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	<title>Motivation Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
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	<title>Motivation Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
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		<title>Blogparade: Ein Zimmer nur zum Schreiben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2017 21:01:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Zimmer nur zum Schreiben. Das ist das Thema der Blogparade, die die Autorin Ricarda Howe vor sechs Wochen ausgerufen hat. Wie immer bin ich mit meinem Beitrag spät dran. Heute endet die Blogparade. Der Grund dafür, dass Ricarda das Schreibzimmer gerade jetzt in ihrem Blog thematisierte, ist ihr eigenes kleines Refugium, das sie vor [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Zimmer nur zum Schreiben. Das ist das Thema der Blogparade, die die <a href="http://schreibsuechtig.de/schreibzimmer-blogparade/" target="_blank" rel="noopener">Autorin Ricarda Howe</a> vor sechs Wochen ausgerufen hat. Wie immer bin ich mit meinem Beitrag spät dran. Heute endet die Blogparade.</p>
<p>Der Grund dafür, dass Ricarda das Schreibzimmer gerade jetzt in ihrem Blog thematisierte, ist ihr eigenes kleines Refugium, das sie vor einigen Wochen in Berlin bezog. Ein kleines möbliertes Zimmer,  weitab von Alltagsstörungen durch Partner, Kinder, Haustiere, Zeugen Jehovas, die Berliner Verkehrsbetriebe, Wasseradern, tektonische Plattenverschiebungen und ähnliche störende Einflüsse, reduziert auf das Wesentliche: Schreibtisch, Stromanschluss, Stuhl. Auf Twitter und in ihrem Blog postete sie <a href="http://schreibsuechtig.de/schr31b/wp-content/uploads/2017/06/mein-schreibzimmer2.jpg" target="_blank" rel="noopener">verlockende Fotos ihrer neuen Errungenschaft</a>. Und sie schrieb, wie positiv sich dadurch ihr Schreibprozess verändert hat.</p>
<p>Und schon hatte sich der sprichwörtliche Floh ins Ohr gesetzt: Ein Schreibzimmer! Über den Dächern von Berlin! Muss ich auch haben! Und wenn schon nicht in Berlin, dann eben in Köln. Ist ja auch was. Mit einem von der Welt isolierten Schreibzimmer kämen Disziplin und Produktivität auch endlich in <em>meinen</em> Schreibprozess! Alle meine Schreibprobleme würden endlich gelöst!</p>
<p>Ich durchkämmte sofort die einschlägigen Anzeigen auf Immobilienscout24.de und erkannte rasch, dass das ein teurer Spaß würde. Vielleicht ein einzelner Arbeitsplatz in einer Bürogemeinschaft? Eigentlich auch unverhältnismäßig teuer. Und überhaupt: Je länger ich nachdenke … Habe ich nicht eigentlich alles, was ich zum Schreiben brauche? Mache ich mir nicht etwas vor, wenn ich glaube, Investitionen schreiben Bücher? Suche ich nicht schon wieder nach Gründen und Ausflüchten, was angeblich dafür verantwortlich ist, dass ich nicht mehr und disziplinierter schreibe?</p>
<p>Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, muss ich das bejahen. Denn die Zeugen Jehovas klingel<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-1684" src="http://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01666-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" srcset="https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01666-226x300.jpg 226w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01666-768x1019.jpg 768w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01666-772x1024.jpg 772w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01666-1080x1433.jpg 1080w" sizes="(max-width: 226px) 100vw, 226px" />n bei mir schon lange nicht mehr, und die Kölner Bucht ist weitgehend tektonisch stabil. Auch sonst habe ich keine störenden Einflüsse. Und