Das tapfere Schreiberlein

Hier ist alles echt oder Parodie. Plagiate gibts nebenan.

Die Konkurrenz war wieder schneller: Marc Elsbergs “Blackout”

Ich hasse es, wenn das passiert. Und es sieht so aus, als passierte mir das andauernd. Jedesmal, wenn ich ernsthaft an einem Buch arbeite, erscheint eins auf dem Markt, das meinem thematisch ausgesprochen ähnlich ist. So geschehen natürlich auch diesmal. Marc Elsbergs “Blackout” dürfte meinem “Zerfall” ziemlich nahe kommen. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, noch steht es nur auf meinem Wunschzettel, aber nachdem, was man so darüber liest … Eine schöne Rezension zum Konkurrenzwerk gibt es übrigens hier im Leseblog von NieOhneBuch: Rezension zu Marc Elsbergs “Blackout”. Wenn ihr das gelesen habt, wisst ihr auch, worum es in “Zerfall” so gehen sollte.

Und jetzt? Schreibe ich noch weiter, oder fange ich gleich was neues an? Wahrscheinlich bin ich einfach zu langsam. Angefangen habe ich vor drei Jahren, und ich hätt längst fertig sein können.

Tief betrübt

Schreiberlein

Sa, Mai 19 2012 » einfach alles, schreiben » No Comments

Spontane Meinung gefragt

Darf ich euch, liebe Leser, um einen kleinen Gefallen bitten? Ich brauche dringend eure Hilfe! Überfliegt doch bitte kurz die folgenden drei Seiten Text. Sie sind ein möglicher Einstieg zu meinem Roman “Zerfall” (Arbeitstitel).

Ich meine wirklich nur überfliegen, denn ich möchte keine forensische Analyse des Textes, sondern eure möglichst spontane Meinung! Stellt euch einfach vor, ihr stündet in einer Buchhandlung, würdet ein Buch namens “Zerfall” aus dem Regal nehmen und die ersten drei Seiten lesen. Rührt dieser kurze Anreißer etwas bei euch an? Reizt er dazu, weiterzulesen?

Danke für eure Meinung!

So, Mai 6 2012 » einfach alles, schreiben » 2 Comments

Textanalysetool von zweifelhafter Qualität: Ich schreibe wie … Joanne K. Rowling?

Ich schreibe wie
Joanne K. Rowling

Das Forschungsprojekt von AnwaltMap – anwälte. Ich schreibe wie…

“Finde heraus, welchem berühmten Schriftsteller dein Schreibstil am meisten ähnelt. Einfach Text einfügen und auf Analysieren klicken, um die Anaylse zu beginnen”. So schalmeit es von der Seite “Ich-schreibe-wie.de” herunter. Hinter dem Versprechen verbirgt sich ein kleines Onlinetool, auf das ich vor einiger Zeit im Feuilleton der FAZ-Online gestoßen bin. Und wie viele andere, die es seit dem in Blogs und Schriftstellerforen diskutiert, besprochen, beschrieben und nach Selbstversuchen bestaunt, bespöttelt, bejubelt und beleidigt haben, habe ich es natürlich auch selbst ausprobiert. Schließlich möchte ich ja wissen, welcher weltbekannte Schriftsteller meinen Stil kopiert.

Also, ans Werk. Die Anwendung ist tatsächlich so einfach wie beschrieben. Ich kopiere flott die neun Kapitel aus der Leseprobe meiner Harry-Potter-Parodie “Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater” in die leere Textbox der Anbieterseite, drücke erwartungsvoll auf “Analysieren” und warte gespannt … ungefähr eine Zehntelsekunde, das Tool arbeitet wirklich fix … und heraus kommt …Joanne K. Rowling! Ich bin platt. JK Rowling? Okay, ich habe die Harry-Potter-Romane Dutzende mal gelesen und mein Heinrich Töpfer ist ein Parodie auf Harry Potter, aber dass ich ihn im gleichen Stil geschrieben haben soll …? Ich weiß nicht. Nächster Versuch. Ich picke die fünfzig Seiten, die an Halloween spielen, aus meinem Buch heraus und klicke auf Analyse … Ergebnis: Joanne K. Rowling! Jetzt staune ich aber wirklich. Einmal kann Zufall sein, aber zweimal dasselbe Ergebnis? Ich probiere die Schlusskapitel … Joanne K. Rowling! Ich suche nach Erklärungen. Analysiert das Programm den Text aufgrund von Schlüsselworten wie “Magie” oder “Zauberei” oder Begriffen, die den Namen bekannter Vorlagen ähneln? Oder ähnelt mein Stil wirklich dem der bekannten Britin?

Ich brauche Vergleichsergebnisse aus anderen Texten und mache einen Versuch mit einem meiner Spannungswerke. Dazu gebe ich Teile aus “Zerfall”, meinem in der Entstehung begriffenen Endzeitthriller in die Box. Jeweils ca. 50 Seiten vom Anfang, aus der Mitte und dem aktuellen Schlussstand. Ergebnis: Dreimal Joanne K. Rowling!

