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Katholiken und ihre Kirchentage – Offener Brief an Dr. Thomas Großmann vom Zentralkomitee der Deutschen Katholiken

Echt jetzt?

Echt jetzt?

Sicher wissen Sie, liebe Leser des Schreiberlein-Blogs, dass die Katholische Kirche zu den reichsten Organisationen weltweit gehört. Allein in Deutschland sitzt die Katholische Kirche auf geschätzt 200 Milliarden Euro Vermögenswerten. (Quelle: Wikipedia (externer Link)

Aber wussten Sie auch, dass sich die Katholische Kirche, trotz ihres Reichtums, in schöner Regelmäßigkeit ihre Veranstaltungen steuerlich subventionieren lässt? Dass z. B. der Deutsche Katholikentag in Leipzig im Mai dieses Jahres mit 4,5 Millionen Euro an Steuergeldern bezuschusst wurde? (Quelle: Grafik des Deutschen Katholikentags (externer Link)) Ein Bürgerbegehren mit dem Ziel, zumindest die Bezuschussung mit 1 Mio. EUR aus der Kasse der Stadt Leipzig zu verhindern, kam leider wegen zu geringer Beteiligung nicht zustande. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung (externer Link))

Vor einigen Wochen schrieb ich dazu, abgedruckt im Kölner Stadtanzeiger vom 16.06.2016, folgenden Leserbrief:

Schreiberleins Leserbrief aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 16.06.16

Schreiberleins Leserbrief aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 16.06.16

Mein Leserbrief hat das Zentralkomitee des Deutschen Katholikentages auf den Plan Plan gerufen, das diese Ketzerei natürlich nicht auf sich beruhen lassen konnte. Herr Dr. Thomas Großmann, vom Generalsekretariat des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (was für ein Titel!), hat seinerseits mit einem Leserbrief geantwortet und mich über die Irrtümer meines Beitrages aufgeklärt. Continue reading

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Erneut Unfalltote durch menschenverachtende Raserei in Köln

Und wieder ist es passiert. Ein unschuldiger junger Mensch ist durch kriminelles und menschenverachtendes Verhalten anderer im Straßenverkehr gestorben. Das wievielte Mal in diesem Jahr? Ich habe aufgehört zu zählen. Das Phänomen ist nicht auf Köln begrenzt. Und es ist auch nicht neu. Und wenn es nicht Raserei ist, dann ist es Missbrauch von Alkohol oder Drogen, Imponiergehabe, Unaufmerksamkeit, Leichtsinn, Selbstüberschätzung etc. Und nur zu oft trifft es Unbeteiligte, Unschuldige. Aber Konsequenzen wird es wieder keine geben.

Was ich vermisse, ist eine breite gesellschaftliche Diskussion, das Aufhorchen in der Politik, der Wille und die Bereitschaft, etwas zu ändern. Nicht nur in Köln, sondern im ganzen Land. Es sei daran erinnert, dass Jahr für Jahr ca. 3500 Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben verlieren, ganz zu schweigen von den zerstörten Leben verzweifelter Angehöriger. Zehn Tote pro Tag! Einfach so! Keine Selbstmordanschläge durch Terroristen, keine Amokläufe durch Verrückte mit automatischen Waffen, kein Granatenbeschuss durch rivalisierende Milizen. Nein, dieser grausame Blutzoll ist einfach nur der widerwärtig zynisch so genannte „Preis für die Mobilität“. Die Passagierzahl eines Airbus alle vierzehn Tage. Mit Staatsakten für die Opfer kämen die Politiker kaum nach, wäre es ihnen ernst um deren Schicksal. Ist es aber nicht. Denn wirksame Maßnahmen zur Eindämmung gäbe zu Hauf: ein erheblich erschwerter Zugang zu diesen Waffen für Jüngere (wie wär’s mit zwei PS pro Lebensjahr? reichte völlig), langfristige Beschlagnahme von Führerscheinen und Fahrzeugen bei Tempoverstößen, EU-weite einheitliche Tempolimits und deren wirksame Überwachung, z. B. durch elektronische Fahrtenschreiber in allen Fahrzeugen oder GPS-Tracking, elektronische Abriegelung der Höchstgeschwindigkeit von Fahrzeugen in Ortschaften etc. Technisch alles ohne allzu viel Aufwand möglich. Allein es fehlt der Wille. Denn die heilige Kuh Automobil darf ja keinesfalls an die Kette gelegt werden. Es könnten ja Arbeitsplätze in der Automobilindustrie gefährdet sein! Und so wird weiter sinnlos gestorben werden. Und warum? Weil es Politik und Wirtschaft einfach scheißegal ist.

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Landgericht Köln bestätigt Urteil gegen Josephine Witt

josephinewitt

Josephine auf dem Altar. Einfach göttlich!

Das Landgericht Köln hat in der letzten Woche das erstinstanzliche Urteil gegen die ehemalige Femen-Aktivistin Josephine Witt für ihren Sprung auf den Altar während der Weihnachtsmesse 2013 in zweiter Instanz bestätigt und sie wegen „Störung der Religionsausübung“ veruteilt. Ich empfinde dieses Urteil als Skandal!

