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	<title>Interview Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
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	<description>Der Schreiber</description>
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	<title>Interview Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
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	<item>
		<title>Eastereggs (3) und ein Ausblick</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/07/02/eastereggs-3-und-ein-ausblick/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jul 2007 23:06:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Eastereggs]]></category>
		<category><![CDATA[Geduld]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Probekapitel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es hat ein wenig länger gedauert, das dritte Osterei auszubrüten, nachdem zunächst die neuerliche Erwähnung des Töpfer-Blogs bei T-Online meine Aufmerksamkeit erforderte und ich mich anschließend an eine Überarbeitung meiner Probekapitel (werden in den nächsten Tagen veröffentlicht) begeben habe, aber nun ist es endlich online. Das dritte Ei hat außerdem noch ein Anhängsel bekommen: Rum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/07/02/eastereggs-3-und-ein-ausblick/">Eastereggs (3) und ein Ausblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat ein wenig länger gedauert, das dritte Osterei auszubrüten, nachdem zunächst die neuerliche Erwähnung des Töpfer-Blogs bei T-Online <a title="interner Link: Heinrich Töpfer bei T-Online" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/06/20/and-again-heinrich-toepfer-bei-t-online/">meine Aufmerksamkeit erforderte</a> und ich mich anschließend an eine Überarbeitung meiner Probekapitel (werden in den nächsten Tagen veröffentlicht) begeben habe, aber nun ist es endlich online. Das dritte Ei hat außerdem noch ein Anhängsel bekommen: Rum hatte es ja <a title="Interner Link: Vorstellung von Rum Kiesnie" href="http://www.heinrich-toepfer.de/die-wahre-parodie/rum-kiesnie/">schon vermutet</a>, dass es Lärmine möglicherweise gelungen ist, mir einige Informationen zum derzeitigen Stand der Dinge und zum Ausblick auf den weiteren Fortgang der Arbeiten zu entlocken. Tja, er hatte recht. Einen Link auf das Gespräch könnt ihr am Schluss des dritten Eastereggs finden.</p>
<p>Tschüss bis die Tage</p>
<h2><em>Dave</em></h2>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/07/02/eastereggs-3-und-ein-ausblick/">Eastereggs (3) und ein Ausblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Feb 2007 08:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Flickwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Füllwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfswörter]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Umgangssprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Kampf den Füll- und Flickwörtern&#8220;, zu diesem Thema hatte ich Ihnen vor ein paar Monaten ein paar konkrete Beispiele aus meinem Manuskript versprochen, erinnern Sie sich noch? Nicht? Egal. Ich greife das Thema trotzdem nochmal auf. Viel besser, als die Krux bei der Füll- und Flickwörterei anhand ein paar mühsam zusammengeklaubter Textstellen aus meinem Manuskript [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/">Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="interner Link: Kampf den Füll- und Flickwörtern" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/">&#8222;Kampf den Füll- und Flickwörtern&#8220;</a>, zu diesem Thema hatte ich Ihnen vor ein paar Monaten ein paar konkrete Beispiele aus meinem Manuskript versprochen, erinnern Sie sich noch? Nicht? Egal. Ich greife das Thema trotzdem nochmal auf.</p>
<p>Viel besser, als die Krux bei der Füll- und Flickwörterei anhand ein paar mühsam zusammengeklaubter Textstellen aus meinem Manuskript deutlich zu machen, eignet sich allerdings eine Begebenheit aus dem wirklichen Leben, deren Zeuge ich kürzlich wurde. Das folgende Gespräch bekam ich zufällig mit, als ich nach einem abendlichen Einkaufsbummel an der Theke eines Bistros in der Innenstadt saß und einen Kaffee schlürfte. Der Wirt führte es mit einem anderen Gast, der zwei Barhocker weiter beim Bier saß. Ich habe keine Ahnung, woran sich die Diskussion der beiden konkret entzündet hatte. Ich wurde erst hellhörig, als das Wort &#8222;Flickwörterei&#8220; an mein Ohr drang. Doch lesen Sie selbst &#8230;<span id="more-52"></span></p>