ich habe jeglichen Platz zum Schreiben, den ich mir wünsche. Ich habe ein gemütliches Wohnzimmer mit einer kleinen Schreibecke und einem eigens dazu angeschafften Sekretär. Wenn ich mich umdrehe, ist dort mein eigenes Schreibzimmer mit Schreibtisch und Bücherwand. Auch im Rest der Wohnung kann ich tun, was ich will. Niemand runzelt die Stirn, wenn ich die Wohnzimmertür mit Tafelfolie beklebe und mit Flüssigkreidestiften Plotideen draufkritzele. Niemand mault über die vielen Bücher, die überall rumliegen (Merke: Wenn es Bücher sind, ist es keine Unordnung!), oder wenn ich schon wieder Notizbücher kaufe.<img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-1687" src="http://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01667-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" srcset="https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01667-216x300.jpg 216w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01667-768x1067.jpg 768w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01667-737x1024.jpg 737w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01667-1080x1500.jpg 1080w" sizes="(max-width: 216px) 100vw, 216px" /><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-1685" src="http://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01661-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01661-300x200.jpg 300w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01661-768x512.jpg 768w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01661-1024x683.jpg 1024w, https://www.dastapfereschreiberlein.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC01661-1080x720.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Woran liegt es also, dass ich so schwer zu Potte komme? Am fehlenden Schreibzimmer jedenfalls nicht. Auch nicht daran, dass ich meine Umgebung nicht gut ausblenden könnte, wenn ich außerhalb meiner vier Wände unterwegs bin. Ich habe schon total produktive Schreibsessions in mit 300 km/h dahin brausenden ICEs, in Biergärten, in überfüllten Cafès und in Irish Pubs, umgeben von hundert betrunkenen Iren und oder Briten, bei 100 Dezibel Rockmusik aus den Boxen hinter mich gebracht. Jetzt gerade sitze ich in Köln auf dem Alter Markt vor dem Corkonian, hinter mir fiedelt eine Studentin auf der Geige, neben mir pickt ein Dutzend Tauben an einem Dönerbrotrest, und ich schreibe seit zwei Stunden mit viel Spaß diesen Artikel bei <span style="text-decoration: line-through;">einem</span>, <span style="text-decoration: line-through;">zwei</span>, drei gepflegten Pint Guinness. Allein: Es passiert zu selten. Also, das Schreiben, nicht das Bier trinken. Würde ich so viel schreiben wie Bier trinken, wäre ich vermutlich einer der produktivsten Autoren der Neuzeit. Aber kaum bin ich zu Hause, lasse ich mich von allen dort vorhandenen Möglichkeiten zur Bequemlichkeit zu leicht hinreißen: Couch, Fernseher, Kühlschrank, Internet, alles verlockt zum Pause machen. Wie schade um die Zeit und die vielen kreativen Gedanken! Es macht mich regelrecht traurig, wenn ich an mein leise weinendes Manuskript denke (schönen Gruß an die wunderbare <a href="http://maditasternberg.blogspot.de/" target="_blank" rel="noopener">Madita Kohrt</a>, die mir dieses lyrische Bild in einem Tweet beschert hat).</p>
