 9 CDs; &#8222;Der Schwarm&#8220;: 10 CDs; &#8222;Der Herr der Ringe &#8211; Die Gefährten&#8220;: 16 CDs; &#8222;Harry Potter und der Orden des Phönix&#8220;: 26 CDs. So hoch diese Zahlen auch klingen, sie wären weit höher, würde mit den Texten nicht etwas getan, wovor es den Autor graust und was Frank Schätzing bei seiner Hörspielvorstellung &#8222;das böse K-Wort&#8220; nannte: Kürzen!</p>
<p>Schätzing machte in dem Zusammenhang eine interessante Rechnung auf: Wenn man sämtliche Inquit-Formeln wegkürzt (Inquit-Fromeln = sog. Redezusätze, also solche Dinge wie &#8222;er sagte&#8220;, &#8222;sie sagte&#8220;, &#8222;antwortete er&#8220;, &#8222;rief sie&#8220; usw.), kommt man bei einem 500-Seiten-Manuskript schnell auf eine Ersparnis von zwölf Seiten. Klingt wenig, läppert sich aber zusammen. Nun ist es bei einem Buchmanuskript etwas problematisch, einfach auf die Inquit-Formeln zu verzichten. Spätesten bei längeren Dialogen oder Dialogen mit mehr als zwei Beteiligten verlöre man als Leser sehr schnell den Überblick, wenn man nicht ab und zu erinnert wird, wer was zu wem sagt; zumal viele dieser Formeln beim geschriebenen Wort dazu dienen, zu schildern <em>wie </em>etwas gesagt wird: resigniert, schrill, hysterisch, leise, heiser, provokant, ruhig, nervös, gehaucht, lasziv, barsch, schroff usw.</p>
<p>Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja: Kürzen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><span id="more-48"></span><br />
Also: Anders als bei Hörspielproduktionen sind die Inquit-Formeln bei Buchmanuskripten natürlich unverzichtbar, aber es gibt andere Löschkandidaten, nach denen es zu fahnden lohnt. Gemeint sind Hilfs-, Füll- und Flickwörter. Ein Beispiel? Gerne: sehr, natürlich, offenbar, wohl, irgendwo, etwas, ja, doch, eigentlich, fast, hier, jetzt, wieder, vielleicht &#8230; Die Liste der Kandidaten ist lang. In meiner persönlichen Füllwörterliste tummeln sich etwa 50 Begriffe; Abwandlungen nicht mitgezählt. Was ist einzuwenden, gegen diese Wörter, für die es so klangvolle Namen gibt wie Adverb, Konjunktion oder Pronomen? Im Prinzip gar nichts. Es kommt immer darauf an, in welchem Kontext sie verwendet werden. Und in einer Erzählung gibt es manch eine Stelle, an der sie schlicht gar nichts verloren haben.</p>
<p>Die Häufigkeit dieser Wörter ist erstaunlich. In der Hitliste der zwanzig verbreitetsten Hilfs- und Füllwörter im Manuskript zu &#8222;Heinrich Töpfer &#8211; Bitte nicht rütteln&#8220; , bin ich auf die erstaunliche Anzahl von 6733 gekommen (dank IT-Unterstützung kann man so etwas recht fix feststellen). Nach der Durchforstung waren es noch 4575. Das ist eine Verringerung um fast 2200 Wörter bzw. knapp ein Drittel und entspricht einem Volumen von etwa neun Seiten.</p>
<p>Aber vorsicht: Nicht über das Ziel hinausschießen. Daran, dass bei meinen zwanzig &#8222;beliebtesten&#8220; Kanidaten 4575 Ausprägungen übrig geblieben sind, kann man ermessen, dass es natürlich verfehlt wäre, die vermeintlich bösen Wörter einfach zu streichen. Viele Dialogsätze klängen völlig unnatürlich, ohne die vielen Füll- und Hilfswörter, mit denen wir auch im täglichen Leben um uns werfen. Ebenso verhält es sich, wenn man jemandem etwas erzählt, so wie ich hier gerade in diesem Blog, in dem es von Hilfs-, Füll- und Flickwörtern nur so wimmelt. Es kommt halt immer auf den Einzelfall an, und was in der Stimme des Erzählers Fehl am Platz sein kann, hat in einem Dialog möglicherweise durchaus seine Berechtigung.</p>
<p>In einem der nächsten Beiträge werde ich mal ein paar konkrete Beispiele aus meinem eigenen Manuskript vorstellen, sonst heißt es wieder &#8222;Der Kramer, der spinnt wieder total rum mit seiner Korinthenkackerei&#8220;.</p>
<p>Ach, übrigens: Bereits Goethe benutzte eine solche Liste, die man sich unter <a title="Goethes Liste verbotener Redewendungen in literarischen Manuskripten" href="http://www.autoren-magazin.de/goethes-verbote.phtml" target="_blank" rel="noopener">http://www.autoren-magazin.de/goethes-verbote.phtml</a> ansehen kann. Leider habe ich die erst entdeckt, nachdem ich meine eigene fertig hatte. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/">Kampf den Füll- und Flickwörtern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
