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	<title>Autorentipps Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
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	<title>Autorentipps Archive - Das tapfere Schreiberlein</title>
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		<title>Romane und Thriller schreiben (1) – Das Talent sitzt nicht im Kopf, sondern im Arsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 17:25:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;…, denn wenn du nicht sitzen kannst, kannst du auch nicht schreiben&#8220;, so die Worte Paul Schusters, eines 2004 verstorbenen deutschen Schriftstellers und Leiters diverser Schreibwerkstätten, in Verdeutlichung eines ursprünglich von Honoré de Balzac getätigten Ausspruchs. Da ist was dran! Wer einen Roman schreiben möchte, braucht in erster Linie Fleiß, Sitzfleisch und Durchhaltevermögen. Zum Schreiben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;…, denn wenn du nicht sitzen kannst, kannst du auch nicht schreiben&#8220;, so die Worte Paul Schusters, eines 2004 verstorbenen deutschen Schriftstellers und Leiters diverser Schreibwerkstätten, in Verdeutlichung eines ursprünglich von Honoré de Balzac getätigten Ausspruchs. Da ist was dran! Wer einen Roman schreiben möchte, braucht in erster Linie Fleiß, Sitzfleisch und Durchhaltevermögen. Zum Schreiben selbst ist darüber hinaus nicht viel an Rüstzeug erforderlich. Talent wird allgemein überbewertet, Stil und Sprachgefühl lassen sich lernen, die Plots liegen auf der Straße, an Handwerkszeug braucht man nicht mehr als Papier und einen Stift, eine Schreibmaschine oder, wer&#8217;s etwas zeitgemäßer mag, einen Computer mit Textverarbeitungsprogramm und einen Drucker.</p>
<p>Ein unverzichtbares Utensil ist ein Notizbuch, das Sie immer bei sich haben. Haben Sie eine unverbrauchte Metapher aufgeschnappt? Einen flotten Spruch eines Kollegen? Eine interessante Anekdote aus dem Urlaub des Nachbarn? Ist Ihnen an einer Person an der Bushaltestelle oder in der Warteschlange an der Supermarktkasse etwas Besonderes aufgefallen? Schleicht Ihnen eine zwar unausgegorene, aber vielleicht ausbaubare Idee durchs Gehirn? Notizbuch raus, aufschreiben! Sie erhalten so im Lauf der Zeit einen nahezu unerschöpflichen Fundus an brauchbaren und unbrauchbaren Kritzeleien, die Ihnen niemals ausgehen werden. Das Leben schreibt die besten Geschichten!</p>
<p style="padding: 10px; border-style: solid; border-width: thin thick thick thin; border-color: #808080;">Tipp 1: Gewöhnen Sie sich an, stets ein Notizbuch und einen Stift bei sich zu tragen. Notieren Sie Ideen, Beobachtungen, Anekdoten, Sprüche &#8230;</p>
<p>Darüber hinaus hilft die Erkenntnis, dass das Romane schreiben eine zwar befriedigende aber anstrengende Art und Weise ist, seine Freizeit zu verbringen, und dass die Aussicht auf zählbaren Erfolg (gemeint ist, eine Verlagsveröffentlichung) äußerst gering ist. Aber hier soll es zunächst nur um das Schreiben gehen, nicht um das Veröffentlichen. Letzteres ist eine ganz eigene Disziplin. Schon wenn Sie es geschafft haben, das Wort &#8222;Ende&#8220; unter eine Geschichte zu setzen, die Sie mit einem eigenen Plot selbst entworfen haben, dürfen Sie sich mit Fug und Recht Schriftsteller nennen. Und das ist ein schöner und vorzeigbarer Erfolg! Doch der Weg dorthin ist lang.</p>
<p>Machen Sie sich also an die Arbeit!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #808080;"><em>Vorschau &#8211; Beim nächsten Mal: &#8222;Woher kommt der Plot?&#8220;</em></span> </p>
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		<title>Wie man eine Figur erschafft (3), oder: Die schwere Kindheit</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2010/05/10/wie-man-eine-figur-erschafft-3/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 May 2010 15:19:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Oh weh, schon wieder mehr als ein Quartal rum und noch nichts gebloggt. Nu aber &#8230; Beim letzten Mal habe ich kurz dargestellt, was alles bei der Beschreibung einer Romanfigur zu beachten ist. Dabei habe ich mich allerdings ausschließlich auf die Äußerlichkeiten beschränkt. Zu einer vollständigen Figur gehört jedoch wesentlich mehr als das. Was bisher [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2010/05/10/wie-man-eine-figur-erschafft-3/">Wie man eine Figur erschafft (3), oder: Die schwere Kindheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Oh weh, schon wieder mehr als ein Quartal rum und noch nichts gebloggt. Nu aber &#8230;</p>
<p><a title="interner Link: Wie man eine Figur erschafft (2)" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/12/30/wie-man-eine-figur-erschafft-2/">Beim letzten Mal</a> habe ich kurz dargestellt, was alles bei der Beschreibung einer Romanfigur zu beachten ist. Dabei habe ich mich allerdings ausschließlich auf die Äußerlichkeiten beschränkt. Zu einer vollständigen Figur gehört jedoch wesentlich mehr als das. Was bisher noch fehlt, sind die Eigenschaften, die den eigentlichen Charakter ausmachen, die psychologischen bzw. soziologischen Eigenschaften. Bevor nun der geneigte Leser aufstöhnt und sagt, das sei doch alles übertrieben und ob man nicht die Kirche im Dorf lassen solle, sei an ein paar Dinge erinnert:</p>
<p>1. Die Biografierung einer Figur ist kein Selbstzweck. Sie dient dazu, sich selbst über die Figur besser klarzuwerden, sie kennenzulernen, ihre Macken, ihre Stärken und ihre Schwächen einschätzen zu können, zu wissen, wie sie zu dem geworden ist, was sie ist, wie sie in bestimmten Situationen reagieren wird, und warum. Nur wer seine Figuren kennt und sie im Griff hat, ist in der Lage, sie glaubwürdig und überzeugend agieren zu lassen.</p>
<p>2. Je wichtiger die Figur für die Geschichte, desto genauer sollte man sich im Vorfeld Gedanken über sie machen. Dies führt zwangsläufig dazu, dass eine Biografie bzw. ein Steckbrief für eine Figur umso umfangreicher wird, je stärker ihre Rolle in der Geschichte ist. Nicht zu jeder Figur muss jeder Aspekt ausgearbeitet werden. Das volle Programm gibt&#8217;s nur für die Hauptfiguren.</p>