<p>Einen wichtigen Denkanstoß lieferte mir die Autorin <a href="http://www.little-edition.de/blogparade-schreibzimmer/" target="_blank" rel="noopener">Toni Scott</a> mit ihrem Beitrag zur Blogparade. Sie schreibt in ihrem Beitrag wunderbar poetisch über ihren Garten und ihr Schreibzimmer als Denkräume. Es sei ihr nicht so wichtig, <em>wo</em> sie schreibe, sondern dass sie Denkräume habe und frei von Ablenkung sei. Denkräume. Kreativräume. Können das meine Zauberworte werden? Ricarda Howe schreibt in ihrem Berliner Refugium, Toni Scott in ihrem Garten oder dem Schreibzimmer, letztes Jahr besuchte ich einen Maler in Leipzig, der in einem Keller, der nach allem anderen, aber nicht nach einem Atelier aussieht, seine Bilder malt. Und ich? Letztlich läuft es auf dasselbe hinaus: Ich habe alle Möglichkeiten. Ich muss aus dem Raum, den ich habe, einen Denkraum, einen Kreativraum machen.</p>
<hr />
<p>&nbsp; </p>
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		<title>Von Exposés und Leseproben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Aug 2006 07:08:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Versetzen Sie sich mal zurück in Ihre Schülerzeit und stellen Sie sich vor, Sie seien wieder zwölf Jahre alt. Falls Sie tatsächlich gerade zwölf Jahre alt sind, während Sie dies lesen, umso besser, dann brauchen Sie nicht so viel Phantasie einzusetzen. Und falls es schon zu lange her ist, um sich noch daran zu erinnern: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Versetzen Sie sich mal zurück in Ihre Schülerzeit und stellen Sie sich vor, Sie seien wieder zwölf Jahre alt. Falls Sie tatsächlich gerade zwölf Jahre alt sind, während Sie dies lesen, umso besser, dann brauchen Sie nicht so viel Phantasie einzusetzen. Und falls es schon zu lange her ist, um sich noch daran zu erinnern: das ist die Zeit, in der man ungefähr in die fünfte oder sechste Klasse geht, okay? Sind Sie soweit? Gut! Dann malen Sie sich folgende Szene aus:</p>
<p><em>Es ist Montagmorgen und eine Doppelstunde Mathematik steht ins Haus. Sie hatten am Wochenende mal wieder besseres zu tun, als Ihre Hausaufgaben zu erledigen und stehen mit leeren Händen da, als der Mathelehrer nach den Rechenaufgaben fragt. Doch, nein! Nicht mit ganz leeren Händen, denn Sie haben sich eine großartige Ausrede einfallen lassen! Eine ausgeklügelte Story mit einem Haufen an Argumenten. Eine ganz und gar überzeugende Geschichte. Und Sie haben Zeugen! Zeugen, die Ihnen ein hieb- und stichfestes Alibi verschaffen! Und Ihre Darstellung wird über jeden Zweifel erhaben sein &#8230;</em></p>
<p><span id="more-42"></span></p>
<p><em>Als der Mathepauker schließlich mit zweifelndem Augenaufschlag und leicht ironischem Lächeln in den Mundwinkeln vor Ihnen steht, den Arm voller Hausaufgabenhefte, und fragt: &#8222;Und, David? Bekomme ich heute von dir zur Abwechslung auch mal wieder etwas zu sehen?&#8220;, legen Sie im Brustton der Überzeugung los. &#8222;Also, das war so, Herr Miesmann, meine kleine Schwester und ihr Hund haben &#8230;&#8220;</em></p>
<p><em>An dieser Stelle unterbricht Herr Miesmann das erste Mal. &#8222;Mach&#8217;s kurz, David&#8220;, seufzt er und schaut mit verdrehten Augen zur Decke.</em></p>
<p><em>Sie setzen noch einmal neu an. &#8222;Ja, also meine kleine Schwester und ihr Hund haben &#8230;&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit&#8220;, unterbricht Miesmann erneut und trommelt mit den Fingern der Linken ungeduldig einen Marsch auf dem Heftstapel in seinem Arm.</em></p>
<p><em>&#8222;Aber Sie werden nicht verstehen, wenn Sie nicht die ganze Geschichte &#8230;&#8220;, jammern Sie verzweifelt.</em></p>
<p><em>&#8222;Beschränk dich aufs Wesentliche und komm zum Punkt&#8220;, beharrt der unnachgiebige Pauker.</em></p>
<p><em>&#8222;Also da war dieser Hund &#8230; nein, es war die Sendung im Fernsehen, die mich abgelenkt &#8230; und meine Kumpels haben &#8230;&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Kürzer&#8220;, bellt Miesmann.</em></p>