<blockquote>
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»&#8230; was passt dir an ›irgendwas‹ nicht?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Das es ein belangloses Flickwort ist. Wörter mit ›irgend‹ sind leere Floskeln. ›Irgendwas‹, ›irgendwie‹, ›irgendwer‹ &#8230; Unkonkreter geht&#8217;s doch kaum noch. Wörter mit ›irgend‹ setzt man nur ein, wenn einem gerade nichts besseres einfällt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Hm, ist irgendwie schon was dran.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»›Schon‹ gehört übrigens auch dazu. Und ›übrigens‹ und besonders ›auch‹ auch. Und ›besonders‹ eigentlich auch. Und ganz besonders ›eigentlich‹.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Was ist an ›eigentlich‹ so besonders?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Eigentlich gar nichts.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Jetzt hast du es selbst gesagt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Was gesagt?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»›Eigentlich‹.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Oh, äh, naja &#8230; aus der normalen Umgangssprache ist es ja auch eigentlich nur schwer herauszubekommen. Es geht mehr um Beschreibungen und um die geschriebene Sprache, weißt du? Diese ganzen Hilfs- und Füllwörter sind häufig Krücken, die eingesetzt werden, um Aussagen zu verstärken, abzuschwächen, über etwas zu spekulieren, es aufzublasen, künstlich zu verlängern, oder auch, um eigene Unsicherheiten beim Gesagten zu kaschieren oder weil einem der speziellere Ausdruck fehlt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Sag mal ein Beispiel.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Was würdest du zum Beispiel denken, wenn du in der Zeitung folgende Aussage eines Sprechers des Gesundheitsministeriums liest: ›Wir gehen ja eigentlich davon aus, dass die Gesundheitsreform die Kassenbeiträge natürlich schon irgendwie senken wird.‹«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ich würde denken, dass das eine ziemliche Herumeierei ist.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. ›Eigentlich‹ ist ein Wort, dass eher eine schale Behauptung als eine echte Aussage begleitet. Und es unterstreicht, dass dem Sprecher das Behauptete alles andere als klar ist. ›Natürlich‹ oder ›selbstverständlich‹ kann man sich schenken, wenn es tatsächlich selbstverständlich ist. ›Irgendwie‹ besagt, dass der Sprecher entweder nicht weiß, was er sagen will, oder zu faul war, es sich zu überlegen. ›Ja‹ soll eine Art von Familiarität des Gesagten erzeugen und es beiläufig und selbsterklärend klingen lassen, in der Art von ›hab ich ja gleich gesagt‹, wirkt aber eher windig. Und ›schon‹ ist völlig überflüssig, so lange die Aussage, wie bei diesem Beispiel, auch ohne das ›Schon‹ klar ist.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Klingt einleuchtend. Ohne das ganze Beiwerk bliebe demnach übrig: ›Wir gehen davon aus, dass die Gesundheitsreform die Kassenbeiträge senken wird.‹«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. Ist zwar aus dem Munde eines Politikers immer noch genauso windig, aber wenigstens ohne unnützen sprachlichen Ballast.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Wenn ich das richtig verstehe, ersetzt man den Müll also entweder durch speziellere Ausdrücke oder lässt ihn gleich ganz weg, ja?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. Es sei denn, es handelt sich um ein umgangssprachliches Gespräch.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Wieso das?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Weil es da der Natürlichkeit der Sprache dient. Wie würde das denn klingen, wenn zwei Typen wie wir plötzlich nur noch in druckreifen Sätzen sprechen würden, ohne dauernd ›jetzt‹, ›mal‹, ›man‹, ›noch‹, ›fast‹ oder ›auch‹ zu sagen?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Irgendwie unnatürlich.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Eben. Noch was zu trinken?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ich glaube, ich könnte eigentlich schon noch ein Bier vertragen.