<p>3. Je mehr Figuren, je mehr Verbindungen untereinander, desto größer der Biografierungsaufwand. Schreiben Sie ein Roadmovie, in dem es um die Geschichte des Ich-Erzählers geht, der versucht, auf einem Motorrad-Roadtrip durch die Wüste von Arizona über eine verflossene Liebe hinwegzukommen, und dabei nur zwei eingeborene Navajo-Indianer trifft, werden Sie mit der Biografiererei schnell fertig sein. Anders, wenn Sie ein Historienepos über drei Generationen hinweg schreiben.</p>
<p><span id="more-192"></span>Wenn ich anfange, eine Figur zu biographieren, habe ich einige Eckpunkte bereits im Kopf. Ich weiß zum Beispiel, welches Geschlecht die Figur hat, wie alt sie ist und welche Rolle sie in der Geschichte spielen soll (siehe &#8222;Wie man eine Figur erschafft&#8220; <a title="interner Link: Wie man eine Figur erschafft (1)" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/10/24/wie-man-eine-figur-erschafft-1/">Teil1</a> und <a title="interner Link: Wie man eine Figur erschafft (2)" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/12/30/wie-man-eine-figur-erschafft-2/">Teil 2</a>). Um die Figur genauer kennenzulernen, beginne ich die Biographie dann quasi mit ihrer Vorgeschichte: Wer sind ihre Eltern? Was sind ihre Berufe? Wo haben sie gelebt, als die Figur geboren wurde? Hat die Figur Geschwister? Schon diese Eingangsfragen haben starken Einfluss darauf, welche Frühentwicklung die Figur durchlebt hat. Der als viertes Kind eines Duisburger Stahlkochers und einer Schneiderin geborene Sohn wird anders aufwachsen als die einzige Tochter eines Universitätsprofessors und einer Grundschullehrerin im Westteil Berlins zur Zeit des geteilten Deutschlands.</p>
<p>Dann folgen die Fragen nach den Umständen, wie die Figur aufwuchs. Wie war das soziale Umfeld, wie die wirtschaftlichen Verhältnisse im Elternhaus? Hat es Änderungen des sozialen Umfeldes gegeben, etwa durch Umzüge oder Arbeitsplatzwechsel der Eltern? Gab es Scheidungen während der Kindheit und Jugend? War die Erziehung streng oder locker? Wie gestaltete sich der schulische Werdegang?</p>
<p>Es schließt sich die Phase an, in der die Figur dem Elternhaus entwächst. Der elterliche Einfluss nimmt ab, Freunde werden wichtiger. Welchen Einfluss hatten Freundeskreise auf die Entwicklung der Figur? Wie hat sich ihr Verhältnis zum Elternhaus während der Pubertät entwickelt? Hat die Figur weiterführenden Schulen besucht? Was beeinflusste ihre Berufswahl? Sollte die Person ihrem Umfeld entwachsen und gesellschaftlich aufgestiegen sein, wie hat sie das geschafft? Bei einem Abstieg: Was hat das verursacht?</p>
<p>Die Faktoren, die sich rund um das Milieu spinnen, in dem die Person aufgewachsen ist, sind vielleicht der wichtigste Aspekt in der Soziologie eines Menschen. Bei Romanfiguren wie bei echten Menschen. Wer diese und ähnliche Fragen beantworten kann, wird erkennen, warum eine Person/Figur so ist wie sie ist. Nur mit dem Unterschied, dass wir dies bei Romanfiguren selbst in der Hand haben.</p>
<p>Bei den Aspekten des Schöpfungsaktes in unserer Figurenküche sollten wir nicht vergessen, dass es häufig die ungeordneten Verhältnisse sind, die eine Figur spannungsreich machen. Was wir einem Menschen in der Realität meistens weniger wünschen, kann einer Romanfigur den anregenden Touch verleihen, der den Leser erst auf sie neugierig werden lässt. Eine Figur kann ohne Eltern im Waisenhaus aufgewachsen sein, die Eltern könnten mittellos oder kriminell gewesen sein. Die Figur könnte unter Trennungen der Eltern gelitten haben und in einer Patchworkfamilie aufgewachsen sein, in der es Spannungen unter womöglich ethnisch gemischten Geschwistern gab. Sie könnte ein unerwünschtes Kind gewesen oder von ihren Geschwistern gequält und gegängelt, in der Schule ausgegrenzt oder von Mitschülern gemobbt worden sein. Die Figur könnte bereits in jungen Jahren in schlechte Gesellschaft geraten oder von zu Hause abgehauen sein. Und so weiter und so weiter. Die Palette ist endlos. Häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, Drogenkonsum, Alkoholismus, Kriminalität, Okkultismus, Radikalismus, dunkle Geheimnisse in der Vergangenheit &#8230; Lassen Sie Ihre Phantasie spielen. Legen Sie Ihren Figuren ruhig ein paar Steine in den Weg, geben sie ihnen ein paar Ecken und Kanten mit. Was sie nicht umbringt, macht sie nur härter. Und unterhaltsamer. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2010/05/10/wie-man-eine-figur-erschafft-3/">Wie man eine Figur erschafft (3), oder: Die schwere Kindheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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		<title>Wie man eine Figur erschafft (2), oder: &#8222;Du weißt schon wer&#8220; im Eigenbau</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/12/30/wie-man-eine-figur-erschafft-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 16:15:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie entwirft man eine Figur Schritt für Schritt? Diese Frage möchte ich heute ein wenig näher beleuchten. Oder wenigstens damit anfangen, denn alle Aspekte werde ich in einem Artikel nicht unterbringen können. Wie bereits beim letzten Mal kurz angerissen, sollte man sich, wenn man beginnt Figuren zu entwerfen, bereits hinreichend Gedanken darüber gemacht haben, was [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/12/30/wie-man-eine-figur-erschafft-2/">Wie man eine Figur erschafft (2), oder: &#8222;Du weißt schon wer&#8220; im Eigenbau</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie entwirft man eine Figur Schritt für Schritt? Diese Frage möchte ich heute ein wenig näher beleuchten. Oder wenigstens damit anfangen, denn alle Aspekte werde ich in einem Artikel nicht unterbringen können.</p>
