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Erdogan ist der neue Präsident der Türkei – und er ist ein Schlappschwanz

An beiden Tatsachen führt kein Weg vorbei. Sämtliche Medien und ausländische Repräsentanten werden zu Ersterem nun auch schulterzuckend verkünden, er sei eben das demokratisch gewählte und somit legitimierte Staatsoberhaupt des Landes am Bosporus. Egal, was er künftig mit dieser Macht anstellen wird, gewählt ist gewählt.

Aber muss man eigentlich die “Wahl” eines Politikers immer so widerspruchslos als nun einmal vom Volk so gewollt hinnehmen, selbst wenn man weiß, dass dieser Wille eben nicht “demokratisch” zustande gekommen ist, sondern nur mit Hilfe von Korruption, der Einschüchterung und Behinderung der Opposition, Einschränkungen von Presse- und Meinungsfreiheit und der Gleichschaltung der Medien?

Wie dem auch sei, meine Leser erwarten ja eigentlich eine etwas differenzierte Einschätzung von mir, aber angesichts der Berichterstattung aus der Türkei in der letzten Zeit fällt mir gerade nur noch eines ein: Typen wie Erdogan oder der türkische Vizepremier Büleent Arinc, die törichte Sätze kreieren wie “türkische Frauen lachen zu viel, führen zu lange Handytelefonate und fahren zu viel Auto” (Link), sind nichts als weinerliche Schlappschwänze, die Angst vor selbstbewussten Frauen haben.

Man darf auf die Schlagzeilen, die in nächster Zeit aus der Türkei kommen, jedenfalls gespannt sein.

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Towelday

25. Mai. Es ist Towelday. Den ganzen Tag schon. Also, den ganzen Tag ist schon 25. Mai. Und damit natürlich auch Towelday. Den ganzen Tag schon!

Schreiberlein unterwegs. Mit Handtuch.

Schreiberlein unterwegs. Mit Handtuch.

Ich habe lange gezögert, bis ich mich getraut habe, hinauszugehen. Aber Schreiberlein stellt sich der Gefahr! Nicht ohne Handtuch, versteht sich. Außerdem ist Wahlsonntag, und man hat ja so seine staatsbürgerlichen Verpflichtungen an so einem Tag. Anderswo sterben Menschen, um wählen gehen wir zu dürfen. Andererseits wieder völlig unbedeutend angesichts der bevorstehenden Sprengung der Erde.

Auch am Wahlsonntag Pflicht: Das Handtuch

Auch am Wahlsonntag Pflicht: Das Handtuch

Ein bisschen irritiert geschaut haben die Wahlhelfer schon, als ich mit meinem Handtuch wählen kam, aber immerhin haben sie nicht den Sicherheitssdienst gerufen.

Die Nützlichkeit eines Handtuchs ist seit Douglas Adams “Per Anhalter durch die Galaxis” unbestritten. Sei es, sich in kalten Nächten damit zuzudecken, es als Minisegel auf einem Rettungsfloß zu verwenden, oder  sich darunter vor dem tückischen gefräßigen Plapperkäfer zu verbergen.

Verblüffend, wie viele Menschen man heute trotzdem ohne Handtuch auf der Straße sieht. Genau genommen bin ich sogar weit und breit der Einzige mit Handtuch. Hm,  egal, bin ich eben der einzige Überlebende, wenn die Vogonen heute die Erde sprengen sollten.

Nicht nur gut gegen Plapperkäfer: Das Handtuch

Nicht nur gut gegen Plapperkäfer: Das Handtuch

Seinen praktischen Nutzen stellt das Handtuch übrigens auch auch unter Beweis, wenn man unterwegs Berliner isst und sich dann direkt die klebrigen Pfoten daran abwischen kann. Perfekt!

Auch beim Schreiben unentbehrlich: Das Handtuch

Auch beim Schreiben unentbehrlich: Das Handtuch

Und, was Douglas Adams bestimmt gut gefallen hätte, natürlich auch, um sich beim Schreiben den Schweiß von der Denkerstirn zu tupfen.

Wer immer noch nicht weiß, wovon zur Hölle ich hier überhaupt rede, dem seien die folgenden Internetlinks anempfohlen.