<p><em>Betreten starren Sie auf Ihre Hände, die auf dem Schulpult liegen und vorsorglich schon mal zum Gebet gefaltet sind. &#8222;Keine Lust gehabt&#8220;, gestehen Sie kleinlaut.</em></p>
<p><em>&#8222;Na bitte, geht doch&#8220;, sagt Herr Miesmann befriedigt und kritzelt mit seinem gefürchteten Rotstift eine Bemerkung in sein noch gefürchteteres Vormerkbüchlein.</em></p>
<p>Tja, so oder so ähnlich kann man sich den Versuch vorstellen, 640 (Norm)seiten einer verzweigten Story in drei Seiten zu pressen.</p>
<p>Monatelang habe ich getüftelt und gefeilt, Dialoge, Konflikte, Gags, Schauplätze, Handlungen und Nebenhandlungen ausgearbeitet und feingeschliffen. Und jetzt muss ich das alles vergessen, denn es geht darum, einem Lektor in einer Zusammenfassung von wenigen Seiten Argumente dafür zu liefern, warum er die Geschichte kaufen soll. Der Insider hat es längst erkannt und der Unbedarfte aufgrund der Überschrift dieses Artikels messerscharf darauf geschlossen: Richtig, die Rede ist vom Exposé.</p>
<p>Ein Exposé ist gleichsam ein Verkaufsprospekt, ähnlich, als würde man versuchen, eine Eigentumswohnung zu verkaufen. Ein grober Abriss über Konzeption und Struktur des Textes, eine Liste mit Kurzbiografien der Figuren und ein auf das Wesentliche reduzierter Überblick über die Handlung, das ist es, was bei einem Exposé gefragt ist. Es geht nicht darum, die Blumigkeit und Elegantheit des Textes in die Zusammenfassung zu transportieren, sondern darum, einen Überblick darüber zu geben, was tatsächlich passiert und sich dabei auf die Kernaussagen zu beschränken.</p>
<p>Nicht minder knifflig ist die Liste mit den Personen. Personenliste? Kein Problem, mag man denken. Aber es geht nicht nur um eine reine Aufzählung, sondern (zumindest bei den Hauptfiguren) auch um die Frage, was treibt die Figuren eigentlich an? Was ist ihre Motivation und wie entwickeln sie sich im Lauf der Geschichte? Jetzt zahlt es sich aus, wenn man vorher beim Konzept gründlich gearbeitet hat und von all den Figuren ohnehin schon ausführliche Biografien vorliegen. Die muss man dann &#8222;nur noch&#8220; komprimieren und schon &#8230;</p>
<p>Ist alles nur Lehrbuchwissen, ich weiß. Ich habe auch keine Ahnung, ob ich ein guter Exposéschreiber bin, aber eines weiß ich: Es ist verdammt schwierig. Wenn sich ein Projekt seinem Ende nähert, muss man sich jedoch irgendwann damit auseinandersetzen, denn ist das Exposé nicht gut, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Lektor überhaupt mit der Leseprobe befasst, gegen Null. Es lohnt sich also allemal, in das Exposé genauso viel Mühe und Fleiß zu stecken, wie in den Romantext.</p>
<p>Ach ja, apropos Leseprobe. Dazu wollte ich ja laut Überschrift auch noch was sagen. Ach, mache ich beim nächsten Mal. Sonst wird der Artikel wieder so lang. &#8222;Kürzer!&#8220;, würde Lehrer Miesmann sagen &#8230; </p>
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		<title>Rückläufe aus der ersten Leserunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Mar 2006 22:53:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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		<category><![CDATA[Ueberarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitaufwand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fünf Ausdrucke habe ich erstellt und verteilt. Verwertbares Feedback habe ich bisher von zweien meiner Leser, die das Manuskript bereits komplett durchgearbeitet haben. Das (für mich) wichtigste Ergebnis ist, dass ich es (das Manuskript) nicht einstampfen werde. Es geht weiter! Es gab (natürlich) kein Lob über den grünen Klee. Wenn dem so wäre, müsste ich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/03/12/ruecklaufe-erste-leserunde/">Rückläufe aus der ersten Leserunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fünf Ausdrucke habe ich erstellt und verteilt. Verwertbares Feedback habe ich bisher von zweien meiner Leser, die das Manuskript bereits komplett durchgearbeitet haben.</p>