<p>Wie bereits <a title="interner Link: Grundsätzliche Gedanken zum Erschaffen von Romanfiguren" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/10/24/wie-man-eine-figur-erschafft-1/">beim letzten Mal</a> kurz angerissen, sollte man sich, wenn man beginnt Figuren zu entwerfen, bereits hinreichend Gedanken darüber gemacht haben, was für eine Geschichte man schreiben will, was für Figuren man dafür braucht und für welche Funktionen in der Geschichte sie vorgesehen sind. Jede dieser Figuren verfügt zunächst über eine Reihe im Wesentlichen unveränderlicher Merkmale, die ich gerne die &#8222;harten&#8220; Eigenschaften nennen und mit denen ich anfange: Geschlecht, Alter, Name, ethnische Herkunft. Es sind die Dinge, die auch auf dem Steckbrief eines Gesuchten ganz oben stehen würden.</p>
<blockquote><p>Gesucht wird: &#8222;Du-weißt-schon-wer&#8220;, auch bekannt unter dem Pseudonym &#8222;Der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf&#8220;<br />
Der Gesuchte ist männlich, nach dem Augenschein ca. 40 bis 45 Jahre alt und auffallend hellhäutig.</p></blockquote>
<p>Zu den harten Eigenschaften, oder auch der Physis einer Figur, gehören natürlich noch weitere Dinge, die im nächsten Schritt dazukommen: Haar- und Augenfarbe, Größe, Gewicht, Körperbau, Körperhaltung, Gangart. Auch das kennen wir aus besagten Steckbriefen von Gesuchten.</p>
<blockquote><p>Du-weißt-schon-wer ist etwa 1,90m groß und schmächtig. Er trägt eine Glatze und ist bartlos. Er hat auffällige rote Augen mit schlangenähnlichen Pupillen. Seine Nasenlöcher sind deformiert und zu Schlitzen verengt.</p></blockquote>
<p>Die weiteren Eigenschaften werden immer spezieller und detaillieren das Bild weiter. Physische Besonderheiten kommen hinzu, wie zum Beispiel Narben, Male, Tätowierungen, Piercings, fehlende Gliedmaßen, Behinderungen, Kurzsichtigkeit, Hinken, Stottern &#8230; Dazu der Gesundheitszustand, Allergien, frühere Erkrankungen, Neigung zu Mundgeruch oder Schweißausbrüchen. Ferner die Stimmlage und einprägsame Gesten beim Reden. Und schließlich gehört zum Erscheinungsbild einer Figur auch ihr Kleidungsstil, Make-up, auffälliger Schmuck, Statussymbole wie Uhren und sonstige Accessoirs.</p>
<blockquote><p>Auf dem rechten Unterarm trägt Du-weißt-schon-wer eine prägnantes Mal in Form eines Totenkopfes, aus dem eine Schlange kriecht. Er trägt gewöhlich weite schwarze Umhänge und offene Schuhe. Außerdem führt Du-weißt-schon-wer stets einen Zauberstab und häufig eine große lebende Schlange mit sich.</p></blockquote>
<p>Wohlgemerkt haben wir uns bis hierher nur mit der Physis der Figuren beschäftigt, also mit den Äußerlichkeiten, aber noch nicht mit ihrer Psyche und ihrer Soziologie, sprich, dem, was eigentlich ihren Charakter ausmacht. Diese Aspekte werden wir dann beim nächsten Mal untersuchen.</p>
<p>Für heute bedanke ich mich einstweilen bei allen Leserinnen und Lesern für ihr Interesse und ihre Treue und wünsche einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr.</p>
<p>Ihr/Euer</p>
<h2><em>Dave Kramer</em></h2>
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		<title>Wie man eine Figur erschafft (1)</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/10/24/wie-man-eine-figur-erschafft-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 20:55:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich meine Artikelserie aus der Schreibwerkstatt mit der Frage beginnen, welchen Zweck Schreibanleitungen haben, ob man aus ihnen kreatives Schreiben erlernen kann und ob kreatives Schreiben überhaupt erlernbar oder eine &#8222;angeborene&#8220; Fähigkeit ist. Nun, ich bin davon überzeugt, dass kreatives Schreiben sehr wohl erlernbar ist und dass jeder, der einen einigermaßen geraden Satz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/10/24/wie-man-eine-figur-erschafft-1/">Wie man eine Figur erschafft (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich meine Artikelserie aus der Schreibwerkstatt mit der Frage beginnen, welchen Zweck Schreibanleitungen haben, ob man aus ihnen kreatives Schreiben erlernen kann und ob kreatives Schreiben überhaupt erlernbar oder eine &#8222;angeborene&#8220; Fähigkeit ist.</p>
<p>Nun, ich bin davon überzeugt, dass kreatives Schreiben sehr wohl erlernbar ist und dass jeder, der einen einigermaßen geraden Satz formulieren und sich mündlich ausdrücken kann, auch kreativ schreiben kann, wenn er willens ist, es zu lernen. Irgendwie habe ich auf diese ewige Diskussion im Moment aber einfach keine Lust. Wer unbedingt glauben will, dass kreatives Schreiben eine gottgebene Fähigkeit ist und er es niemals lernen kann, der wird sich auch von mir nicht vom Gegenteil überzeugen lassen und soll von mir aus auf seinem bequemen Standpunkt hocken bleiben. Für alle anderen lasse ich das ganze Vorgeplänkel über Talent und Begabung einfach mal beiseite und fange mit meinen Schreibwerkstattberichten mittendrin an, dort, wo die Arbeit bereits in vollem Gange ist. Bei den Figuren. Und dabei, wie man sie erschafft.<span id="more-188"></span></p>
<p>Bevor ich anfange, mir darüber Gedanken zu machen, <em>wie </em>eine Figur sein soll, will ich mir darüber klar sein, welche Figuren überhaupt gebraucht werden, um die Geschichte zu erzählen. Wer ist die Hauptfigur, der &#8222;Held&#8220;? Wer steht ihm zur Seite und wird ihm bei der Erfüllung seiner Aufgabe behilflich sein? Und, noch wichtiger: Wer ist gegen ihn und wird ihm bei der Erfüllung seiner Aufgabe <em>hinderlich</em> sein? Hauptrollen und Nebenrollen sind zu besetzen. Und, nicht zu vergessen, die Statisten. Es ist ähnlich wie beim Casting für einen Film.</p>
<p>Die Überlegungen darüber, welche Geschichte man grundsätzlich schreiben möchte und welchem inneren Aufbau sie folgen soll, sollten zu diesem Zeitpunkt in groben Zügen bereits erfolgt sein. Wobei man in diesem Fall den Gaul natürlich auch von der anderen Seite her aufzäumen kann und sagen, die Figuren erschaffen die Geschichte, wie es beispielsweise Elizabeth George in ihrem Schreibratgeber &#8222;Wort für Wort&#8220; tut. (Elizabeth George, Wort für Wort, Seite 32 f.)</p>
<p>Letztlich ist es ganz egal, von welcher Seite aus man es betrachtet: Figuren und Plot bedingen einander, und die Figurenliste wächst zusammen mit dem Aufbau des Handlungsentwurfes zu ihrem vollständigen Umfang an, wie umgekehrt der Handlungsentwurf mit den Figuren Kontur annimmt. Wobei &#8222;vollständig&#8220; nicht heißen soll, dass die Liste statisch ist. Beim Erstellen der Rohfassung und auch später können jederzeit Figuren hinzukommen oder wegfallen.</p>