Allmählich wird mir das Ganze suspekt. Ich fülle den Analysator mit ein paar Seiten aus einer Leseprobe von Charlotte Roches “Feuchtgebieten”. Erraten Sie es? Richtig: Joanne K. Rowling. Erst als ich die Textbox mit meinem Artikel über das politische Versagen des Freiherrn Karl Theodor zu Guttenberg und danach mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland füttere, gelingt es mir, ein anderes Ergebnis zu erzwingen. Demnach ist mein politischer Artikel geschrieben wie von Stieg Larsson(!!) und unsere Verfassung im Stil von Otto von Bismarck(!!!), während dieser Artikel, den Sie jetzt gerade lesen, und eine Leseprobe aus Karl Mays “Der Schatz im Silbersee” schon wieder das Ergebnis Joanne K. Rowling(?!!) ausgeben.

Also, liebe Programmierer von “Ich-schreibe-wie”, was soll das Ganze? Joanne K. Rowling in allen Ehren, aber eine breitere Textbasis als Harry Potter, und dazu ein bisschen mehr Differenzierung bei der Entwicklung eurer Algorythmen hättet ihr dem Tool ruhig angedeihen lassen können. Oder wurde “ich-schreibe-wie.de” zu häufig von Harry-Potter-Fans mit den echten Potter-Texten gefüttert, um einen Rowling-Treffer zu provozieren, mit dem sich die Fans auf ihren Websites schmücken können? Ich hab keine Ahnung, wie euer Programm so arbeitet, die Hinweise auf eurer Website sind bestenfalls vage, ich weiß auch nicht, wie ernst ihr selbst eure Arbeit genommen haben wollt, aber bei solchen Ergebnissen wird’s echt lachhaft.

Tja, liebe Leser, so weit, so unzulänglich. Mein Selbstversuch war jedenfalls wenig hilfreich. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück. Also, einfach ausprobieren und sich freuen, wenn der eigene Stil nicht als der von Rosamunde Pilcher identifiziert wird. Und ansonsten vergesst den Fall einfach und fühlt euch, als hättet ihr gerade einen Artikel von Joanne K. Rowling gelesen.

Es grüßt

Das Schreiberlein

Sa, April 14 2012 » einfach alles, schreiben, Software- und Literaturtipps » No Comments

Danke, Dagmar Schönleber

Ich glaube, ich bin endlich dahinter gekommen, warum mir die Arbeit am Heinrich Töpfer vergleichsweise vergnüglich von der Hand ging, während es bei Zerfall, meinem aktuellen Projekt, immer wieder stockt: Es ist die Abwesenheit von Komik. Nun ist Zerfall natürlich auch ein viel ernsterer Stoff, schließlich geht es um ein endzeitliches Inferno, und wie bei jedem anständigen Inferno wird auch ordentlich gestorben, aber ein Schuss Spaß hat schließlich auch weder dem Terminator noch Independence Day geschadet, oder? Mit zu den größten Fehlern, die man bei einem Thriller machen kann, ist, sich selbst und die Geschichte zu ernst zu nehmen, egal, wie viel Tote es dabei gibt. Schließlich soll ein Buch unterhalten und nicht deprimieren.

Abwesenheit von Komik ist allerdings auch nicht ganz der richtige Ausdruck, denn klar gibt es auch schon jetzt eine Menge Gags und Wortwitz in Zerfall, wer mich kennt, den wird das nicht groß überraschen. Was, glaube ich, fehlt, ist der Touch des Schrägen bei den Figuren, ihr lustvoller Umgang mit der Situation, so ausweglos sie auch zu sein scheint. Ich werde damit mal ein bisschen experimentieren, das dürfte helfen, mich wieder auf Trab zu bringen. Insbesondere meiner Hauptfigur steht ein gewisser Hang zu morbiden Gedankengängen und schwarzem Humor bestimmt ganz gut zu Gesicht.

Dagmar Schönleber

Dieses Licht ist mir übrigens beim Besuch der Lesebühnenshow Rock ‘n’ read im Theater Klüngelpütz am vergangenen Freitag aufgegangen. Es war eine launige Kurzgeschichte von Dagmar Schönleber, die mir, denke ich, nun den richtigen Weg weist. Naja, wobei die Erleuchtung nicht direkt am Freitag kam, als ich die Geschichte hörte, sondern erst heute, während ich darüber nachdenke. Hat ja niemand behauptet, Schriftstellerei habe irgendwas mit Spontanität zu tun. Danke, Dagmar Schönleber!

Ich glaube, ich mach mich dann mal wieder ans Werk.

So, Februar 5 2012 » einfach alles, nachdenken, schreiben » No Comments

Ein Buch! Es ist ein richtiges Buch!

Die Harry-Potter-Parodie "Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater"

Die Harry-Potter-Parodie "Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater" im Kreise ihrer Brüder und Schwestern aus der Harry-Potter-Reihe

Viel ist bereits darüber geredet und geschrieben worden, deswegen kann ich mich hier kurz fassen, denke ich. Das Buch ist fertig, und ich finde, es ist richtig toll geworden! An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an die Mitarbeiter der Druckerei Klartext GmbH in Göttingen, die meine Druckvorlage mit viel Kompetenz und Engagement zu einem überzeugenden Druckergebnis umgesetzt haben!