<p>Das (für mich) wichtigste Ergebnis ist, dass ich es (das Manuskript) nicht einstampfen werde. Es geht weiter!</p>
<p>Es gab (natürlich) kein Lob über den grünen Klee. Wenn dem so wäre, müsste ich auch argwöhnen, mir zu unkritische Testleser gesucht zu haben. Ich würde jedoch beide als durchaus gnadenlose Kritiker einstufen. Insofern hat ihr Feedback viel Gewicht. Es sind schon einige sehr wesentliche Punkte angemerkt worden. Bei Fragen inhaltlicher Art werde ich erstmal den Rücklauf aller fünf Statements abwarten und dann Punkt für Punkt entscheiden, ob und wo ich ändere. Allerdings gibt es auch ein paar grundsätzliche Mängel, die festgestellt wurden. Manches davon hatte ich selber schon immer in Verdacht, noch nicht koscher zu sein. Das wurde mir jetzt bestätigt. Auf der einen Seite ist das natürlich ganz okay, weil es mir zeigt, dass mein eigener Eindruck von bestimmten Dingen noch in Ordnung ist und dass die Selbstreflektion funktioniert. Andererseits handelt es sich um Punkte, die zum Teil recht weitreichend sind und die größere Änderungen zur Folge haben werden.</p>
<p><span id="more-25"></span>Ein sehr positiver Aspekt der Rückläufe ist, dass mir etwas gelungen ist, was heimlich mein Ziel war: Dass die Leute vergessen, wozu sie überhaupt lesen und vergessen, Anmerkungen an den Rand zu kritzeln, sondern einfach anfangen zu schmökern und, im Idealfall, nicht aufhören können. Zumindest  in Teilen scheint das eingetreten zu sein. Und das ist das Tollste, was mir passieren konnte. Es macht mich schon ein wenig stolz, muss ich sagen.</p>
<p>Dennoch führen die Rückläufe dazu, dass ich mich von meinem ursprünglichen Zeitziel verabschieden werde. Ich kalkuliere mal, dass ich nach der jetzt laufenden Überarbeitung eine weitere folgen lasse, in der ich die nach dem Testlesen fälligen Änderungen einbauen werde. Erst danach werde ich mich nochmals Lesefluss und Stil widmen. Es wird auch noch mindestens eine weitere Leserunde geben, in der ich nochmal einige der jetzigen Testleser und dazu ein paar Neue belästigen werde.</p>
<p>Eine solche Verschiebung hat allerdings auch etwas Gutes: Es nimmt mir den Druck, unbedingt in den nächsten Tagen fertig werden zu müssen. So, und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss weiterarbeiten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/03/12/ruecklaufe-erste-leserunde/">Rückläufe aus der ersten Leserunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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		<title>Überirdisch</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/04/02/ueberirdisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Apr 2005 09:33:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Rohfassung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist schwer zu beschreiben, was am 20. März, dem letzten Tag meines Vier-Wochen-Urlaubs, passiert ist. Plötzlich war es vollbracht! Die Rohfassung der Geschichte war fertiggestellt. Nach 20 Tagen! Auf einem Umfang von 204 Normseiten erstreckte sich das erste Abenteuer von Heinrich Töpfer und seinen Freunden. Noch ist es ein weiter Weg, bis das Skript [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/04/02/ueberirdisch/">Überirdisch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schwer zu beschreiben, was am 20. März, dem letzten Tag meines Vier-Wochen-Urlaubs, passiert ist. Plötzlich war es vollbracht! Die Rohfassung der Geschichte war fertiggestellt. Nach 20 Tagen! Auf einem Umfang von 204 Normseiten erstreckte sich das erste Abenteuer von Heinrich Töpfer und seinen Freunden. Noch ist es ein weiter Weg, bis das Skript wirklich den Status <em>fertig</em> erreicht, aber es ist ein ganz unglaubliches Gefühl, wenn man den letzten von vielen hundert Absätzen mit einem Punkt beschließt und das letzte Wort unter einen Text schreibt, der einen über Wochen die Außenwelt völlig vergessen ließ.</p>