<p>Es wird nur in den seltensten Fällen möglich sein, eine Figur direkt beim ersten Wurf vollständig anzulegen, aus dem einfachen Grunde, weil sie im Kopf noch nicht fertig ist. Deswegen geht man bei der Analyse einer Figur am besten schrittweise vor. Wie das passiert, wollen wir uns beim nächsten Mal anschauen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/10/24/wie-man-eine-figur-erschafft-1/">Wie man eine Figur erschafft (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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		<title>Berichte aus der Schreibwerkstatt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2009 16:54:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Moin liebe Leser, hier ist eine Zeitlang wenig passiert, was nicht daran liegt, dass ich keine Lust mehr habe, sondern daran, dass ich tief in die Vorarbeiten für ein neues Buch verstrickt bin. Und damit meine ich richtig tief. Eine neue Website ist auch in Vorbereitung. Da es derzeit bei Heinrich Töpfer wenig Neues gibt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/05/06/berichte-aus-der-schreibwerkstatt/">Berichte aus der Schreibwerkstatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Moin liebe Leser,</p>
<p>hier ist eine Zeitlang wenig passiert, was nicht daran liegt, dass ich keine Lust mehr habe, sondern daran, dass ich tief in die Vorarbeiten für ein neues Buch verstrickt bin. Und damit meine ich <em>richtig </em>tief. Eine neue Website ist auch in Vorbereitung. Da es derzeit bei Heinrich Töpfer wenig Neues gibt (das Manuskript tourt nach wie vor durch die Lande), werde ich künftig mal wieder ein bisschen aus meiner Schreibwerkstatt berichten und in loser Folge allgemeine und spezielle Themen rund um das Schreiben aufgreifen und näher beleuchten.</p>
<p>Los geht’s in den nächsten Tagen mit dem Thema: Welchen Zweck haben Leitfäden und Fachbücher mit Schreibanleitungen? Kann man daraus wirklich kreatives Schreiben lernen? Ist kreatives Schreiben überhaupt erlernbar?</p>
<p>Weiter geht es danach mit Themen wie: Was zählt Talent? Woher nimmt man die Ideen? Wie erschafft man glaubwürdige Charaktere? Wie erzeugt man Spannung? Was ist beim Aufbau einer Szene zu beachten? Warum ist allzu detailliertes Beschreiben von Szenerien heute kaum noch gefragt? Und so weiter und so weiter. Weitere Themenvorschläge und Anregungen sind willkommen.</p>
<p>Also, man liest sich … </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2009/05/06/berichte-aus-der-schreibwerkstatt/">Berichte aus der Schreibwerkstatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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		<title>Schreiben ist leichter(?!)</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2008/12/02/schreiben-ist-leichter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 19:41:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich habe ich ein Rhetorikseminar besucht. Vier Tage Reden und Kurzvorträge halten. Spaß hats gemacht, ist aber auch recht anstrengend und dabei wirklich nicht ohne. Auf was man beim Reden, vom Inhalt mal ganz abgesehen, so alles achten muss: Die Körperhaltung, den Blickkontakt zum Publikum, die Handhaltung, die Gestik, die Mimik, die Stimmmodulation, Betonung, Lautstärke, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich habe ich ein Rhetorikseminar besucht. Vier Tage Reden und Kurzvorträge halten. Spaß hats gemacht, ist aber auch recht anstrengend und dabei wirklich nicht ohne. Auf was man beim Reden, vom Inhalt mal ganz abgesehen, so alles achten muss: Die Körperhaltung, den Blickkontakt zum Publikum, die Handhaltung, die Gestik, die Mimik, die Stimmmodulation, Betonung, Lautstärke, Spontanität &#8230; Du meine Güte! Und das auch noch alles gleichzeitig! Schreiben ist leichter, oder?</p>
<p>Wer schreibt, muss zum Beispiel schon mal nicht spontan sein. Auch wenn das, was eine Romanfigur so zum Besten gibt, richtig spontan, schlagfertig und cool klingt: Als Schreiber kann ich mir, wenn ich will, monatelang Zeit lassen und einen Dialog, Monolog, eine Aussage oder Bemerkung immer wieder und wieder umformulieren, neu fassen und daran herumfeilen, bis es, nun ja &#8230; so richtig spontan, schlagfertig und cool klingt.<span id="more-166"></span></p>
<p>Zweitens: Beim Schreiben stellt sich kein Lampenfieber wie beim Vortrag vor Publikum ein. Schreiben kann man ganz für sich allein im stillen Kämmerlein (reimt sich sogar).</p>
<p>Drittens muss man beim Schreiben nicht auf die Betonung und Stimmmodulation achten, denn der Leser hört nicht, ob eine Figur gerade ihre Stimme hebt oder senkt. Das muss im Kopf, in der Phantasie des Lesers passieren.  Andererseits muss ich als Schreiber sehr wohl dafür sorgen, dass im Kopf des Lesers das von mir beabsichtigte Bild überhaupt entstehen kann. Nichts ist schlimmer, als wenn die Figur gerade, zumindest in der Absicht des Autors, furchtbar aufgeregt die Stimme erhebt oder hitzig eine Debatte führt, und im Kopf des Lesers findet außer Ödnis gar nichts statt. Und zwar nicht wegen der geistigen Ebbe beim Leser, sondern weil ich es als Autor nicht geschafft habe, in seinem Kopf die richtigen Bilder bzw. die richtige Stimmung zu erzeugen. Drittens ist also nicht so ganz stichhaltig.</p>
<p>Tja, dann also zu Viertens: Hm, Gestik, Mimik, Körpersprache &#8230; Dass ich beim Schreiben darauf nicht zu achten habe, wäre auch nicht korrekt zu behaupten. Es obliegt schon der Rolle des Schreibers, seinen Figuren diese Dinge mitzugeben, oder zumindest die Phantasie des Lesers auf eine Weise anzuregen, dass die Figuren in seinem Kopf in der beabsichtigten Weise lebendig werden. Und das möglichst, ohne zu viele Details zu beschreiben. Die Phantasie soll ja auch nicht unnötig eingeengt werden. Ist also vielleicht sogar schwieriger als reden.</p>