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Und jetzt versuch mal, diesen Satz ohne den ganzen Beimüll zu sagen.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Welchen Satz?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Deine Bestellung. Ich habe gefragt: ›Noch was zu trinken?‹ Und du sagst &#8230;«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Und ich sage: ›ich glaube‹ &#8230; ›eigentlich‹ &#8230; ›schon noch‹ &#8230; Hm, ein Bier, bitte!«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Siehst du, zwar kürzer, aber weniger natürlich und weniger unterhaltsam.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ein Teufelskreis.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Du sagst es. Und was bleibt am Ende? Was ich natürlich irgendwie schon immer gesagt habe: Wenn man will, kann man eine Häufung von Füllwörtern fast immer vermeiden.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Eigentlich schon.«</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/">Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Geduld</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/12/06/geduld/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2005 19:42:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Dialoge]]></category>
		<category><![CDATA[Fortsetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Geduld]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<category><![CDATA[Szenenaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo]]></category>
		<category><![CDATA[Ueberarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitaufwand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einst war ich in dem Irrtum befangen, ich könne ein Manuskript in dem Umfang, wie es jetzt vor mir liegt, in einem Zeitraum von sechs bis neun Monaten fertigstellen (fertig natürlich versehen mit allen möglichen Konjunktiven). Leichtsinnigerweise erzählte ich daraufhin einigen Leuten, naja, zu früh davon und versprach außerdem, den Text zu gegebener Zeit zum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/12/06/geduld/">Geduld</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einst war ich in dem Irrtum befangen, ich könne ein Manuskript in dem Umfang, wie es jetzt vor mir liegt, in einem Zeitraum von sechs bis neun Monaten fertigstellen (<em>fertig </em>natürlich versehen mit allen möglichen Konjunktiven). Leichtsinnigerweise erzählte ich daraufhin einigen Leuten, naja, zu früh davon und versprach außerdem, den Text zu gegebener Zeit zum Probelesen rauszurücken. Was ich nicht bedacht hatte, war zum Einen, wie lange ich tatsächlich noch brauchen würde und zum anderen, mit welcher Ungeduld und Hartnäckigkeit mir die Leute in Ohren liegen würden, ich möge doch bitte endlich in die Kontakte kommen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ja, einer meiner lieben Freunde muss sogar einen guten Draht zum ›Guess What‹, dem Sprachorgan der Magier haben, denn gestern stattete mir ein Journalist des ›Guess‹ einen Besuch ab.</p>
<p>Lesen Sie, was dabei herauskam&#8230;</p>
<blockquote>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>Dave:</td>
<td>&#8222;Oh, hallo Alex. Was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td>Alex:</td>
<td>(verblüfft) &#8222;Sie kennen mich?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Na klar, Alex. Ich habe neulich mit großem Interesse Ihr Interview mit Puffie gelesen.&#8220; <cite><small>(</small></cite><cite><small>siehe <a title="interner Link: Die Evolution eines Namens" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/09/24/die-evolution-eines-namens/">Die Evolution eines Namens</a>, Anm. d. Red.)</small></cite></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Oh, freut mich. Ich hoffe, es ist nichts Falsches rübergekommen&#8230;&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Nein nein, war alles in Ordnung so weit. Also: Was gibt&#8217;s heute?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Tja, Herr K&#8230;&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Dave.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Gut, denn, Dave&#8230; Ich bin von ein paar Leuten angesprochen worden, die sich fragen&#8230; und die mich fragen, wie lange es denn noch so dauert, bis Sie&#8230; und bis sie&#8230;&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">(lacht) &#8222;Ist nicht Ihr Ernst, oder? Sie lassen sich auch für alles vor den Karren spannen, was? Ich hol uns erstmal was zu trinken. Könnte ja länger dauern. Kaffee, Scotch, Bier?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Ich, äh, Kaffee wäre nett.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Schließe mich an. Augenblick, bin gleich wieder da&#8230;&#8220;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p><span id="more-28"></span></p>
