Romane und Thriller schreiben (1) – Das Talent sitzt nicht im Kopf, sondern im Arsch

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Tourist beim Fotografieren eines Gebäudes
Fenster eines Gebäudes in Nürnberg, Deutschland

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Positive growth.

Nature, in the common sense, refers to essences unchanged by man; space, the air, the river, the leaf. Art is applied to the mixture of his will with the same things, as in a house, a canal, a statue, a picture.

But his operations taken together are so insignificant, a little chipping, baking, patching, and washing, that in an impression so grand as that of the world on the human mind, they do not vary the result.

Die Sonne geht durch einen dichten Wald unter.
Windturbinen, die auf einer grasbewachsenen Ebene stehen, vor einem blauen Himmel.
The sun shining over a ridge leading down into the shore. In the distance, a car drives down a road.

Undoubtedly we have no questions to ask which are unanswerable. We must trust the perfection of the creation so far, as to believe that whatever curiosity the order of things has awakened in our minds, the order of things can satisfy. Every man’s condition is a solution in hieroglyphic to those inquiries he would put.

„…, denn wenn du nicht sitzen kannst, kannst du auch nicht schreiben“, so die Worte Paul Schusters, eines 2004 verstorbenen deutschen Schriftstellers und Leiters diverser Schreibwerkstätten, in Verdeutlichung eines ursprünglich von Honoré de Balzac getätigten Ausspruchs. Da ist was dran! Wer einen Roman schreiben möchte, braucht in erster Linie Fleiß, Sitzfleisch und Durchhaltevermögen. Zum Schreiben selbst ist darüber hinaus nicht viel an Rüstzeug erforderlich. Talent wird allgemein überbewertet, Stil und Sprachgefühl lassen sich lernen, die Plots liegen auf der Straße, an Handwerkszeug braucht man nicht mehr als Papier und einen Stift, eine Schreibmaschine oder, wer’s etwas zeitgemäßer mag, einen Computer mit Textverarbeitungsprogramm und einen Drucker.

Ein unverzichtbares Utensil ist ein Notizbuch, das Sie immer bei sich haben. Haben Sie eine unverbrauchte Metapher aufgeschnappt? Einen flotten Spruch eines Kollegen? Eine interessante Anekdote aus dem Urlaub des Nachbarn? Ist Ihnen an einer Person an der Bushaltestelle oder in der Warteschlange an der Supermarktkasse etwas Besonderes aufgefallen? Schleicht Ihnen eine zwar unausgegorene, aber vielleicht ausbaubare Idee durchs Gehirn? Notizbuch raus, aufschreiben! Sie erhalten so im Lauf der Zeit einen nahezu unerschöpflichen Fundus an brauchbaren und unbrauchbaren Kritzeleien, die Ihnen niemals ausgehen werden. Das Leben schreibt die besten Geschichten!

Tipp 1: Gewöhnen Sie sich an, stets ein Notizbuch und einen Stift bei sich zu tragen. Notieren Sie Ideen, Beobachtungen, Anekdoten, Sprüche …

Darüber hinaus hilft die Erkenntnis, dass das Romane schreiben eine zwar befriedigende aber anstrengende Art und Weise ist, seine Freizeit zu verbringen, und dass die Aussicht auf zählbaren Erfolg (gemeint ist, eine Verlagsveröffentlichung) äußerst gering ist. Aber hier soll es zunächst nur um das Schreiben gehen, nicht um das Veröffentlichen. Letzteres ist eine ganz eigene Disziplin. Schon wenn Sie es geschafft haben, das Wort „Ende“ unter eine Geschichte zu setzen, die Sie mit einem eigenen Plot selbst entworfen haben, dürfen Sie sich mit Fug und Recht Schriftsteller nennen. Und das ist ein schöner und vorzeigbarer Erfolg! Doch der Weg dorthin ist lang.

Machen Sie sich also an die Arbeit!

 

Vorschau – Beim nächsten Mal: „Woher kommt der Plot?“


Kommentare

Eine Antwort zu „Romane und Thriller schreiben (1) – Das Talent sitzt nicht im Kopf, sondern im Arsch“

  1. Avatar von Benedikt
    Benedikt

    Wer sich vor dem Schreiben des Buches bereits Gedanken zur Veröffentlichung macht, dem ist das Schreiben selbst nicht wirklich wichtig. Es gibt nunmal Berufsautoren und Berufungsautoren und ich bin mir ziemlich sicher, das letztere mehr Spaß an ihrer Arbeit haben.
    Nur weil man kein professioneller Autor ist (wo eh niemand weiß wie genau man den definieren soll), heißt das jedoch noch lange nicht, dass das fertige Werk in irgendeiner Schublade vergammeln muss. Denn heutzutage kann man sich quasi aussuchen, wo man sein Buch veröffentlichen möchte. Für diese Entscheidung muss man sich lediglich die Frage stellen, die bereits vor dem Schreiben gestellt werden sollte: „Was möchte ich mit dem Buch erreichen?“

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