<p>Tja, bevor ich die Liste weiter fortsetze und mich zunehmend in Widersprüche verstricke, höre ich jetzt lieber auf. Ich schätze, wirklich <em>leichter </em>ist schreiben dann doch nicht. Nur anders. <img decoding="async" onclick="grin(':mrgreen:');" src="../wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" /> </p>
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		<title>Rohfassung</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2008/05/10/rohfassung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2008 10:58:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich von einer Bekannten auf die Frage angesprochen, wie weit denn meine Kurzgeschichte sei, antwortete ich ihr, die Rohfassung sei soweit fertig, aber ob ich die ganze Überarbeiterei bis zum Einsendeschluss schaffe, wisse ich noch nicht. Daraufhin fragte sie mich, ob ich denn dann wenigstens die Rohfassung zum Wettbewerb einschicken würde. Schaudernd wich ich zurück. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich von einer Bekannten auf die Frage angesprochen, wie weit denn meine Kurzgeschichte sei, antwortete ich ihr, die Rohfassung sei soweit fertig, aber ob ich die ganze Überarbeiterei bis zum Einsendeschluss schaffe, wisse ich noch nicht. Daraufhin fragte sie mich, ob ich denn dann wenigstens die Rohfassung zum Wettbewerb einschicken würde. Schaudernd wich ich zurück. Versenden? Eine Rohfassung? Niemals! Sie schaute mich ein wenig unverständlich an, nicht wissend, was denn so schlimm daran sei, eine nicht hundertprozentig feingearbeitete Geschichte zu verschicken. Es ginge doch in erster Linie um die Idee. Dafür hätte ein Verlag, eine Agentur, der Ausrichter eines Wettbewerbs doch bestimmt Verständnis.</p>
<p>Tja, das ist leider ein fundamentaler Irrtum. Ein Verlag, eine Agentur oder der Ausrichter eines Wettbewerbs haben weder die Zeit noch die Lust, sich um unfertige Projekte zu kümmern. Auf ihren Internetseiten <em>flehen </em>die Anbieter die Autoren geradezu an, ihre Manuskripte bzw. Leseproben doch bitte erst dann einzuschicken, wenn man wirklich überzeugt sei, einen Text so gut ausgearbeitet zu haben, dass man kein Verbesserungspotenzial mehr sehe. Mit bloßen Ideen oder Rohfassungen anzukommen kann man sich leisten, wenn man als Autor fest im Sattel sitzt und quasi zusammen mit dem Lektor eines Verlages oder seinem Agenten ein Buch von der Idee an entwirft.</p>
<p>Und zweitens: Eine Rohfassung hat nichts mit &#8222;nicht hundertprozentig feingearbeitet&#8220; zu tun, denn eine Rohfassung ist meilenweit davon entfernt, auch nur <em>halbfertig </em>zu sein. Aber, um ein wenig mehr Licht ins Dunkel zu bringen, wenden wir uns doch mal der Frage zu: Was ist das eigentlich, eine Rohfassung?</p>
<p>Eine Rohfassung geht erheblich weiter als ein Plot, welcher nur ein Grundgerüst, eine Sammlung von Gedanken, Charakteranalysen und Schauplatzbeschreibungen darstellt. Eine Rohfassung enthält bei mir bereits strukturiert und überwiegend ausformuliert die gesamte Geschichte in kausal miteinander verknüpften und aufeinander abfolgenden Szenen. Sämtliche Figuren und Schauplätze kommen vor, Dialoge sind vorhanden und teilweise lässt sich eine Rohfassung schon lesen, wie das fertige Manuskript. Aber eben nur teilweise. Beim Schreiben einer Rohfassung achte ich nicht auf Perfektion. Ich schreibe einfach, wie mir die Gedanken in den Sinn kommen. Manchmal so schnell, dass ich ganze Wörter oder Halbsätze auslasse, nur um schneller weiter zum nächsten Satz zu kommen, bevor ich ihn wieder vergesse.</p>
<p>Rechtschreibung, Wortwahl, Satzbau, Zeichensetzung spielen keine Rolle. Mitunter lasse ich auch ganze Dialoge weg. Figuren, die noch keine Namen haben, werden &#8222;Bla&#8220; oder &#8222;Schnick&#8220; genannt. Szenen reißen mitten im Satz ab, ergänzt von einem Klammerzusatz, in dem steht &#8222;Hier muss noch etwas hin&#8220; oder &#8222;Darüber muss ich mir noch Gedanken machen&#8220;. Auch Absätze, in denen zehnmal hintereinander das gleiche Verb oder Adjektiv gebraucht wird, kommen vor. Manchmal schreibe ich auch den gleichen Absatz oder Dialog mehrmals hintereinander, mit unterschiedlicher Satzstellung oder alternativen Formulierungen, um mir später Gedanken darüber zu machen, welche Variante mir am besten gefällt oder der Geschichte am besten dient.</p>
<p>Es kommt mir also beim Erstellen der Rohfassung zunächst nur darauf an, die Geschichte aus mir herauszulassen, egal wie. Mir über Formulierungen, Stil, Dialogdetails usw. Gedanken zu machen, hat Zeit für die vielen Zyklen der Überarbeitung, wenn der innere Lektor eingeschaltet und jeder einzelne Satz an den Marterpfahl der Kritik gestellt wird.</p>
<p>Ich denke, daraus wird klar, dass eine Rohfassung eine reine Autorenfassung ist und ebensowenig etwas in der freien Wildbahn zu suchen hat, wie ein neues Auto, das zuerst nur als Holz- oder Tonmodell existiert. Erst dann, wenn es zumindest den Erlkönigstatus erreicht hat, wird ein Auto erstmals in der Realität auf seine Praxistauglichkeit getestet und hie und da von aufmerksamen Journalisten erspäht. Ihr kennt vielleicht diese merkwürdigen Fotos, meistens etwas unscharf, von seltsam verkleidet aussehenden unbekannten Autos, die irgendwo in den verschneiten schwedischen Wäldern aufgenommen wurden. Übertragen auf eine Geschichte wäre das Erlkönigstadium dasjenige, zu dem erste Testleser die Story in die Finger gedrückt bekommen, verbunden mit der Aufforderung, ein Brauchkarkeitsurteil abzugeben. Mit Holzmodellen sollte man jedoch keinen Testleser und erst recht keinen Verlag, Agenten oder Ausrichter eines Literaturwettbewerbes behelligen.</p>
<p>Schöne Pfingsten wünscht<br />
Euer</p>
<h2><em>Schreiberlein</em></h2>
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			</item>