Per Anhalter durch die Galaxis (Wikipedia)

Offizielle Website zum Towelday

Zur Erinnerung an Douglas Adams (Wikipedia)

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Besucherrekord beim Tapferen Schreiberlein

Die gestrige Erstaufführung von “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2″ im Free-TV hat dem Tapferen Schreiberlein einen Besucherrekord beschert und die Seite zeitweise in die Knie gezwungen.

hourly_usage_201311Im Mittelpunkt des Interesses stand natürlich die Frage “Wer ist eigentlich der wahre Vater von Harry Potter?” Während der Film lief, und besonders in den Werbepausen, erreichten die Klickzahlen beeindruckende Höhepunkte, wie die Webalizer-Grafik schön veranschaulicht.

Zeitweise brach die Seite unter dem Besucheransturm zusammen und warf Datenbankfehler oder antwortete gar nicht mehr. Das bitte ich auch im Namen meines Webhosters all-inkl (übrigens ein ansonsten ausgezeichneter deutscher Hoster mit Serverstandort ausschließlich in Deutschland) zu entschuldigen, aber solche Besucherzahlen ist mein Blog wahrlich nicht gewohnt. Am Ende des Tages standen 2323 Besucher mit über vierzehntausend Seitenaufrufen zu Buche. Während nach Mitternacht die Wiederholung des Films lief, konnten noch einmal über siebenhunder Besucher gezählt werden.

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Romane und Thriller schreiben (1) – Das Talent sitzt nicht im Kopf, sondern im Arsch

“…, denn wenn du nicht sitzen kannst, kannst du auch nicht schreiben”, so die Worte Paul Schusters, eines 2004 verstorbenen deutschen Schriftstellers und Leiters diverser Schreibwerkstätten, in Verdeutlichung eines ursprünglich von Honoré de Balzac getätigten Ausspruchs. Da ist was dran! Wer einen Roman schreiben möchte, braucht in erster Linie Fleiß, Sitzfleisch und Durchhaltevermögen. Zum Schreiben selbst ist darüber hinaus nicht viel an Rüstzeug erforderlich. Talent wird allgemein überbewertet, Stil und Sprachgefühl lassen sich lernen, die Plots liegen auf der Straße, an Handwerkszeug braucht man nicht mehr als Papier und einen Stift, eine Schreibmaschine oder, wer’s etwas zeitgemäßer mag, einen Computer mit Textverarbeitungsprogramm und einen Drucker.

Ein unverzichtbares Utensil ist ein Notizbuch, das Sie immer bei sich haben. Haben Sie eine unverbrauchte Metapher aufgeschnappt? Einen flotten Spruch eines Kollegen? Eine interessante Anekdote aus dem Urlaub des Nachbarn? Ist Ihnen an einer Person an der Bushaltestelle oder in der Warteschlange an der Supermarktkasse etwas Besonderes aufgefallen? Schleicht Ihnen eine zwar unausgegorene, aber vielleicht ausbaubare Idee durchs Gehirn? Notizbuch raus, aufschreiben! Sie erhalten so im Lauf der Zeit einen nahezu unerschöpflichen Fundus an brauchbaren und unbrauchbaren Kritzeleien, die Ihnen niemals ausgehen werden. Das Leben schreibt die besten Geschichten!

Tipp 1: Gewöhnen Sie sich an, stets ein Notizbuch und einen Stift bei sich zu tragen. Notieren Sie Ideen, Beobachtungen, Anekdoten, Sprüche …

Darüber hinaus hilft die Erkenntnis, dass das Romane schreiben eine zwar befriedigende aber anstrengende Art und Weise ist, seine Freizeit zu verbringen, und dass die Aussicht auf zählbaren Erfolg (gemeint ist, eine Verlagsveröffentlichung) äußerst gering ist. Aber hier soll es zunächst nur um das Schreiben gehen, nicht um das Veröffentlichen. Letzteres ist eine ganz eigene Disziplin. Schon wenn Sie es geschafft haben, das Wort “Ende” unter eine Geschichte zu setzen, die Sie mit einem eigenen Plot selbst entworfen haben, dürfen Sie sich mit Fug und Recht Schriftsteller nennen. Und das ist ein schöner und vorzeigbarer Erfolg! Doch der Weg dorthin ist lang.

Machen Sie sich also an die Arbeit!

 

Vorschau – Beim nächsten Mal: “Woher kommt der Plot?”

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