<blockquote>
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;So&#8230; bitte. Milch? Zucker?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Danke. Etwas Milch, bitte.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Okay, dann sehen wir mal, was ich für Sie tun kann. Schießen Sie los.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Tja, Dave. Ihre Testleser fragen sich in der Tat, wie lange es denn tatsächlich noch dauern wird, bis etwas Lesbares in ihre Hände fällt oder vielleicht unter dem Weihnachtsbaum liegt. Das ist Ihnen ja sicherlich nichts Neues.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Nein, das ist es tatsächlich nicht. Ich kann auch nur immer wiederholen, was ich schon häufig gesagt habe: Es dauert so lange, wie es dauert. Versichern kann ich, dass es garantiert länger als bis Weihnachten dauert. Ich habe selbst nicht damit gerechnet, dass sich das Projekt so lange hinziehen würde, sonst hätte ich vermutlich noch ein wenig gewartet, bis ich überhaupt anfange, davon zu erzählen. Ich kann die Ungeduld durchaus verstehen. Ich bin ja selbst ungeduldig.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Wie das&#8230;?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Ja. Ich meine natürlich nicht in Bezug darauf, wie es ausgeht. (lacht) Aber ich würde auch gern fertig werden und mit dem nächsten Projekt loslegen. Dauernd schwirren mir schon Gedanken über eine neue Geschichte durch den Kopf. Sich da auf das laufende Projekt zu konzentrieren ist nicht immer ganz einfach.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Es gibt also schon Ideen für eine weitere Geschichte?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Gewiss.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Eine Fortsetzung aus dem gleichen Universum oder eine gänzlich neue Geschichte?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">(grinst vielsagend)</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Wenn Sie selbst so versessen darauf sind, das Projekt abzuschließen, warum, naja, geben Sie dann nicht ein wenig mehr Gas?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Ich wünschte, das wäre so einfach. Ob Sie&#8217;s glauben oder nicht, aber ich arbeite fast jeden Tag an dem Text. Was ich absolut unterschätzt habe, ist der tatsächliche Aufwand, der dahinter steckt. Sehen Sie als Beispiel mal den nächsten Überarbeitungszyklus an: Es wird der insgesamt fünfte. Ich beschäftige mich dann mit Fragen des Tempos, Aufbau einzelner Szenen, Spannung in den Dialogen und so weiter. Ein Kapitel zunächst auf die Notwendigkeit von Änderungen zu checken kostet mich eine Netto-Bearbeitungszeit von mindestens einer Stunde. Es nach der Überarbeitung nochmals zu konsolidieren, eine weitere Stunde. Für die eigentliche Überarbeitung gehen ca. drei bis vier Stunden drauf. Macht zusammen sechs Stunden. Das alles sind Nettozeiten. Und es sind Mindestzeiten, die auch locker doppelt so lang werden können. An Tagen, an denen ich auch noch ehrlicher Arbeit nachgehen muss, komme ich maximal drei Stunden zum Schreiben. Das bedeutet zwei Tage Arbeit pro Kapitel. Mindestens. Neunundzwanzig Kapitel sind es; macht minimum zwei Monate für einen Überarbeitungszyklus. Voilà.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Aber müssen Sie nicht irgendwann einfach mal zu einem Ende kommen? Ich meine, wenn Sie immer wieder neue Überarbeitungszyklen draufsetzen, lässt sich das ja endlos fortsetzen.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Das Argument ist mir nicht neu. Glauben Sie mir: Ich wünschte auch, es ginge schneller. Geduld ist keine meiner Tugenden. Ich stelle halt nur fest, wann immer ich eine Runde beendet habe, dass ich noch nicht so weit bin und das einfach noch etwas fehlt. Wenn ich irgendwann einmal die erforderliche Routine habe, werde ich das gewiss auch in weniger Überarbeitungszyklen und in kürzerer Zeit hinkriegen, aber bezogen auf dieses Projekt erwies sich meine Annahme von Anfang an als illusorisch. Und ich weigere mich einfach, eine halbfertige Sache aus der Hand zu geben.