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		<title>Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Feb 2007 08:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Flickwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Füllwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfswörter]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Umgangssprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Kampf den Füll- und Flickwörtern&#8220;, zu diesem Thema hatte ich Ihnen vor ein paar Monaten ein paar konkrete Beispiele aus meinem Manuskript versprochen, erinnern Sie sich noch? Nicht? Egal. Ich greife das Thema trotzdem nochmal auf. Viel besser, als die Krux bei der Füll- und Flickwörterei anhand ein paar mühsam zusammengeklaubter Textstellen aus meinem Manuskript [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/">Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="interner Link: Kampf den Füll- und Flickwörtern" href="http://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/">&#8222;Kampf den Füll- und Flickwörtern&#8220;</a>, zu diesem Thema hatte ich Ihnen vor ein paar Monaten ein paar konkrete Beispiele aus meinem Manuskript versprochen, erinnern Sie sich noch? Nicht? Egal. Ich greife das Thema trotzdem nochmal auf.</p>
<p>Viel besser, als die Krux bei der Füll- und Flickwörterei anhand ein paar mühsam zusammengeklaubter Textstellen aus meinem Manuskript deutlich zu machen, eignet sich allerdings eine Begebenheit aus dem wirklichen Leben, deren Zeuge ich kürzlich wurde. Das folgende Gespräch bekam ich zufällig mit, als ich nach einem abendlichen Einkaufsbummel an der Theke eines Bistros in der Innenstadt saß und einen Kaffee schlürfte. Der Wirt führte es mit einem anderen Gast, der zwei Barhocker weiter beim Bier saß. Ich habe keine Ahnung, woran sich die Diskussion der beiden konkret entzündet hatte. Ich wurde erst hellhörig, als das Wort &#8222;Flickwörterei&#8220; an mein Ohr drang. Doch lesen Sie selbst &#8230;<span id="more-52"></span></p>
<blockquote>
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»&#8230; was passt dir an ›irgendwas‹ nicht?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Das es ein belangloses Flickwort ist. Wörter mit ›irgend‹ sind leere Floskeln. ›Irgendwas‹, ›irgendwie‹, ›irgendwer‹ &#8230; Unkonkreter geht&#8217;s doch kaum noch. Wörter mit ›irgend‹ setzt man nur ein, wenn einem gerade nichts besseres einfällt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Hm, ist irgendwie schon was dran.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»›Schon‹ gehört übrigens auch dazu. Und ›übrigens‹ und besonders ›auch‹ auch. Und ›besonders‹ eigentlich auch. Und ganz besonders ›eigentlich‹.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Was ist an ›eigentlich‹ so besonders?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Eigentlich gar nichts.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Jetzt hast du es selbst gesagt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Was gesagt?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»›Eigentlich‹.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Oh, äh, naja &#8230; aus der normalen Umgangssprache ist es ja auch eigentlich nur schwer herauszubekommen. Es geht mehr um Beschreibungen und um die geschriebene Sprache, weißt du? Diese ganzen Hilfs- und Füllwörter sind häufig Krücken, die eingesetzt werden, um Aussagen zu verstärken, abzuschwächen, über etwas zu spekulieren, es aufzublasen, künstlich zu verlängern, oder auch, um eigene Unsicherheiten beim Gesagten zu kaschieren oder weil einem der speziellere Ausdruck fehlt.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Sag mal ein Beispiel.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Was würdest du zum Beispiel denken, wenn du in der Zeitung folgende Aussage eines Sprechers des Gesundheitsministeriums liest: ›Wir gehen ja eigentlich davon aus, dass die Gesundheitsreform die Kassenbeiträge natürlich schon irgendwie senken wird.‹«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ich würde denken, dass das eine ziemliche Herumeierei ist.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. ›Eigentlich‹ ist ein Wort, dass eher eine schale Behauptung als eine echte Aussage begleitet. Und es unterstreicht, dass dem Sprecher das Behauptete alles andere als klar ist. ›Natürlich‹ oder ›selbstverständlich‹ kann man sich schenken, wenn es tatsächlich selbstverständlich ist. ›Irgendwie‹ besagt, dass der Sprecher entweder nicht weiß, was er sagen will, oder zu faul war, es sich zu überlegen. ›Ja‹ soll eine Art von Familiarität des Gesagten erzeugen und es beiläufig und selbsterklärend klingen lassen, in der Art von ›hab ich ja gleich gesagt‹, wirkt aber eher windig. Und ›schon‹ ist völlig überflüssig, so lange die Aussage, wie bei diesem Beispiel, auch ohne das ›Schon‹ klar ist.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Klingt einleuchtend. Ohne das ganze Beiwerk bliebe demnach übrig: ›Wir gehen davon aus, dass die Gesundheitsreform die Kassenbeiträge senken wird.‹«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. Ist zwar aus dem Munde eines Politikers immer noch genauso windig, aber wenigstens ohne unnützen sprachlichen Ballast.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Wenn ich das richtig verstehe, ersetzt man den Müll also entweder durch speziellere Ausdrücke oder lässt ihn gleich ganz weg, ja?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Genau. Es sei denn, es handelt sich um ein umgangssprachliches Gespräch.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Wieso das?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Weil es da der Natürlichkeit der Sprache dient. Wie würde das denn klingen, wenn zwei Typen wie wir plötzlich nur noch in druckreifen Sätzen sprechen würden, ohne dauernd ›jetzt‹, ›mal‹, ›man‹, ›noch‹, ›fast‹ oder ›auch‹ zu sagen?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Irgendwie unnatürlich.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Eben. Noch was zu trinken?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ich glaube, ich könnte eigentlich schon noch ein Bier vertragen.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Und jetzt versuch mal, diesen Satz ohne den ganzen Beimüll zu sagen.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Welchen Satz?«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Deine Bestellung. Ich habe gefragt: ›Noch was zu trinken?‹ Und du sagst &#8230;«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Und ich sage: ›ich glaube‹ &#8230; ›eigentlich‹ &#8230; ›schon noch‹ &#8230; Hm, ein Bier, bitte!«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Siehst du, zwar kürzer, aber weniger natürlich und weniger unterhaltsam.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Ein Teufelskreis.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Wirt:</td>
