Tag Archives: Vollständigkeit

zum guten Schluss

Zu welcher Art Ende-Mensch gehören Sie? Nein, nein, ich meine damit keine bevorzugte Suizidmethode und auch nicht, ob Sie sich ein Totenhemd mit oder ohne Rüschen wünschen oder auf was für einer Art Papier Ihr Testament gedruckt werden soll. Ich meine das mehr im Sinne von Ausklang: Verlängerung bis zum Abpfiff oder sudden death? Umdrehen und einschlafen oder Nachspiel?

Wie so oft, lassen sich Menschen bei solchen Fragen in zwei Kategorien einteilen. Während die einen nach der Kinovorstellung, noch bevor das Licht angeht, aus den Sitzen springen und U-Bahn oder Taxistand zustreben, bleiben die anderen bis zur letzten Zeile des Abspanns hocken und diskutieren anschließend an der Bar beim gemeinsamen Bier die Leistungen der einzelnen Darsteller und die Qualität der Special Effects … Während die einen nach Abgabe ihrer Klausurarbeiten bis zur Rückgabe nichts mehr davon hören wollen, sprechen die anderen nach der Stunde gerne Punkt für Punkt die Aufgaben nochmal durch und vergleichen ihre Lösungen (so, wie es auch Hermine tun würde :D ).

Genauso unterschiedlich sind die Gepflogenheiten oder Wünsche der Leute am Schluss einer Geschichte, egal, ob Buch oder Film.

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Kurz und knapp: Die Selbstkasteiung

Der nächste Überarbeitungszyklus steht an (ich glaube, es ist der fünfte, oder?). Nachdem die Geschichte jetzt vollständig ist, alle Charaktere vernünftig eingeführt sind, alle Szenen beschrieben und alle Schauplätze vorgestellt, könnte man, übertragen auf das Drehen eines Films sagen: Die Sache ist im Kasten.

Und was folgt beim Film, wenn die Story abgedreht ist? Richtig: Der Schnitt! Wenn man sich auf Film-DVDs die sogenannten “deleted Scenes” anschaut, fragt man sich manchmal, warum ist diese oder jene rausgeschnittene Szene nicht im fertigen Film gelandet? Schaut (oder hört) man sich die Kommentare des Regisseurs dazu an, fallen solche Sätze wie: “Ich habe diese Szene sehr gemocht. Wir haben sie trotzdem rausgeschnitten, weil sie an dieser Stelle das Tempo zu sehr verschleppt hätte.” oder “Oh, ich habe es gehasst, diese Szene rauswerfen zu müssen, aber wir hätten zu viel über die Story verraten, wenn wir sie drin gelassen hätten.” Und so weiter und so weiter. Es gibt mannigfaltige Gründe, warum Szenen eines Films, obwohl sie für sich betrachtet gut sind, es nicht bis ins Kino schaffen.

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Erledigung offener Punkte

Einmal muss Schluss sein. Wenn man einer Geschichte immer wieder neue Aspekte hinzufügt, kommt man ja nie zum Ende.

Nur, um es zu verdeutlichen: Es existiert. Das Ende, meine ich. Es ist geschrieben. Schon mehrfach. Seit der Erstellung der Rohfassung ist die Geschichte insoweit komplett, als dass sie einen Beginn, einen linearen Handlungsverlauf mit Spannungskurve, einen Höhepunkt mit Auflösung der Handlungsfäden und ein Ende hat. Es war nur immer wieder notwendig, der Geschichte zusätzliche Aspekte hinzuzufügen, um sie inhaltlich abzurunden. Das sollte nunmehr mit der Beendigung der dritten Überarbeitung geschafft sein.

Bei der ganzen Überarbeiterei bleiben aber immer ein paar Sachen übrig, die man vor sich herschiebt und die sich in einer fetten Offene-Punkte-Liste ansammeln. Diese abzuarbeiten ist Thema der vierten Überarbeitung.

So fehlen mir zum Beispiel immer noch ein paar Namen. Unter anderem für Fred und George, Mrs. Norris und Parvati Patil verwende ich im Manuskript immer noch die Originalnamen, weil mir noch nichts Vernünftiges eingefallen ist. Solche Lücken müssen irgendwann mal geschlossen werden. Dass das mit den Namen nicht immer so einfach ist, hatte ich ja bei Die Evolution eines Namens schon mal beschrieben. Speziell bei Fred und George tue ich mich schwer. Da vergehen schon mal Tage über diversen Recherchen, Erarbeiten von Entwürfen und dem Verwerfen derselben.

Außerdem habe ich noch eine lange Liste mit Bezeichnungen einiger Schulfächer, den Namen zweier der vier Häuser, Namen einiger magischer Tiere und Pflanzen und manches mehr, was im Manuskript nicht immer durchgängig konsistent ist. Dazu befinden sich am Rand des Textes ungefähr 130 Kommentare (aus der Überarbeitungsfunktion der Textverarbeitung), die abzuarbeiten sind.

All das wird mich für einige Wochen beschäftigen. Allerdings sollte sich der Gesamtumfang des Textes dabei nicht mehr wesentlich verändern. Und wieder rückt der Zeitpunkt ein wenig näher, da ich irgendwann das Manuskript zum Probelesen rausrücken werde. Dazu, liebe ungeduldige Testleser, werde ich in den nächsten Tagen mal was unter dem Titel Geduld schreiben.

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es dauert…

Na, geht doch. Nachdem die zweite Überarbeitung etwas holprig begann, geht’s mittlerweile recht flüssig von der Hand. In der ersten Woche habe ich tatsächlich jeden Morgen ein Kapitel geschafft. Allerdings finden die komplizierteren Verwicklungen auch erst in der zweiten Buchhälfte statt. Ist ja klar: Je mehr Charaktere und Schauplätze im Lauf der Geschichte eine Rolle spielen, um so schwieriger und aufwändiger wird es, alle Handlungsfäden konsistent zu halten.

Zumindest macht mir die zeitliche Stimmigkeit keine Probleme mehr. In der Rohfassung war es mir tatsächlich mal passiert, dass ich eine Lücke von zwei Monaten produziert hatte, in der nichts passierte und trotzdem die Handlung so weiterlief, als wäre nur eine Nacht vergangen. Das Führen eines Kalenders ist da echt hilfreich. Ich denke, ich werde über das Thema zeitliche Konsitenz irgendwann mal gesondert was schreiben.

Zeitlicher Ausblick für die zweite Überarbeitung? Ich schätze, bis Ende nächster Woche werde ich bestimmt noch brauchen. Und dann? Davor graut’s mir schon, denn dann geht es an die qualitativen Überarbeitungen. Und das heißt, Satz für Satz und Szene für Szene auseinandernehmen und so lange daran herumschleifen, bis es passt. Aber dazu später mehr…

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