Das war’s dann also. Buch ist fertig. Man kann es anfassen, man kann es kaufen und man kann es lesen. Alle weiteren Informationen rund ums Buch findet ihr gesammelt unter “Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater – Die einzig wahre Harry-Potter-Parodie”, zusammen mit den Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen, den Probekapiteln zum Online-Lesen oder zum Runterladen, und einigen Figurenbiografien.

Mir bleibt, mich noch einmal bei allen zu bedanken, die hartnäckig genug waren, mich zu diesem letzten Schritt zu zwingen, und bei allen, die die Geschichte während ihrer langen Entstehungszeit mit praktischer und moralischer Hilfe begleitet haben! Ich werde euch alle in meine Nachtgebete mit einschließen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Euer Schreiberlein

Mo, Januar 16 2012 » einfach alles » No Comments

Buch da, Blogartikel nicht

Oh, wehe mir! Ich bin mit meinem Artikel im Rückstand! Dabei spatzen es die Pfeifen schon längst von den Dächern. Bei Twitter. Und anderswo. Jajaja, das Heinrich-Töpfer-Buch ist fertig! Die ersten lesen schon! Und mein Blog hinkt mit der Berichterstattung total hinterher! Die Lobpreisung auf das Druckwerk meine ich. Mit Foto. Und der Aufforderung zu Kauf und so weiter. Bis ich soweit bin, lest doch einfach noch mal die Vorankündigung … ja?

Mi, Januar 4 2012 » einfach alles » No Comments

Der versprochene “Heinrich Töpfer” kommt

Und zwar recht bald. Es geht immerhin um die Einlösung eines Versprechens. Wie schon vor einigen Tagen erwähnt, steht die Zusage, dass jeder der Unentwegten, die meine Harry-Potter-Parodie “Heinrich, du siehst genauso aus wie dein Vater” unbedingt lesen wollen, dazu Gelegenheit bekommen soll. Und nun wird es konkret.

Bekanntlich wird es, das steht seit letztem Sommer fest, keine Buchveröffentlichung im eigentlichen Sinn geben, also kein Buch zu einem üblichen Ladenpreis um 10 Euro, das im Buchhandel bestellbar wäre. Um das zu ermöglichen wäre eine Auflage von wenigstens 300 Stück nötig gewesen, doch die Interessensabfrage im Sommer hatte ergeben, dass ein solches Verkaufsziel unrealisitisch ist.

Aber ihr wollt ja nicht wissen, was es nicht gibt, sondern was es gibt. Und natürlich wann! Also: Der Heinrich wird in einer Kleinserie von deutlich unter 50 Stück gedruckt werden. Diese Exemplare werden weder im Buchhandel noch bei Amazon beziehbar sein, sondern ausschließlich direkt über mich gegen eine Schutzgebühr abgegeben, solange der Vorrat reicht. Dass der Spaß nicht billig wird, liegt auf der Hand: Je weniger Exemplare man von einem Manuskript drucken lässt, desto teurer ist das einzelne Exemplar. Die Schutzgebühr wird daher 20 Euro betragen (müssen). Für ein Taschenbuch ist das eine Menge Zaster, aber dies ist der reine Selbstkostenanteil! Ich verdiene dabei keinen Cent! Ein Buch von etwa 560 Seiten drucken zu lassen, kostet bei Einzelherstellung per Print on Demand je nach Anbieter bis über 60 Euro! Ab etwa 10 Exemplaren ist eine Herstellung per Digitaldruck im Bereich um 20 Euro möglich. Dazu kommen Porto und Versand. Wen dieser Preis nicht schreckt, der bekommt dafür aber keinen ungeordneten Haufen Papier, sondern ein ordentlich gebundenes Taschenbuch. Keine Leseprobe, keinen Textauszug, keinen Entwurf, sondern die Endfassung der fertigen Geschichte, komplett und in epischer Breite.

Es handelt sich wie gesagt nicht um eine Buchveröffentlichung, es gibt weder eine ISBN, noch einen Eintrag im Verzeichnis lieberbarer Bücher (VLB), sondern lediglich den als Taschenbuch gebundenen Abdruck eines nach wie vor unveröffentlichten Manuskripts. Ein autorisierter Fanartikel, wenn ihr so wollt.

Wann ist es nun soweit? Die Realisierung der Kleinserie soll kurzfristig erfolgen. Unverbindliche Vorbestellungen nehme ich ab sofort entgegen. Benutzt bitte das Kontaktformular oder schreibt mir eine formlose E-Mail. Sobald die Bücher verfügbar sind, nehme ich Kontakt zu euch auf und teile die Zahlungs- und Lieferbedingungen mit.

Bis dahin wünsche ich euch schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Liebe für 2012!

Euer Schreiberlein

Do, Dezember 29 2011 » einfach alles » No Comments