<td valign="top">»Du sagst es. Und was bleibt am Ende? Was ich natürlich irgendwie schon immer gesagt habe: Wenn man will, kann man eine Häufung von Füllwörtern fast immer vermeiden.«</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Gast:</td>
<td valign="top">»Eigentlich schon.«</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2007/02/10/fuell-und-flickwoerter-2-der-kampf-geht-weiter/">Füll- und Flickwörter (2) &#8211; Der Kampf geht weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Duden-Korrektor</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/12/19/duden-korrektor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2006 20:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Software- und Literaturtipps]]></category>
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		<category><![CDATA[Duden]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
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		<category><![CDATA[Textverarbeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Rubrik &#8222;Literatur- und Softwaretipps&#8220; werde ich künftig einige Softwareprodukte und Bücher vorstellen, die ich bei der schriftstellerischen Arbeit kennengelernt habe. Den Anfang macht der Duden-Korrektor, über den ich heute zunächst einmal eine Kurzvorstellung bringen möchte. Später folgen vielleicht einmal ein paar ausführlichere Beschreibungen zu speziellen Einzelheiten der Software. Der Duden-Korrektor ist eine Rechtschreib- [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/12/19/duden-korrektor/">Duden-Korrektor</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Rubrik &#8222;Literatur- und Softwaretipps&#8220; werde ich künftig einige Softwareprodukte und Bücher vorstellen, die ich bei der schriftstellerischen Arbeit kennengelernt habe. Den Anfang macht der Duden-Korrektor, über den ich heute zunächst einmal eine Kurzvorstellung bringen möchte. Später folgen vielleicht einmal ein paar ausführlichere Beschreibungen zu speziellen Einzelheiten der Software.</p>
<p>Der Duden-Korrektor ist eine Rechtschreib- und Grammatiksoftware der <a href="http://www.duden.de/" title="Homepage der Duden-Redaktion" target="_blank" rel="noopener">Duden-Redaktion</a>. Gekauft und getestet habe ich den <a href="http://www.duden.de/produkte/detail.php?nid=2&amp;isbn=3-411-06558-3" title="Duden-Korrektor im Duden-Onlineshop" target="_blank" rel="noopener">Duden-Korrektor Plus</a> in der Version 3.51. Es gibt ihn für die Office-Pakete von Microsoft und OpenOffice. Das Paket für Microsoft-Office bringt zusätzlich die elektronischen Versionen der Dudenwerke »Das Fremdwörterbuch«, »Richtiges und gutes Deutsch« und »Das Synonymwörterbuch« mit und rechtfertig darüber eigentlich schon den Preis von 49,95 €. Der Duden-Korrektor ist kein &#8222;eigenständiges&#8220; Programm, sondern wird als Erweiterung bzw. Plugin in die vorhandene Textverarbeitung eingebaut, die er lediglich ergänzt und erweitert. Benutzt wird das Programm dann wie gewohnt über die Rechtschreibfunktionen der Textverarbeitung. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und setzen bereits einiges an Wissen über Grammatik und Rechtschreibung voraus. Die Hilfefunktion bietet dabei recht gute Unterstützung.</p>
<p>Das Programm beschränkt sich nicht nur auf die Prüfung der korrekten Schreibweise von Wörtern, sondern bietet auch die umfassende Prüfung von Grammatik und Interpunktion. Die Ergebnisse, die es liefert, sind weitaus besser, als die der Standardrechtschreibfunktionen, jedoch in vielen Fällen auch mit Vorsicht zu genießen. Wie jede Software besitzt das Programm weder Intelligenz, noch eigene Logik. Es folgt stur den starren Regeln, die ihm von Menschenhand einprogrammiert wurden. Dementsprechend anfällig ist es für Irrtümer und Fehlinterpretationen, insbesondere, wenn es sich, wie in meinem Fall, nicht nur mit standardsprachlichen Wörtern und Wendungen, sondern auch mit recht eigenwilligen Eigenkreationen an Namen und Begriffen herumschlagen muss.</p>
<p>Insgesamt ist der Duden-Korrektor eine sinnvolle Ergänzung der vorhandenen Rechtschreibfunktionen von Word bzw. Writer. Setzt man ihn mit Bedacht ein und hinterfragt kritisch die Ergebnisse, kann man damit zufrieden sein. Das Programm ersetzt jedoch keinesfalls eigene Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse, es setzt sie vielmehr voraus. Verlässt man sich blind auf die Vorschläge der Software, sieht der Text nach der Vollprüfung unter Umständen schlimmer aus als vorher. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/12/19/duden-korrektor/">Duden-Korrektor</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dastapfereschreiberlein.de">Das tapfere Schreiberlein</a>.</p>
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		<item>
		<title>Kampf den Füll- und Flickwörtern</title>
		<link>https://www.dastapfereschreiberlein.de/2006/09/22/kampf-den-fuell-und-flickwoertern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Detlef Köhne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2006 19:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[einfach alles]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorentipps]]></category>
		<category><![CDATA[Dialoge]]></category>
		<category><![CDATA[Flickwörter]]></category>
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		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Töpfer]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfswörter]]></category>