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Warum?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Wie soll ich von einem Testleser erwarten, dass er meiner Geschichte folgen kann, wenn sie inhaltlich einfach nicht vollständig ist? Bei der letzten Überarbeitung sind noch Charaktere eingeführt worden, die es vorher überhaupt nicht gab; die einfach plötzlich da sind, ohne das je erklärt wurde, wo sie herkamen. Ich erinnere da an Ludwig.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Die Entsprechung der Eule Hedwig aus den Harry Potter-Büchern?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Richtig. Er spielt eine wichtige Rolle, die ich mir aber erst vor ein paar Wochen ausgedacht habe. An der Stelle, wo ich ihn brauchte, um eine Lücke in der Handlung zu schließen habe ich ihn eingebaut, aber wie er überhaupt seinen Weg zu Heinrich findet, war noch nirgends erklärt. Und das ist nur ein Beispiel. Ich verspreche mir ja etwas von meinen Testlesern. Ich will wissen, ob der Text als Geschichte bestehen kann. Ob er ein Ganzes ergibt und die Figuren, Schauplätze und Handlungen im Kopf eines Lesers funktionieren. Wie kann aber ein Text im Kopf eines Testlesers eine Einheit bilden, wenn er selbst in meinen Augen, und ich habe die Geschichte allgegenwärtig im Kopf, noch nicht vollständig ist?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Wenn Sie Ihren Testlesern früher Einsicht in Ihren Text gäben&#8230;&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">(lacht) &#8222;Ja, ich weiß, was jetzt kommt. Dann könnten sie mir natürlich auch viel eher Hinweise geben, wo es noch hakt. Klar, ab einem bestimmten Stadium trifft das zu. Das wird auch der Zeitpunkt sein, an dem ich den Text rausgeben werde. Dieser Zeitpunkt kann aber erst dann gegeben sein, wenn ich selber keine Verbesserungen mehr anbringen kann. Ich bringe an dieser Stelle gerne das Beispiel mit dem Protokoll, das jemand über eine Sitzung schreiben und seinem Chef vorlegen soll. Oder, noch besser: Ein Artikel für Ihre Zeitung. Stellen Sie sich vor, Sie sollen für Ihren Chef einen Artikel schreiben. Sie recherchieren, machen einen Entwurf und überarbeiten ihn. Zu welchem Zeitpunkt würden Sie ihn Ihrem Chef geben?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Nun&#8230;, wenn er fertig ist. Also, aus meiner Sicht fertig ist.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Richtig. Sie liefern Ihrem Chef keine halbfertige Arbeit ab, damit er den Rest macht, sondern Sie erledigen Ihren Job erstmal, so gut Sie können. Und erst, wenn aus Ihrer Sicht alles getan ist, geben Sie den Text frei. Genau so mache ich das auch.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Gut, das klingt soweit logisch. Wie geht&#8217;s weiter?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Es wird nicht mehr sooo lange dauern. Die erste Leseversion wird gedruckt, wenn alle inhaltlichen Dinge erledigt sind. Das heißt, noch bevor die letzten sprachlichen Feinheiten zurechtgeschliffen werden. Ich zwinge mich auch selbst dazu, jetzt nicht ungeduldig zu werden. Ungeduld führt zu schludriger Arbeit. Gerade beim Finish einer Geschichte wäre das tödlich.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Nun, Dave, das ist sicherlich vernünftig. Ich hoffe, meine Leser werden sich damit zufrieden geben.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Es wird ihnen nichts anderes übrig bleiben, oder?&#8220; (grinst)</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Stimmt. Dave, ich danke Ihnen für das Gespräch.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Dave:</td>
<td valign="top">&#8222;Keine Ursache. Ich halte Sie auf dem Laufenden. Bis demnächst.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Bis demnächst. Und danke für den Kaffee.&#8220;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/12/06/geduld/">Geduld</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Evolution eines Namens</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/09/24/die-evolution-eines-namens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2005 05:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Charakterbuilding]]></category>