Sicher kann man darüber streiten, ob Frau Witts Art des Protestes objektiv betrachtet geeignet war, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Ich fand es sehr kreativ und habe damit kein Problem, aber, wie gesagt, darüber kann man geteilter Meinung sein. Nein, was ich als skandlös empfinde, ist, dass der Tatbestand „Störung der Religionsausübung“ als Straftat geahndet und sogar als Offizialdelikt verfolgt wird, d. h. die Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf, auch ohne dass es einer Anzeige bedarf!

Religionsausübung ist definitiv Privatsache. Wie kann es sein, dass der (angeblich säkulare) Staat hier von Amts wegen Partei ergreift? Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Gläubige von Frau Witts Aktion in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen. Aber auch ich fühle mich regelmäßig in meinen weltanschaulichen Gefühlen verletzt, wenn sogenannte religiöse Würdenträger mit ihren nach meiner Auffassung infantilen Irrlehren Einfluss auf Politik und Gesellschaft nehmen. Ich empfinde sowohl den Anblick von religiösen Symbolen als Zumutung (egal ob Kruzifix, Kopftuch, Kippa etc.), wie auch die Allgegenwart sogenannter Gotteshäuser. Kein Strafrechtsparagraf schützt mich davor. So sollte es auch umgekehrt sein. Wenn sich jemand persönlich beleidigt fühlt, mag er meinethalben Anzeige erstatten. Auch kann der Kardinal als Hausherr des Kölner Doms jederzeit gegen einen Störenfried wegen Hausfriedensbruchs vorgehen. Das Strafgesetzbuch gibt das her. Aber ein Straftatbestand „Störung der Religionsausübung“, noch dazu als Offizialdelikt, hat in der heutigen Zeit im Strafgesetzbuch nichts verloren.

Es wird allerhöchste Zeit, den Strafrechtsparagraphen 167 in Gänze anzugreifen und ihn und seinen ebenso antiquierten Artgenossen, den sogenannten „Blasphemieparagrafen“ 166, auf ihre Verfassungsmäßigkeit zu überprüfen. Ich kann mir nur wünschen, Frau Witt möge die Kraft finden, den Instanzenweg weiterzugehen. Sie verdient für ihre Standhaftigkeit die Solidarität und Unterstützung der freidenkenden Gesellschaft!

 

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Netcologne – Eine Chronik des Versagens

Weiß bei Netcologne eigentlich die rechte Hand, was die linke tut? Offenbar nicht, oder wie ist es sonst zu erklären, dass ich einerseits eine Zahlungsaufforderung bekomme und wegen derselben Sache an demselben Tag mein Internetanschluss gekündigt wird? Aber der Reihe nach.

Chronik des Versagens eines Telekommunikationsunternehmens

13. März: Mich erreicht eine Mahnung meines Internetproviders Netcologne über 285,04 EUR. 285,04 EUR?! Wofür das denn bitte? Buchungstext: “Überweisung an Rain Birgit Balz f. Asuman”. Sagt mir nichts. Rechnung? Fehlanzeige.

04. April: Ich schreibe einen ersten Brief an Netcologne und erkläre, dass ich mit der Mahnung nichts anzufangen weiß und mir auch keine Rechnung vorliegt. Ich bitte um Vorlage zahlungsbegründender Unterlagen und um Zahlungsaufschub bis zur Klärung des Sachverhalts.

13. April: Netcologne bucht den Betrag von 285,04 EUR von meinem Konto ab. Eine Reaktion auf mein Schreiben, eine Kontaktaufnahme oder eine Information ist bis dahin nicht erfolgt und bleibt auch danach aus.

11.Mai: Ich storniere über meine Bank die Lastschrift, nachdem auch weiterhin kein Grund für die Forderung geliefert wurde. An demselben Tag schreibe ich einen zweiten Brief an Netcologne. Ich tue mein Missfallen darüber kund, dass Netcologne mein erstes Schreiben ignoriert hat. Ich bitte erneut um Sachaufklärung und Vorlage zahlungsbegründender Unterlagen.

18.Mai: Mich erreicht ein zweites Schreiben der Netcologne GmbH, wieder maschinenerstellt, wieder ohne auf meine Fragen einzugehen. Mir wird die Sperrung meines Internetanschlusses angedroht, sollte ich die Forderung nicht begleichen. Zahlungsziel: 26. Mai. Lustigerweise kündigt die Netcologne GmbH an demselben Tag mit einem dritten, wieder maschinenerstellten Schreiben uneingedenk des mit dem anderen Schreiben gesetzten Zahlungsziels fristlos meinen Anschluss.

Meine Vermutung: Hier agieren zwei Abteilungen nebeneinander her, wobei die eine Abteilung nicht weiß, was die andere tut. Parallel laufen Automatismen ab, die in einem funktionierenden Unternehmen gestoppt worden wären, sobald vom Kunden und Vertragspartner der Kontakt und Aufklärun gesucht wird.

22. Mai: Ich schreibe ein drittes Mal an Netcologne. Sauer. Stinksauer. Ich verlange die Rücknahme der Kündigung, die Aufnahme des persönlichen Kontaktes mit mir, die Unterlassung aller weiteren ungeprüften und maschinenerstellten Mahnungen, Kündigungen, Drohungen etc. durch die Netcologne GmbH, sowie die Unterlassung bzw. sofortige Rücknahme aller Maßnahmen, die meine Kreditwürdigkeit schädigen könnten (z. B. Schufa-Einträge). Ich finde, das sollte möglich sein, oder?

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