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		<category><![CDATA[Quellen]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Techniken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein bisschen Kultur hat noch keinem geschadet Getreu dieses Mottos besuchte ich Mittwoch Abend mit Freunden eine recht inspirierende literarische Veranstaltung in der Kulturkirche in Köln-Nippes. Frank Schätzing, in erster Linie bekannt geworden durch den Thriller &#8222;Der Schwarm&#8220;, stellte das Hörspiel zu seinem Mittelalterkrimi &#8222;Tod und Teufel&#8220; vor. Während Frank Schätzing über die Tücken bei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ein bisschen Kultur hat noch keinem geschadet</p></blockquote>
<p>Getreu dieses Mottos besuchte ich Mittwoch Abend mit Freunden eine recht inspirierende literarische Veranstaltung in der <a title="Kulturkirche Köln-Nippes" href="http://www.kulturkirche-koeln.de/" target="_blank" rel="noopener">Kulturkirche in Köln-Nippes</a>. <a title="Homepage von Frank Schätzig (zur Zeit im Umbau)" href="http://www.frank-schaetzing.com/main.html" target="_blank" rel="noopener">Frank Schätzing</a>, in erster Linie bekannt geworden durch den Thriller &#8222;Der Schwarm&#8220;, stellte das Hörspiel zu seinem Mittelalterkrimi &#8222;Tod und Teufel&#8220; vor. Während Frank Schätzing über die Tücken bei der Herstellung eines Hörspiels sprach, kam er auf ein Dilemma zu sprechen, dem man unweigerlich bei der Vertonung solch umfangreicher Texte, wie es &#8222;Tod und Teufel&#8220; nun einmal ist, gegenüber steht: Wie bringt man den Text auf einer überschaubaren Menge Tonträger unter? Jeder, der schon mal einen längeren Text laut vorgelesen hat, sei es zu Hause am Bett der Kinder oder auch bei der Produktion eines Podcasts, wird die Erfahrung bereits gemacht haben: Es dauert erheblich länger, eine Buchseite vorzutragen, als sie nur für sich im Stillen zu lesen. Folglich nehmen Hörbuchproduktionen schnell biblische Ausmaße an: &#8222;Harry Potter und der Stein der Weisen&#8220;: 9 CDs; &#8222;Der Schwarm&#8220;: 10 CDs; &#8222;Der Herr der Ringe &#8211; Die Gefährten&#8220;: 16 CDs; &#8222;Harry Potter und der Orden des Phönix&#8220;: 26 CDs. So hoch diese Zahlen auch klingen, sie wären weit höher, würde mit den Texten nicht etwas getan, wovor es den Autor graust und was Frank Schätzing bei seiner Hörspielvorstellung &#8222;das böse K-Wort&#8220; nannte: Kürzen!</p>
<p>Schätzing machte in dem Zusammenhang eine interessante Rechnung auf: Wenn man sämtliche Inquit-Formeln wegkürzt (Inquit-Fromeln = sog. Redezusätze, also solche Dinge wie &#8222;er sagte&#8220;, &#8222;sie sagte&#8220;, &#8222;antwortete er&#8220;, &#8222;rief sie&#8220; usw.), kommt man bei einem 500-Seiten-Manuskript schnell auf eine Ersparnis von zwölf Seiten. Klingt wenig, läppert sich aber zusammen. Nun ist es bei einem Buchmanuskript etwas problematisch, einfach auf die Inquit-Formeln zu verzichten. Spätesten bei längeren Dialogen oder Dialogen mit mehr als zwei Beteiligten verlöre man als Leser sehr schnell den Überblick, wenn man nicht ab und zu erinnert wird, wer was zu wem sagt; zumal viele dieser Formeln beim geschriebenen Wort dazu dienen, zu schildern <em>wie </em>etwas gesagt wird: resigniert, schrill, hysterisch, leise, heiser, provokant, ruhig, nervös, gehaucht, lasziv, barsch, schroff usw.</p>
<p>Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja: Kürzen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><span id="more-48"></span><br />
Also: Anders als bei Hörspielproduktionen sind die Inquit-Formeln bei Buchmanuskripten natürlich unverzichtbar, aber es gibt andere Löschkandidaten, nach denen es zu fahnden lohnt. Gemeint sind Hilfs-, Füll- und Flickwörter. Ein Beispiel? Gerne: sehr, natürlich, offenbar, wohl, irgendwo, etwas, ja, doch, eigentlich, fast, hier, jetzt, wieder, vielleicht &#8230; Die Liste der Kandidaten ist lang. In meiner persönlichen Füllwörterliste tummeln sich etwa 50 Begriffe; Abwandlungen nicht mitgezählt. Was ist einzuwenden, gegen diese Wörter, für die es so klangvolle Namen gibt wie Adverb, Konjunktion oder Pronomen? Im Prinzip gar nichts. Es kommt immer darauf an, in welchem Kontext sie verwendet werden. Und in einer Erzählung gibt es manch eine Stelle, an der sie schlicht gar nichts verloren haben.</p>
<p>Die Häufigkeit dieser Wörter ist erstaunlich. In der Hitliste der zwanzig verbreitetsten Hilfs- und Füllwörter im Manuskript zu &#8222;Heinrich Töpfer &#8211; Bitte nicht rütteln&#8220; , bin ich auf die erstaunliche Anzahl von 6733 gekommen (dank IT-Unterstützung kann man so etwas recht fix feststellen). Nach der Durchforstung waren es noch 4575. Das ist eine Verringerung um fast 2200 Wörter bzw. knapp ein Drittel und entspricht einem Volumen von etwa neun Seiten.</p>
<p>Aber vorsicht: Nicht über das Ziel hinausschießen. Daran, dass bei meinen zwanzig &#8222;beliebtesten&#8220; Kanidaten 4575 Ausprägungen übrig geblieben sind, kann man ermessen, dass es natürlich verfehlt wäre, die vermeintlich bösen Wörter einfach zu streichen. Viele Dialogsätze klängen völlig unnatürlich, ohne die vielen Füll- und Hilfswörter, mit denen wir auch im täglichen Leben um uns werfen. Ebenso verhält es sich, wenn man jemandem etwas erzählt, so wie ich hier gerade in diesem Blog, in dem es von Hilfs-, Füll- und Flickwörtern nur so wimmelt. Es kommt halt immer auf den Einzelfall an, und was in der Stimme des Erzählers Fehl am Platz sein kann, hat in einem Dialog möglicherweise durchaus seine Berechtigung.</p>
<p>In einem der nächsten Beiträge werde ich mal ein paar konkrete Beispiele aus meinem eigenen Manuskript vorstellen, sonst heißt es wieder &#8222;Der Kramer, der spinnt wieder total rum mit seiner Korinthenkackerei&#8220;.</p>
<p>Ach, übrigens: Bereits Goethe benutzte eine solche Liste, die man sich unter <a title="Goethes Liste verbotener Redewendungen in literarischen Manuskripten" href="http://www.autoren-magazin.de/goethes-verbote.phtml" target="_blank" rel="noopener">http://www.autoren-magazin.de/goethes-verbote.phtml</a> ansehen kann. Leider habe ich die erst entdeckt, nachdem ich meine eigene fertig hatte. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>
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