		<category><![CDATA[Figuren]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Potter]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Namen]]></category>
		<category><![CDATA[Original]]></category>
		<category><![CDATA[Parodie]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Namen der Figuren spielen in einer Parodie eine wichtige Rolle. Für sie gelten andere Regeln, als für gewöhnliche Namen in ernsthaften Geschichten. Sie sollen originell sein, wenn möglich witzig, und sie sollen Rückschlüsse auf die Figur in der Originalvorlage ermöglichen. Sprich: Es muss erkennbar sein, welche Figur parodiert wird. Wie entsteht denn nun ein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/09/24/die-evolution-eines-namens/">Die Evolution eines Namens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Namen der Figuren spielen in einer Parodie eine wichtige Rolle. Für sie gelten andere Regeln, als für <em>gewöhnliche </em>Namen in <em>ernsthaften </em>Geschichten. Sie sollen originell sein, wenn möglich witzig, und sie sollen Rückschlüsse auf die Figur in der Originalvorlage ermöglichen. Sprich: Es muss erkennbar sein, welche Figur parodiert wird.</p>
<p>Wie entsteht denn nun ein Name in einer Parodie? Verfolgen wir zur Aufklärung dieser Frage kurz ein Gespräch, das ein befreundeter Journalist kürzlich mit einer der Darstellerinnen für die Klatschkolummne des ›Guess What‹ geführt hat:</p>
<blockquote>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Journalist:</td>
<td>&#8222;Hallo, schön, dass Sie hier sind, Madam K&#8230;&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td>Gast:</td>
<td>&#8222;Oh, nennen Sie mich Pupsi, bitte.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Journalist:</td>
<td valign="top">&#8222;Hm, ja, dann also &#8222;Pupsi&#8220;. Setzen Sie sich doch bitte. Ich bin Alex.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Freut mich, Alex.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Pupsi, was unsere Leser sicherlich interessiert, ist, wie Sie an Ihren doch etwas ungewöhnlichen Namen gekommen sind. Erzählen Sie uns: Wie ist das zugegangen?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Eigentlich müssten Sie das meinen Autor fragen. Der wird es im Zweifelsfall am Besten wissen.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Ja, schon, aber Einiges werden Sie uns doch bestimmt auch sagen können.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Okay, Alex. Ich versuch&#8217;s einfach mal. Also, meine Namenspatronin, das dürfte allgemein bekannt sein, ist <strong>Madam Hooch</strong>, die Fluglehrerin von Hogwarts.&#8220;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p><span id="more-272"></span></p>
<blockquote>
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Insofern haben Sie ja wenigstens den gleichen Job behalten.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Klar, der Leser sollte mich ja auch wiedererkennen. Da mein Charakter vom dem des Originals ziemlich abweicht (schmunzelt), musste zumindest beim Namen und bei der Funktion die Ähnlichkeit erhalten bleiben. Der Ansatz bei der Verballhornung von Namen kann ja sehr vielfältig sein. Je stärker die Ähnlichkeit erhalten bleiben soll, desto mehr muss man auf solche Dinge wie Anzahl der Silben, Anfang, Endung und Sprachklang achten.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Das war ja schon ein mittlerer Vortrag, Pupsi. Ursprünglich war für Sie ein anderer Name vorgesehen. Ist das richtig?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Stimmt. Der ursprüngliche Entwurf sah &#8218;<strong>Madam Huch</strong>&#8218; vor. An sich kein schlechter Gedanke. Die Ähnlichkeit Hooch/Huch drängt sich ja fast auf. Der Name hat die gleiche Anzahl von Silben, beginnt gleich und hat, allerdings nur in der geschriebenen Form, die gleiche Endung.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex</td>