<p>Ich versuche nicht weiter, es in Worte zu fassen, es kann nur misslingen&#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/04/02/ueberirdisch/">Überirdisch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Über das Allez-Gefühl</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/03/16/ueber-das-allez-gefuehl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2005 20:35:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Haben Sie schon mal ein Damen-Tennisspiel gesehen, in dem Justine Henin-Hardenne mitspielte? Vielleicht wird Ihnen aufgefallen sein, dass sie nach fast jedem gewonnenen Punkt mehr oder weniger laut &#8222;Allez&#8220; ([franz.] Na los!, Komm schon!) ruft. Bei ihren Gegenerinnen ist das nicht immer wohl gelitten, weil sie es auch tut, wenn ein gewonnener Punkt auf dem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2005/03/16/ueber-das-allez-gefuehl/">Über das Allez-Gefühl</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie schon mal ein Damen-Tennisspiel gesehen, in dem Justine Henin-Hardenne mitspielte? Vielleicht wird Ihnen aufgefallen sein, dass sie nach fast jedem gewonnenen Punkt mehr oder weniger laut &#8222;Allez&#8220; ([franz.] <em>Na los!, Komm schon!</em>) ruft. Bei ihren Gegenerinnen ist das nicht immer wohl gelitten, weil sie es auch tut, wenn ein gewonnener Punkt auf dem Fehler der Gegnerin beruht. Sie lässt sich von Kritik nicht beirren und tut es weiter. <em>Allez!</em> Warum tut sie das? Sie tut es, weil es sie aufbaut. Sie peitscht sich nach vorn, sie freut sich auch über Schläge, die sie schon tausend Mal gespielt hat und sie schöpft Kraft selbst aus kleinen Erfolgen.</p>
<p>Beim Schreiben ist es ganz ähnlich. Es ist schwer, die entsprechenden Empfindungen in Worte zu fassen. Aber, wenn ich einen Dialog zu Papier (oder zu Bildschirm) gebracht habe, eine Metapher, einen Witz, eine griffige Beschreibung, dann geht es mir häufig wie dieser Tennisspielerin: Ich reiße die Finger von der Tastatur los, springe überwältigt auf, balle die Faust und sage: <em>Ja, das ist es!</em> Klingt melodramatisch, ist aber so. <img decoding="async" alt=")" src="http://abgebloggt.heinrich-toepfer.de/img/smilies/icon_smile.gif" /></p>
<p>Selbst, wenn das Skript schon hunderte Seiten lang ist und Dialoge, Gags und Beschreibungen im Überfluss enthält&#8230; selbst, wenn das Gesamtwerk vielleicht der letzte Schund ist und in den Augen eines Lektors nicht einmal müde belächelt wird, so ist es doch immer wieder ein gutes Gefühl, eine Szenerie zu erschaffen, einen Charakter zu beschreiben, ihn ein Gespräch führen zu lassen, das es vorher so nicht gab. Auch, wenn das Skript am Ende durchfällt: Es ist faszinierend zu beobachten, wie aus Worten Sätze, aus Sätzen Szenen und aus Szenen Kapitel werden und es ist großartig, einen Anteil an diesem Schaffensprozess zu haben, wie er stärker nicht sein kann!</p>
<p>Ich halte es für unverzichtbar wichtig, aus der Arbeit Freude zu schöpfen und auch ich bleibe dabei: Und sei es nur der kleine Erfolg <em>eines einzigen Wortes</em>, das mir an <em>dieser</em> Stelle gefällt und das ich schon tausend Mal geschrieben habe. <em>Allez!</em> </p>
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