<td valign="top">&#8222;Passt aber irgendwie nicht zu Ihrem Charakter.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Sie sagen es, Alex. Genau deswegen ist mein Autor auch auf den Trichter gekommen, sich für mich was Neues auszudenken. Zunächst hatte er noch versucht, den Entwurf mit <strong>Huch </strong>zu retten, indem er einen passenden Vornamen dazu findet. Die Madam Hooch des Originals hat ja, wenn ich mich recht erinnere, gar keinen Vornamen. Aber da ich ein, naja, etwas volksnäherer Charakter bin, dachte er, ein Vorname stünde mir ganz gut zu Gesicht. Bei pardodierten Namen kann eine zueinander passende Kombination aus Vor- und Nachnamen ja auch eine gewisse Komik beinhalten. Er hat sich da auch ein paar ganz putzige Kombinationen einfallen lassen.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Die da wären?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Eine Idee war <strong>Discobes Huch</strong>. Das fand ich nicht schlecht. Oder, wie wär&#8217;s mit <strong>Putschvers Huch</strong>?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">(lacht)</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Ja, zwar ganz originell, aber der Vorname alleine wäre etwas sperrig auszusprechen gewesen. Naja, schlussendlich hat er dann nach Alternativen gesucht. Der nächste Ansatz war, nach Namen zu suchen, die der Aussprache nach den gleichen Klang am Ende haben. Da sich <strong>Hooch </strong>ja an sich nicht wie <strong>Huch</strong>, sondern wie <strong>Huutsch </strong>ausspricht, sollte es dann also etwas sein, was auf <strong>usch </strong>oder <strong>utsch </strong>endet. Wenn man nur diese Silbe sieht, fallen einem erstmal Wörter ein, bei denen der Vokal kurz ausgesprochen wird. Zum Beispiel <strong>Husch</strong>, <strong>Kusch</strong>, <strong>Putsch</strong>, <strong>Rutsch</strong>. Aus letzterem entstand dann die Idee, eine Vor-, Nachnamenkombination mit <strong>Rutsch </strong>zu bilden.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Mit welchem Ergebnis? <strong>Erd Rutsch</strong>? <strong>Berg Rutsch</strong>?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">(lacht) &#8222;Ja, genau. Sie würden einen guten Namenserfinder abgeben. Aus ein paar anderen Kombinationen hätten sich auch prima anzügliche Varianten ergeben.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Zum Beispiel?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">(errötet) &#8222;Naja, also, eigentlich&#8230;&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Na, kommen Sie schon. Für unsere Leser.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Okay, da wäre dann zum Beispiel <strong>Rein Rutsch</strong> oder <strong>Rüber Rutsch</strong> oder solche Sachen.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">(lacht) &#8222;Ist doch gar nicht schlecht, oder?&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Ja, schon, aber in der Praxis ergibt sich auch dabei wieder mal das Problem eines brauchbaren Vornamens, der auch für sich allein stehen kann. <strong>Rein </strong>oder <strong>Rüber</strong>, das ist irgendwie ja nicht so toll.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Und dann kam die Eingebung mit <strong>Knutsch</strong>.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Ja. Auf das Naheliegendste kommt man oft erst zum Schluss. Schon komisch, nicht? <strong>Knutsch </strong>hat die richtige Endung, den richtigen Klang und sogar noch einen guten Bezug zu meinem Charakter.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Bleibt noch der Vorname.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Richtig. Allzu viele schöne Kombinationen gibt&#8217;s nicht mit <strong>Knutsch</strong>. Zumindest sind meinem Autor nicht viele eingefallen. Eine Idee war <strong>Dauer Knutsch</strong>. Eine andere <strong>Herumge Knutsch</strong>. Alles viel zu sperrig.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Und wie kam es dann zu Pop&#8230; äh &#8230; Puh&#8230;&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Pupsi:</td>
<td valign="top">&#8222;Poopsiemoogliegoo? Ganz einfach: <a title="Fantasy-Namegenerator" href="http://rinkworks.com/namegen/" target="_blank" rel="noopener">Fantasy-Namegenerator</a>.&#8220;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Alex:</td>
<td valign="top">&#8222;Ah, ja, so geht&#8217;s natürlich auch. Madam Knutsch&#8230;, Verzeihung, Pupsi, ich danke Ihnen für dieses aufschlussreiche Gespräch.&#8220;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/09/24/die-evolution-eines-namens/">Die Evolution eines Namens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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